Mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl – trotzdem hat Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Kaiserslautern den DFB-Pokal gewonnen und damit das Double perfekt gemacht. Der Held von Berlin hieß Granit Xhaka.
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Das Tor des Tages am Samstag (25.05.2024) im mit 74.322 Fans ausverkauften Olympiastadion erzielte Xhaka in der 16. Minute. Leverkusens Verteidiger Odilon Kossonou sah in der 44. Minute die Gelb-Rote Karte. Kurz nach dem Wiederanpfiff gab es eine dreiminütige Unterbrechung wegen des fortgesetzten Abbrennens von Pyrotechnik zunächst aus der Lauterer, später aber auch aus der Leverkusener Fan-Kurve.
“Das Wichtigste war der Glaube der Mannschaft. Sie waren bereit, in Unterzahl zu kämpfen. Das war einfach super”, freute sich Trainer Xabi Alonso im Gespräch mit der Sportschau über das Double und den zweiten Pokalsieg von Leverkusen nach 1993.
“Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir den Ausgleich nicht geschafft haben”, sagte der scheidende FCK-Trainer Friedhelm Funkel am Sportschau-Mikrofon, “aber ich bin auch stolz, weil die Mannschaft alles gegeben hat.”
Gegenüber dem verlorenen Europa-League-Finale gegen Atalanta Bergamo (0:3) hatte Alonso einige personelle und taktische Änderungen vorgenommen. Mit Patrik Schick setzte er auf einen echten Mittelstürmer, im defensiven Mittelfeld auf Abräumer Robert Andrich. Jonas Hofmann durfte auf dem rechten Flügel ran, Kossonou rückte in die Dreierkette, im Tor stand erstmals in dieser Saison in einem Pokalspiel Lukas Hradecky statt Matje Kovar.
Beim FCK nahm Funkel gegenüber dem letzten Pflichtspiel drei Änderungen vor: Ben Zolinski und Jan Elvedi rückten in die Abwehrkette. Jean Zimmer kam für die Außenbahn ins Spiel. Etwas überraschend: Torjäger Ragnar Ache (16 Zweitliga-Treffer), zuletzt immer wieder angeschlagen, musste auf der Bank Platz nehmen.
Doch auch ohne Ache begannen die “Roten Teufel” extrem mutig. Schon nach gut zwei Minuten holte sich Kossonou die Gelbe Karte ab, weil er den durchgestarteten Kenny Redondo nur noch per Foul stoppen konnte. Den Freistoß von Tymoteusz Puchacz konnte die Bayer-Abwehr nur mit größter Mühe klären, kurz danach musste Hradecky beim Distanzschuss von Daniel Hanslik auch sein ganzes Können aufbieten.
Erst nach einer knappen Viertelstunde kam auch Leverkusen so langsam in die Show. Möglicherweise hatte das Bergamo-Debakel doch etwas von dieser Selbstversändlichkeit genommen, mit der Bayer durch die Bundesliga gestürmt war. Angeführt von Florian Wirtz wurde die Werkself dann aber gefährlicher. Erst verpasste Schick knapp ein Wirtz-Zuspiel, dann parierte FCK-Keeper Julian Krahl den Abschluss von Wirtz aus spitzem Winkel.
Der Druck des Meisters nahm zu, Lautern befreite sich nicht mehr ausreichend – und dann ließ es Xhaka krachen: Aus 23 Metern schlenzte er die Kugel in den linken Winkel, Krahl war chancenlos. In der Folge übernahm Leverkusen komplett die Vorherrschaft im Mittelfeld. Alex Grimaldo verpasste in der 26. Minute mit einem Heber über Krahl nur knapp das 2:0, weil Boris Tomiak den Ball noch von der Linie kratzte.
Erst nach einer guten halben Stunde setzten die Lauterer durch Redondos Distanzschuss auch mal wieder einen Offensivakzent, ehe sich die Leverkusener selbst in Bedrängnis brachten.
Kossonou ging schon in der 37. Minute erneut recht robust in einen Zweikamp. Funkel forderte an der Seitenlinie schon gestenreich die Ampelkarte. Die ließ Bastian Dankert allerdings völlig zu Recht stecken, doch fünf Minuten später ließ ihm der Abwehrspieler aus der Elfenbeinküste keine Wahl: Viel zu lange hielt Kossonou im Kampf um den Ball die Stollen auf den Knöchel von Tomiak – für dieses üble Einsteigen hätte es statt Gelb-Rot durchaus auch glatt Rot geben können.
Leverkusen musste jedenfalls zu zehnt weitermachen und hätte beinahe durch einen Flachschuss von Tobias Raschl, der nur Zentimeter am Pfosten vorbeistrich, noch vor dem Seitenwechsel den Ausgleich kassiert.
