An ihm biss sich sogar Johannes Thingnes Bö die Zähne aus: Danilo Riethmüller ist nach einer famosen Leistung im Massenstart in Annecy Zweiter geworden. Gewonnen hat Tarjei Bö.

Riethmüller war schon im Vorfeld die große Hoffnung. Im Sprint hatte der 25-Jährige zwar gepatzt, mit einer grandiosen Aufholjagd in der Verfolgung arbeitete er sich aber von Rang 29 auf den siebten Platz vor und damit auch in eine gute Verfassung für den Massenstart. Doch auch Philipp Horn, der in den beiden vorigen Annecy-Rennen Vierter und Achter geworden war, ging mit großem Selbstvertrauen an den Start.

In einem spannenden und schwierigen Rennen dominierten lange Zeit die starken Norweger, die vor das Feld vor dem dritten von vier Schießen in einer Fünfergruppe anführten – darunter auch Bö, der sich trotz eines Fehlers im zweiten Anschlag wieder weitgehend rangelaufen hatte. Die Dominanz des Ausnahmeteams war wieder beeindruckend und sie setzte sich auch fort, wenn auch nicht im Gleichschritt. Nur Tarjei Bö blieb fehlerfrei und ging alleine in Führung mit 17 Sekunden vor Soerum und 20,5 Sekunden vor Laegreid. Die Gunst der Stunde nutzte Riethmüller, der sich auf Rang vier vorschob (+31,7 Sekunden).Tarjei Bö schien nur noch ein Schießen von seinem ersten Saisonsieg entfernt, weil es seine Landsleute nicht schafften, die Lücke signifikant zu verkleinern. Und Riethmüller behauptete sich als Fünfter, nachdem Johannes Thingnes Bö an ihm vorbeirauschte – allerdings machte der Deutsche einen besseren Eindruck als die übrige Konkurrenz. Kühn und Nawrath liefen als Neunter und Zehnter Richtung abschließendes Schießen.

Den letzten Schuss setzte Tarjei Bö dann daneben, doch auch die anderen Norweger patzten – und so änderte sich an der Spitze nichts. Dagegen aber direkt dahinter, denn Riethmüller zeigte seine Klasse und ging fehlerfrei mit nur elf Sekunden Rückstand auf Bö auf die Strecke. Sechs Sekunden danach folgte ihm Laegreid, Johannes Thingnes Bö war elf Sekunden hinter dem 25-Jährigen, der jetzt alles aus sich rausholen musste.Riethmüller kam dem Führenden nicht näher, vor allem aber schaffte er es, einen großen Teil seines Vorsprungs zunächst zu behalten. Sieben Sekunden waren es noch und zwei Kilometer bis zum Ziel, vor den letzten 1500 Metern waren es noch sechs Sekunden – und das reichte tatsächlich. Riethmüller konnte wirklich Ausnahmeathlet Bö auf Distanz halten, feierte sein erstes Karriere-Podest und wurde Zweiter. Ein unglaublicher Erfolg. Und es fehlten am Ende sogar nur vier Sekunden auf den Sieger.

Doch nicht nur Riethmüller glänzte im deutschen Team. Nawrath lief ebenfalls mit nur einem Schießfehler mit 36,3 Sekunden Rückstand auf Bö als Siebter ins Ziel, direkt dahinter durfte sich Kühn dank vier perfekten Schießeinlagen über Rang acht (+36,9 Sekunden) freuen.Strelow patzte im Stehen dreimal und fiel noch auf den 24. Platz (+2:22,6 Minuten) zurück, Horn wurde 26. (+2:41,7 Minuten).

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16 Comments

  1. Platz 1 bis 8: 5 Norweger und 3 Deutsche…
    Platz 1 bis 6 ist natürlich noch krasser mit 5 Norwegern.^^
    Ach ja, ganz vergessen. Glückwunsch Danilo, das war extrem stark. Besonders die Schlussrunde hat mich beeindruckt.

  2. Das Abo hatte ich bereits aufgehoben, jetzt muss ich Ihren Kanal auf ignorieren stellen.
    Das Spoilern, Ergebnis im Titel wenige Stunden nach dem Wettkampf, finde ich unerträglich.

  3. D.Riethmüller ist die Hoffnung im Männer Biathlon. Kühn, Nawrath, Horn sind austrainiert. Sei Jahren die gleiche Anzahl an Schießfehler (ab und zu mal ein Ausrutscher nach oben). Wenn Strelow Läuferisch besser wird, kann er auch etwas reißen.

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