Kai Havertz am Scheideweg: Vom größten deutschen Talent zum Reservisten im DFB & Verein? | Making of

Er zählt unbestritten zu den besten Fußballern Deutschlands.
Doch die Kritik an Kai Havertz wird immer lauter: Zu unkonstant, zu phlegmatisch.
Befindet sich Havertz im Herbst 2023 – an einem Karriere-Scheideweg?
Wir blicken mit seinem ersten Trainer auf Havertz‘ Werdegang von kleinauf und – besondere Trainingsmethoden. Lange schien Havertz‘ Weg in die absolute Weltspitze vorgezeichnet. Doch seit längerem hat man das Gefühl – seine Entwicklung – stockt. Vermeintlich ist das Stichwort – denn aktuell heißt die Kritik auch: Kai Havertz – besitzt gar kein Weltklasseformat. Auf der Spurensuche nach Havertz‘ Form stellen wir die Frage: Bekommt er im Verein und in der Nationalmannschaft überhaupt die Rolle, die er bräuchte? Und: Befindet er sich möglicherweise sogar in der falschen Liga? Und was wird aus dem Nationalspieler Havertz? Zuletzt brachte er die deutschen Fans mit dieser Aussage – gegen sich auf:
Findet Kai Havertz noch vor der EM 2024 zu seiner Topform und wird für die deutschen Fans ein Hoffnungsträger für die Europameisterschaft im eigenen Land?
Kai Havertz wird 1999 in Aachen geboren. Seine ersten fußballerischen Schritte geht er bei der Alemannia – allerdings nicht bei der aus Aachen, sondern der aus Mariadorf in der nordrheinwestfälischen Kleinstadt Alsdorf. Und schon als Bambini sticht Havertz heraus. Dirk Morfeld ist Havertz‘ erster Trainer im Alter von gerade mal vier Jahren und kann schon damals kaum glauben, wie gut der kleine Kai ist.
Alemannia Mariadorf – eine Herzens- und Familienangelegenheit – denn Havertz‘ Opa Richard ist selbst im Verein tätig und fördert seinen Enkel auf – sagen wir mal – unkonventionelle Art und Weise.
Eine essenzielle Rolle in Havertz‘ Fußballerleben spielt ausgerechnet der Rivale von Havertz‘ späterem Klub Bayer Leverkusen – nämlich der 1. FC Köln. Denn ausschlaggebend dafür, dass Havertz schon früh aufs Radar großer Vereine gerät, ist eine Effzeh-Einladung zum Geißbock-Cup für die E-Jugend von Mariadorf. Und dieser Weg führt Havertz im Jahr 2009 im Alter von 10 Jahren zunächst in die Jugend von Alemannia Aachen, doch die muss ihn nur ein Jahr später wieder abgeben. Denn schon dann klopft – die Werkself an. Leverkusen – die wichtigste Station für Havertz‘ – denn über den Nachwuchs von Bayer schafft Kai den Sprung zum Bundesligaspieler. Er etabliert sich schnell als Stammspieler und in der Saison 2018/19 gelingt ihm der endgültige Durchbruch: 17 Tore und vier Vorlagen in der Bundesliga als 19-Jähriger – Havertz wird zum Objekt der Begierde für Europas Elite. Es ist folgerichtig, dass er schon am Anfang seiner Breakthrough-Season unter dem damaligen Bundestrainer Joachim Löw sein Debüt als Nationalspieler feiert. Havertz macht nach einer weiteren starken Saison im Jahr 2020 den Schritt in die stärkste Liga der Welt – zum FC Chelsea. Und – es soll nicht mal ein Jahr dauern – bis er sich zur Vereinslegende macht. Havertz erzielt im Champions-League-Finale 2021 das entscheidende 1:0 gegen Manchester City – und ist auf dem absoluten Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. Doch das so ein entscheidendes Final-Tor auch eine Bürde sein kann, wissen wir spätestens seit Mario Götze. Trotz seines historischen Treffers findet Havertz bei Chelsea nie über einen langen Zeitraum zu seiner Topform.
Im Sommer 2023 zieht es Havertz also ein paar Londoner Stadtteile weiter – zum FC Arsenal. Und hat dort aktuell leichte Startschwierigkeiten.
Klar – der Junge ist mit 24 Jahren immer noch jung – und trotzdem besitzt er eigentlich genug Erfahrung, um mit seinen Fähigkeiten konstant auf Weltklasse-Niveau spielen zu können. Havertz steht an einem Karriere-Scheidepunkt. Bringt er auch in den nächsten zwei Spielzeiten keine Konstanz in seine Leistungen – könnte er den Sprung zum dauerhaft unverzichtbaren Stammspieler in Verein und Nationalmannschaft verpassen. Doch momentan hagelt es harte Kritik, in der es sogar heißt: „Havertz besitzt gar nicht wirklich die potenzielle Weltklasse, die ihm viele eigentlich zutrauen“. Sein Trainer bei Arsenal – Mikel Arteta zeigt sich aber absolut überzeugt von Havertz. Es muss sich zeigen, ob die Premier League die richtige Liga für ihn ist. Und auch – welche Rolle er in der Nationalmannschaft einnimmt.
Und dann – kann er den Qualitätsunterschied machen – und Deutschland zu einer erfolgreichen Heim-EM 2024 verhelfen.