Zum Wiederanpfiff zogen beide Trainer Konsequenzen aus dem personellen Ungleichgewicht. Alonso ersetzte Schick und Hofmann durch Amin Adli und Josip Stanisic, stellte die Abwehr auf Viererkette um – Funkel erhöhte mit Ache für Hanslik den Druck nach vorn.
Auf beiden Seiten zeigten die Änderungen Wirkung. Leverkusen hatte in der 55. Minute durch einen Kopfball von Stanisic nach Grimaldos Ecke die Riesenchance zum 2:0. Kurz danach verfehlte auf der anderen Seite Ache mit einem 22-Meter-Schuss nur knapp das Bayer-Tor. In der 63. Minute konnte Hradecky den nächsten Ache-Kracher nur mit einer Super-Parade noch aus dem linken Eck fischen.
Am Ende durfte Leverkusen als sechste Klub im deutschen Fußball und zum ersten Mal in der eigenen Vereinsgeschichte das Double bejubeln.

32 Comments
War ein langweiliges Finale
Je älter ich werde umso mehr bin ich fasziniert von der Tatsache, dass so viele Menschen fasziniert sind von anderen Menschen, die sowenig wie möglich nachdenken, akustisch begleitet von Menschen die Selbstverständlichkeiten und selbst Gesehenes "erklären"..
Wäre ja auch blöd, wenn ich als Einziger gesehen hätte, dass er die Pille da locker durchgesteckt hätte.. 😅
Man kann wirklich stolz auf den jenigen sein, der diesen Wettbewerb 1935 eingeführt hat 😏
Pyro muss endlich verboten werden, die Fans übertreiben es komplett!
Jeden Fan konsequent durchsuchen, und Pyros und Bengalos sofort konfiszieren!
Dennoch hat Bayer nur das Double.
Atalanta hat Bayer das Triple aber beschert 😉
Einfach Hammer geil Tor 💪🏾
Freue mich so für Leverkusen und ihre Fans. Absolutes Märchen was Xabi Alonso da abliefert ❤🖤
Leverkusen ist ja auch die beste Mannschaft in der Deutschen Liga
Mhm das hat ja nicht lang gedauert bis die Pedo rate wieder bei 100% ist
Das schlechteste Finale seit Jahren – oder, deutlicher: ein Grottenkick.
Den hat Bayer zwar durch ein (zugegeben: wunderschönes) Glückstor gewonnen – an diesem Abend aber nur, weil der Gegner trotz allen Einsatzes qualitativ zu schwach war.
Gegen (mindestens) ein Dutzend anderer Vereine wären die "Unbesiegbaren" allerdings als Verlierer vom Platz gegangen .
Bürotechnik ist doch kein Verbrechen!
Respekt nach Kaiserslautern, im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr gut verkauft finde ich.
Leverkusen selbst mit 10 Mann eine Nummer zu groß, da sieht man doch den Klassenunterschied.
Warum kann man die erste gelbe nach 4 Minuten nicht zeigen, um die Diskussionen über die Berechtigung von gelb-rot einschätzen zu können?
Glücklicher Sieg ohne Höhepunkte. Im zweiten Abschnitt jEDE strittige Entscheidung zugunsten Leverkusen…Lautern ohne jede spielerischen Mittel auch nicht in Überzahl…Schlechtes Finale
Selbst als treuer Bayern-Fan bin ich froh über den Sieg von Bayer Leverkusen…gegen einen Verein,der sich seit Jahren hochverschuldet einen teuren Kader leistet,erst in der dritten Liga,jetzt weiterhin als Zweitliga-Verein…es ist kein Kommentar gegen die treuen FCK-Fans,sondern gegen die Führung des Vereins…schon der Zweitliga-Aufstieg war ohne externe Hilfe sowie das moralisch fragwürdige Insolvenz-Verfahren während der Pandemie niemals möglich gewesen
Was hatte Lautern im Finale verloren? Das war ja 90 Minuten gar nichts..
Weil es so viel hate gibt. Fand den lev Support mehr als ordentlich. Auf der anderen Seite natürlich ne top 5 Szene in Deutschland unglaublich was da gestern für ne Atmosphäre war
Leverkusen 💪💪💪💪
Leverkusen DFB-Pokal Pokal 🏆🥇💪💪💪💪 2024
Leverkusen nightcore
Zu den ohnehin anfangs nervigen Tonpopbleme der ARD Übertragung , quasseln Hitzlsperger und Gottlob in die sehr laute Stadionansprache beim Intro einfach rein . Hitzlsperger versteht man eh nicht und Gottlob steigert sich politisch korrekt in ein paar Pyros rein und senkt die Stimmung beim Zuschauer. Schlimm. Die Übertragungen der ARD werden immer schlechter, das Niveau sinkt . Gottlob war mal ein Weltklassereporter, davon ist er inzwischen weit entfernt. Schlimm.
