Ghana hat sich mit einem spektakulärem 3:2 gegen Südkorea die ersten Punkte in der WM-Vorrunde gesichert.

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Nach dem 2:3 gegen Portugal stand Ghana in der Gruppe H unter Druck, hielt am Montag (28.11.2022) im Education City Stadium von Al-Rayyan aber auf bemerkenswerte Weise Stand. Während die Südkoreaner ein verrücktes Spiel über weite Strecken bestimmten, nutzten die Afrikaner eiskalt ihre wenigen Torchancen.

Addo, im Hauptberuf Nachwuchstrainer bei Borussia Dortmund, hat mit seinem Geburtsland vor dem abschließenden Spiel gegen Uruguay am Freitag (2.12.2022 / 16 Uhr) gute Karten für den dritten Vorstoß in die K.o.-Runde einer WM. Südkorea, vor vier Jahren noch Stolperstein für die deutsche Mannschaft, hat aus dem 0:0 gegen Uruguay nur einen Punkt und muss gegen Portugal ums Weiterkommen bangen.

Beide Trainer nahmen je drei Änderungen in ihrer Startelf vor. Südkoreas Trainer Paulo Bento schenkte auch dem Freiburger Offensivspieler Woo-Yeong Jeong das Vertrauen. Für den Mainzer Jae-Sung Lee blieb nur der Bankplatz. Da der angeschlagene Abwehrchef Min-Jae Kim rechtzeitig grünes Licht gab, war die Kim-Kette im Defensivverbund der Südkoreaner wieder komplett. Ghanas Addo richtete sein Team etwas offensiver aus als gegen Portugal, als sich die “Black Stars” erst in der Nachspielzeit gegen die drohende Niederlage gestemmt hatten.

Zunächst hatte aber die auf eine Viererkette umgestellt Abwehr der Ghanaer Schwerstarbeit zu verrichten. Südkorea begann stark, inszenierte über Tottenham-Star Son druckvolle Angriffe über die Flügel und holte in der Anfangsphase eine Vielzahl von Eckbällen heraus. Doch während die Ghanaer den Gegner im Mittelfeld häufig lange gewähren ließen, behielten sie im Strafraum die Lufthoheit.

5:0 Torabschlüsse schlugen für Südkorea in den ersten 20 Minuten zu Buche. Doch in Führung ging Ghana wie aus dem Nichts dank einer Standardsituation. Jordan Ayew trat einen Freistoß von der linken Seite in den Fünfmeterraum, den die Südkoreaner nicht klären konnten. Mohamed Salisu staubte zum 1:0 ab (24.). Der Treffer wurde vom VAR-Team noch auf ein mögliches Handspiel von André Ayew gecheckt, der englische Schiedsrichter Anthony Taylor erkannte den Treffer jedoch an.

Zehn Minuten später wurde der Spielverlauf mit dem 2:0 vollends auf den Kopf gestellt. Ausgangspunkt war wieder Jordan Ayew, der diesmal eine Flanke aus dem linken Halbfeld servierte. Die Südkoreaner gestatteten ihm sogar, sich den Ball noch auf seinen starken rechten Fuß zu legen. Mohammed Kudus stand zentral vor dem Tor sträflich frei. Der Offensivspieler von Ajax Amsterdam ließ die perfekte Hereingabe über den Scheitel ins Eck rutschen (34.). Zwei Bälle brachte Ghana bis dahin aufs gegnerische Tor, zweimal schlug es ein. Begleitet von Kopfschütteln, trabten die Südkoreaner in die Kabinen.

Das Mittel, das sie für ihre Aufholjagd nach Wiederanpfiff wählten, überraschte – vor allem die Hintermannschaft der Ghanaer. Gue-Song Cho, mit 1,88 Meter einer der größten Südkoreaner, wurde plötzlich zum “Kopfball-Ungeheuer”. Seinen ersten Versuch wehrte Ghanas Torhüter Lawrence Ata Zigi noch mit einer Flugeinlage ab (53.). Doch bei den beiden folgenden Angriffen der Südkoreaner nach dem Schema Flanke von links, Kopfball war er machtlos. Der sprunggewaltige Cho schraubte sich jeweils höher als seine Bewacher glich binnen drei Minuten zum 2:2 aus.

Im Bestreben, noch ein drittes Tor draufzusetzen, vernachlässigten die Südkoraner nun aber ihre Abwehrarbeit. Kurze Zeit nach ihrem spektakulären Doppelpack ließen sie bei einem Angriff über ihre rechte Abwehrseite gleich zwei Ghanaer frei im Strafraum stehen. Iñaki Williams säbelte über den Ball, doch der rechts lauernde Kudus nahm Maß und vollstreckte mit links zum 3:2 ins lange Eck (68.).

Das Spektakel war damit noch nicht vorüber. Südkorea drückte auf den erneuten Ausgleich. Doch Torhüter Zigi zeigte mit einer weiteren Parade bei einem gefährlichen Freistoß von Kang-In Lee, warum sich Addo bei der WM für den Keeper vom FC St. Gallen entschieden hatte (75.). Eine Minute später räumte Salisu einen Schuss von Jin-Su Kim für seinen geschlagenen Keeper von der Torlinie. Auch in der 84. Minute behielt Jin-Su Kim nicht die Nerven. Am Ende überstand Ghana das Powerplay der Südkoreaner und brachte das wertvolle Ergebnis mit Leidenschaft und Glück über die Zeit. Südkoreas Trainer Bento bekam nach Abpfiff noch die Rote Karte.

Startaufstellungen:  
Südkorea: S.-G. Kim – M.-H. Kim, M.-J. Kim, Y.-G. Kim, J.-S. Kim – I.-B. Hwang, Jung, C.-H. Kwon, Jeong, Son – G.-S. Cho

Trainer: Paulo Bento

Ghana: Ati Zigi – Lamptey, Amartey, Salisu, Mensah – Thomas, Abdul Samed, Kudus, A. Ayew, J. Ayew – I. Williams

Trainer: Otto Addo

Schiedsrichter: Anthony Taylor (England)
#WM2022 #Katar #Qatar

16 Comments

  1. Der Schiedsrichter hat die falschen Entscheidungen getroffen! Aber das Spiel ist schon vorbei… Dann hat Korea noch eine letzte Chance. Diese Gelegenheit zu nutzen, wird nicht einfach sein…😢

  2. Mir haben die Fans aus Katar gefallen Die Kataris Pranger die
    Doppelmoral von Deutschland an mit Mesut Özil Fotos😅😅 liebe Qataris ihr müsst uns gar nicht verspotten, das haben wir auch sehr gut alleine geschafft😅😂

  3. Rote Karte für den Trainer!!! Die Schiris sollten sich mal mit den Emotionen und den Gefühlen der Trainer beschäftigen! Ich scheide doch nciht aus, oder habe eine Entscheidung gegen mein Team und knie nieder! HAHAHA, ein Witz……………………..

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