Die Heimpremiere von Wolfsburg-Trainer Ralph Hasenhüttl ist misslungen: Borussia Mönchengladbach dreht am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga trotz einer sehr defensiven Ausrichtung die Partie nach einem 0:1-Pausenrückstand noch zum 3:1-Sieg und stürzt die Wölfe damit in den Abstiegskampf.
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Die Gladbacher waren nach der Gegentorflut im bisherigen Saisonverlauf mit einer extrem vorsichtigen Aufstellung in die Partie gestartet. Doch schon beim ersten Sicherheits-Check fielen die “Fohlen” durch. Wolfsburgs Tiago Tomás hatte auf dem rechten Flügel erstaunlich viel Freiraum und bekam den Ball perfekt von Mattias Svanberg in den Lauf gespielt. Mit einem cleveren Rückpass an den Elfmeterpunkt fand Tomás den mitgelaufenen Baku, der Jonas Omlin keine Abwehrchance ließ.
Die Wolfsburger blieben danach optisch überlegen, verpassten aber, das zweite Tor nachzulegen. Durch einen Standard hätten die Gladbacher dann nach 20 Minuten beinahe ausgeglichen, doch Maximilian Wöber köpfte völlig freistehend am Pfosten vor.
Bis zur Pause entwickelte sich anschließend ein verteiltes Spiel, das aber weitgehend im Mittelfeld stattfand. Torchancen ergaben sich praktisch gar nicht mehr, stattdessen gingen beide Teams in den Zweikämpfen durchaus kernig zur Sache.
Trotz des Rückstands blieb Seoane zur Pause bei seiner Taktik – und wurde mit etwas Glück dafür belohnt. In der 53. Minute traute sich Itakura mal einen Distanzschuss zu, der aber nicht weiter für Aufsehen gesorgt hätte. Doch Wolfsburgs Verteidiger Moritz Jenz fälschte die Kugel beim Klärungsversuch so unglücklich mit dem Knie ab, dass Keeper Pavao Pervan auf dem falschen Fuß erwischt wurde – das 1:1 aus dem Nichts.
Wolfsburgs Trainer Ralph Hasenhüttl reagierte bei seiner Heimpremiere umgehend auf die neue Ausgangslage und brachte mit Lovro Majer und Amin Sarr zwei frische Kräfte für den Angriff. Doch das nächste Ausrufezeichen in der Offensive setzten wieder die Gäste – mit ihrer “French Connection”.
Pléa bediente auf der halblinken Seite Franck Honorat, der mit dem Ball am Fuß nach innen zog und perfekt für Ngoumou auflegte. Ngoumou war in dieser Szene von seiner linken auf die rechte Seite gewechselt schob die Kugel ziemlich unaufregt zum 2:1 am erneut chancenlosen Pervan vorbei (57.).
Diese etwas überraschende Führung verdienten sich die Borussen nachträglich. Aus der Defensive heraus wurde zunehmend sicher kombiniert, Wolfsburg fand im Spiel nach vorne kaum noch Räume. In der 74. Minute verpassten die Gäste nur knapp die Vorentscheidung: Der eingewechselte Robin Hack köpfte eine Hereingabe des mit ihm in die Partie gekommenen Rocco Reitz an die Latte.
Wolfsburg hätte anschließend beinahe durch ein Tor des Monats ausgeglichen, doch der spektakuläre Fallrückzieher von Joakim Mähle ging um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Stattdessen machte Reitz dann in der 88. Minute den Deckel drauf: Einen Rückpass von Tomas Cvancara an den Elfmeterpunkt vollendete der Gladbach-Shootingstar der Saison mit perfekter Schusstechnik zu seinem bereits sechsten Saisontor. In der Nachspielzeit hatten die Wölfe dann noch eine gute Kopfballchance, doch Omlin parierte stark gegen Kevin Behrens.
Startaufstellungen:
VfL Wolfsburg: Pervan – Maehle, Bornauw, Jenz, Gerhardt – Svanberg, Arnold, R. Baku, Wimmer, Tiago Tomas – Wind
Trainer: Ralph Hasenhüttl
Borussia Mönchengladbach: Omlin – Friedrich, Elvedi, Wöber – Weigl, Itakura, Lainer, Netz, Honorat, Ngoumou – Plea
Trainer: Gerardo Seoane
Schiedsrichter: Bastian Dankert
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Gladbach schickt Wolfsburg in den Abstiegskampf. Wo landen “die Wölfe” am Ende der Saison?