Ich gönne den Pillen nicht den Sieg aber Lautern die Niederlage. Für mich und vielen Anderen der unsympathischsten Verein hinter RBL Deutschlands🤮
Sylvester war gut
Was für ein unwürdiger Reporter für so Finale
🖤♥️💪
Der Stadionsprecher macht immer noch durchsagen das abbrennen von Pyro zu unterlassen
Das sich der Moderator des ÖRR wieder einmal politische Kommentare nicht verkneifen konnte ist so typisch.
Bei der EM wird es noch schlimmer.
Das war mit Abstand das langweiligste Pokal Finale der Geschichte..
Einfach nur zum einschlafen
Selbstverständlich trotzdem Glückwunsch Leverkusen und Respekt Kaiserslautern
Langweiligstes DFB-Pokalfinale seit locker 15 Jahren..
Genervt hat, dass ein Spieler wie Jeremy Frimpong fünf Meter vor dem Tor noch mal und noch mal quer spielen will, statt den Ball einfach reinzuhauen, wie er es in der gesamten abgelaufenen Spielzeit oft getan hat. Schlimm war, dass in einer angeblich funktionierenden Demokratie der Schiedsrichter nicht den Schneid hat, das Spiel abzubrechen, nach den unzähligen, 90 Minuten schließlich andauernden Ermahnungen des Stadionsprechers, die wie an einer Gummiwand abgeprallt sind. Wer sich angeblich Fan schimpft, und wissentlich und willentlich die Gesundheit und das Leben von Spielern und anderen wirklichen Zuschauer-Fans gefährdet, ist für mich kein Fan oder "Anhänger", sondern ein Straftäter! Und gehört sofort hinter Schloß und Riegel, und zwar lange…. Aber: Wir sind ja in Deutschland, und da kannst du nicht, zwei Wochen vor der EM im eigenen Land, ein DFB-Pokal Endspiel abbrechen. Oh nein. Danke, lieber DFB, danke lieber Schiedsrichter, das war gestern die exzellente Einladungskarte für all die Hooligans, vor denen ihr euch schon jetzt in die Hosen macht, sie haben gestern gesehen, wie sie es machen müssen. Wie ist das eigentlich möglich, Wagenladungen voll von Pyrotechnik in ein öffentlich-rechtliches Stadion in Berlin zu bringen? Wie viele Ordner und Offizielle mussten bestochen werden? Was hat das gekostet? Da konnte man wieder sehen, das ein Stadion wohl ein rechtsfreier Raum ist und man dort immer noch machen kann, was man will. Und es scheinen sehr viele "Menschen" nötig zu haben, endlich machen zu können, was man wirklich will, nämlich Krawall machen und sich Fan schimpfen…. Um Himmels willen, wo sind wir hier bloß???
Schade, dass das spiel mit dem 1 zu 0 bereits entschieden war und Leverkusen anschließend nur gebunkert hat. Wenigstens hat lautern gut gespielt.
Vorab muss man sagen, das dieses Spiel besonders war. Leverkusen bestimmt durch ein frühes Tor taktisch klug das Spiel. Dennoch verdient die Leistung der Lauterer absoluten Respekt!!
Es ist aus meiner Sicht eine Schande die Lauterer bei der Siegerehrung als Verlierer zu bezeichnen. Die Lauterer sind "2.Sieger", das haben sie sich verdient.
Dieser Kommentator war schon während der Pyrowarnungen völlig überfordert. Leute die solche Aktionen im vollen Stadion starten sind die Verlierer! Geistige Schwarzfahrer!
Ich frage mich allerdings wie man eine gefühlte Sprinterladung überhaupt ins Stadion bekommt. Wer ist für diese Sicherheitsschlamperei eigentlich verantwortlich?
Ein besonderen Brüller finde ich auch die Übertragung der ARD. Dieser Redakteur hat glaube ich noch nie ein Fußballspiel begleitet. Wiederholungen wenn der Schiri schon weiterspielen lässt, falsche Auswahl der Perpektive wenn es spannend wird. Ein Kommentator der der auch nicht auf der Höhe ist.
Nachdem Spiel kann man zumindest sagen: Spiel gut, Schiri gut, der Rest war für die Tonne. Bald ist EM- bis dahin müssen die Verantwortlichen aber noch einiges lernen!