Dieser Sieg rettet Union Berlin das Weihnachtsfest: Dank Benedict Hollerbach und David Fofana gehen die “Eisernen” als 15. in die Winterpause. Beim 1. FC Köln steigt nach dem 0:2 (0:0) am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga die Abstiegsangst.

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Steffen Baumgart redete im Vorfeld der Partie nicht lange um den heißen Brei. “Beiden Mannschaften geht der Arsch auf Grundeis”, sagte der FC-Trainer vor dem Spiel gegen Union, wo er Vereinsmitglied ist. Jedoch war das Duell auch eine große Chance für beide Mannschaften. Denn: dem Gewinner war sicher, nach einer bisher schwachen Hinrunde immerhin auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern zu dürfen.

Angesichts der Ausgangslage war ein fußballerischer Leckerbissen eher nicht zu erwarten – und so kam es auch. Die Anfangsphase war geprägt von Zweikämpfen und fand fast ausschließlich zwischen den beiden Strafräumen statt, Torschüsse gab es keine. Beide Teams fokussierten sich auf ihre Defensive und warteten auf eine Möglichkeit, gefährlich werden zu können, ohne ein allzu großes Risiko eingehen zu müssen.

In den ersten 25 Minuten wies die Statistik je einen Torschuss bei beiden Teams auf, die Versuche waren aber weit davon entfernt, als Torchancen bezeichnet werden zu können. Der erste Hauch von Gefahr entstand dann nach einem Fernschuss von Kölns Eric Martel, der aus etwa 22 Meter knapp über das Tor schoss (27.). Und auch die erste etwas größere Chance hatte der FC, bei einem Schuss von Denis Huseinbasic musste mit Frederik Rönnow erstmals einer der beiden Torhüter eingreifen (37.).

Und der Union-Keeper war auch weiter gefragt. Wenig später musste Rönnow gleich zweimal parieren – erst wehrte er den Versuch von Rasmus Carstensen ab, dann war er auch beim Nachschuss von Jan Thielmann zur Stelle (43.). Eine Minute später war dann auch Marvin Schwäbe erstmals in Aktion, der sich Kevin Behrens kurz vor dem Tor erfolgreich in den Weg schmiss (44.). Es war der Schlusspunkt eines sehr zähen ersten Durchgangs.

In der zweiten Halbzeit wiederholte sich zunächst das Bild der ersten. Köln war durchaus bemüht, offensiv Akzente zu setzen, während Union spielerisch auf ganzer Linie enttäuschte. Und so waren die Gäste dem ersten Treffer weiter deutlich näher, Rönnow konnte aber auch einen Kopfball von Davie Selke entschärfen (51.).

Und dann reichte den Berlinern eine gute Aktion, um tatsächlich in Führung zu gehen. Kevin Volland fand im Strafraum Benedict Hollerbach, der zunächst Martel umkurvte und den Ball dann wuchtig im kurzen oberen Eck unterbrachte (55.).

Und plötzlich war Union trotz einer extrem dürftigen Leistung plötzlich ganz nah dran an einem elementar wichtigen Sieg. Denn am Vortag hatten die beiden beiden Letztplatzierten (Darmstadt 98 und Mainz 05) nur Unentschieden gespielt, drei Punkte würden Berlin also ein wenig Luft im Tabellenkeller verschaffen.

Und beinahe wären die noch näher gerückt. Kurz nach dem Führungstreffer setzte sich Hollerbach erneut im gegnerischen Strafraum durch und kam zum Abschluss, diesmal konnte Schwäbe seine Mannschaft jedoch vor dem zweiten Gegentreffer innerhalb von zwei Minuten bewahren (57.). Und auch in der 71. Minute musste Kölns Torhüter einschreiten, als Josip Juranovic aus zehn Metern zum Abschluss kam. Gegen Alex Kral packte Schwäbe sogar eine Großtat aus, die von Max Finkräfe veredelt wurde, der den Nachschuss von Volland vor der Linie abblocken konnte (72.).

Von Köln kam in dieser Phase nichts mehr und das Baumgart-Team konnte sich nur bei Schwäbe bedanken, dass die Partie zu Beginn der Schlussviertelstunde noch nicht entschieden war. Gegen David Fofana musste der 28-Jährige wiederholt einen weiteren Gegentreffer verhindern (76.). Doch konnten seine Vorderleute noch dafür sorgen, dass diese Taten mit einem Punktgewinn belohnt werden?Die Antwort kam relativ schnell. Denn kurz darauf konterte Union wieder, erneut legte Volland vor und diesmal vollendete Fofana erfolgreich – wie Hollerbach schoss er den Ball unters Tordach (78.). Das 2:0 und die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Startaufstellungen:
Union Berlin: Rönnow – Juranovic, Knoche, Diogo Leite, Roussillon – R. Khedira, Haberer, Schäfer, Volland, Hollerbach – K. Behrens
Trainer: Nenad Bjelica

1. FC Köln: Schwäbe – R. Carstensen, Hübers, Heintz, Finkgräfe – Martel, Huseinbasic, Thielmann, Uth, Maina – Selke
Trainer: Steffen Baumgart

Schiedsrichter: Deniz Aytekin

#bundesliga #sportschaubundesliga

9 Comments

  1. Selke und Uth strahlen soviel Torgefahr aus wie ein blinder Dackel ohne Beine.
    MIt denen kannst du auch direkt in die 3. Liga, wie kann man solche SPieler holen und dann erwarten die Bundesliga zu halten 😀

  2. "Wir sind eure Hauptstadt, ihr Bauern!" ruft ihr mal wieder und sogar gegen eine Millionenstadt?

    Ich würde in Berlin eine Umfrage über den Sinn dahinter starten, aber vermutlich kassiert das Bundesverfassungsgericht auch diese wieder ein … 🤪

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