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14 Comments

  1. Jeder gute Spieler hatte ein Formtief! Scheinbar befindet sich auch Havertz in einem Tief. Die nächsten zwei Jahre und da gebe ich dem Reporter Recht, werden definitiv über seine Karriere als Fußballer entscheiden. Aber jetzt Kaffeesatzleserei zu betreiben sehe ich als ziemlich sinnfrei an!

  2. Es ist so ein guter Junge. Und so ein krasser Spieler. Er hat sich aus seiner comfortzone raus gewagt und diesmal war es leider ein fehler.
    Meine These ist, dass er bei Leverkusen sehr glücklich geworden wäre. Er wäre jetzt eine Legende und neben wirtz wahrscheinlich ein krankes Duo. So wirds jetzt potentiell eher berg ab gehen.

    Gönne ihm aber das beste. Sein Trikot hängt noch in meinem schrank

  3. Havertz muss auch physisch zulegen und sagt mir nichts anderes es ist schon wichtig eine gute Physis zu haben um Verletzungen auch vorzubeugen und in Aktionen schneller zu sein. Messi ist zwar klein aber trotzdem eine physische Maschine

  4. Eure Erwartungen sind wuch immer so krass in den medien. Nur ihr sportmedien pushen so junge Spieler das viele daran zerbrechen. Dieser nediale psychischer Terror würde mich als Profi komplett zerstören. Leider wurde für havertz beim Wechsel nach Chelsea viel zu giel geld bezahlt.. und Chelsea den völlig falschen Verein. Havertz ist ein 10er der die letzte Linie freispielt aber kein Stürmer. Eigentlich darf man die letzten jahre garnicht in die Wertung mit rein nehmen. Er wurde ständig als Stürmer eingesetzt was er garnicht kann oder gelernt hat wll die hwhrem man zerstört einfach eines der größten deutschen Talent der letzten 10jahre. Traurig. Ich würde ihm empfehlen so schnell wie irgendwie möglich den Weg zurück in die Bundesliga zu finden. Da fallen mir Leverkusen ein Dortmund oder Bayern

  5. Aus der Doku von havertz konnte man sehen das er ein absoluter Familien und Tiermensch ist. Und ein sehr nachdenklicher Mensch. Bei diesen Ablösesummen die für ihn bezahlt wurden,und das kalte Klima Plus ständig auf der falschen Position spielen zu müssen sind alles Punkte die mit rein zählen das seine Leistungen überhaupt nicht zufriedenstellend sind. Und wenn die Medien dann noch twg für tsg schlechtes schreiben…. Ich kann ihn verstehen,dieser Psychischer druck st nicht für jeden was. Hat er sich bestimmt leichter vorgestellt. Ich rate ihn wieder nwch Deutschland zu kommen wo er einfach wieder Fußball spielen kann und zwar auf der 10er Position. Vielleicht als winter leihe..plus Kaufoption.

  6. Denke die englischen Medien helfen da auch nicht – die bashen gerne auf deutschen Spielern rum… Allerdings hat der Tapetenwechsel bei Werner auch nix gebracht

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