Mitfavorit Belgien muss bei der WM 2022 in Katar um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Die Europäer verloren gegen Marokko überraschend mit 0:2 und stehen im abschließenden Gruppenspiel gegen Vize-Weltmeister Kroatien unter Druck.

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Der Deutsch-Marokkaner Abdelhamid Sabiri (73.) und Zakaria Aboukhlal (90.+2) sorgten am Sonntag (27.11.2022) für den Erfolg der Afrikaner, die bereits Kroatien ein 0:0 abgerungen hatten und mit vier Punkten nun alle Trümpfe in der Hand haben, in die Runde der letzten 16 einzuziehen. Belgien, das zum Auftakt Kanada glücklich mit 1:0 geschlagen hatte, darf gegen die Kroaten nicht verlieren.

Marokkos Coach Walid Regragui musste Sekunden vor der ursprünglichen Anstoßzeit noch einen Torwart-Wechsel vornehmen, nachdem ihm Stammkeeper Yassine Bounou signalisiert hatte, nicht einsatzbereit zu sein. Für den Schlussmann vom FC Sevilla, der sogar noch die Nationalhymne im Kreise der ersten Elf mitgesungen hatte, rückte Munir Mohand Mohamedi El Kajoui, kurz: Munir, zwischen die Pfosten.

Und der 33-Jährige vom Saudi-Club Al-Wehda FC musste bereits nach fünf Minuten Kopf und Kragen riskieren, als die Belgier Michy Batshuayi in ausgezeichnete Abschlussposition brachten. Den Schuss des früheren Dortmunders konnte Marokkos Torhüter zur Ecke abwehren.

Die Europäer, die bei nahezu jedem Ballkontakt von den vielen marokkanischen Fans ausgepfiffen wurden, blieben nach der Großchance tonangebend. Fünf Ecken nach 16 Minuten zeugten von ihrer Dominanz. Dass keiner dieser noch der weiteren ruhenden Bälle zu einer Torgelegenheit führte, dürfte Coach Roberto Martínez zu denken geben. Denn in Kevin de Bruyne schlug immerhin ein Weltklasse-Mann die Standards in den Strafraum. Und dass gar nicht einmal so schlecht.

Die Laufwege seiner Teamkameraden sowie deren Kopfballspiel waren allerdings nicht auf internationalem Top-Niveau.

Auch aus dem Spiel heraus fehlten der Martínez-Elf die zündenden Ideen. Der Auftritt von Belgiens “goldener Generation” war ähnlich langatmig und langweilig wie bereits im ersten Abschnitt des ersten Gruppenspiels gegen Kanada. Auch Marokko setzte nur ganz wenige Offensivakzente in den ersten 45 Minuten. Unmittelbar vor der Pause rissen die “Löwen vom Atlas” aber freudetrunken die Arme in die Höhe. Hakim Ziyech hatte einen Freistoß aus dem Halbfeld aufs kurze Eck gezogen und damit Keeper Thibaut Courtois überrascht (45.+2).

Die Freude über die vermeintliche Führung währte jedoch nur kurz. Denn Schiedsrichter Cesar Ramos (Mexico) verweigerte dem Tor nach Ansicht der Bewegtbilder die Anerkennung, weil Marokkos Kapitän Romain Saïss beim Freistoß von Ziyech ganz knapp im Abseits stand und Courtois die Sicht versperrte.

Belgien war also gewarnt. Und die bis dahin wenig furchteinflößenden “Roten Teufel” erhöhten nach dem Seitenwechsel die Schlagzahl. Passtempo und Passschärfe nahmen nun zu. Munir stand in Marokkos Gehäuse zwar immer noch nicht unter Dauerbeschuss, musste sich bei Abschlüssen von Eden Hazard (52.) und Dries Mertens (65.) aber ordentlich strecken.

Auf der Gegenseite verfehlte eine Schuss von Sofiane Boufal nur um Haaresbreite das Ziel (57.). Im Großen und Ganzen hatte Belgien das Geschehen jedoch im Griff. Dann jedoch schritt in der 73. Minute der kurz zuvor eingewechselte Sabiri zur Tat. Der einst unter anderem für den 1. FC Nürnberg und SC Paderborn spielende Offensivmann zog einen Freistoß von der linken Seite aufs kurze Eck und überraschte Torsteher Courtois mit dieser Variante ein zweites Mal an diesem Tag.

Erneut wurde dem Schlussmann von Saïss die Sicht versperrt, diesmal stand Marokkos Kapitän jedoch nicht im Abseits – das Tor zählte.

Belgien-Coach Martínez reagierte und wechselte bald darauf seinen Stürmerstar Romelu Lukaku ein (81.), der wegen einer hartnäckigen Verletzung des Beinbeugermuskels in den vergangenen Monaten kaum hatte auflaufen können. Nahezu ohne Spielpraxis und vor allem ohne brauchbare Anspiele konnte aber auch der 29-Jährige bei seinem Katar-Debüt nicht mehr für die Wende sorgen.

Vorne harmlos, hinten anfällig: Aboukhlal profitierte in der Nachspielzeit von schwacher belgischer Abwehrarbeit und erzielte nach Vorarbeit von Ziyech das 2:0.

Startaufstellungen:  

Belgien: Courtois – Meunier, Alderweireld, Vertonghen, Castagne – A. Onana, Witsel, De Bruyne, E. Hazard, T. Hazard – Batshuayi

Trainer: Roberto Martinez

Marokko: Munir – Hakimi, Aguerd, Saiss, Mazraoui – Amrabat, Amallah, Ounahi, Ziyech, Boufal – En-Nesyri

Trainer: Walid Regragui

Schiedsrichter: Cesar Arturo Ramos Palazelos

#WM2022 #Katar #Qatar

36 Comments

  1. Die wirklichen Belgien – Marokko Highlights hat man gestern am Sonntag in Brüssel und anderen belgischen Städten sehen können. Da zeigten Marokkaner wieder mal ihre Dankbarkeit für die Aufnahme, Versorgung und Unterstützung, die sie in Belgien bekommen.

  2. Glückwunsch Marokko. Herausragend gespielt. Die Fans sind der Wahnsinn, da können sich andere eine Scheibe abschneiden.

    Super kommentiert by the way so macht es Spaß. Besser als die emotionslosen sonstigen 🤖

  3. Gute aktuelle Zusammenfassungen, besonders wenn man in stark differierenden Zeitzonen lebt. Die Sprecher sind manchmal schwer zu ertragen; Geschrei wie auf einem Jahrmarkt. Zudem, muss bei jeder Ballannahme der Lebenslauf des Spielers heruntergebetet werden?

  4. Ich habs zwar schon unter ein anderes Video geschrieben, aber man kann es nicht oft genug hören. Ich hasse diese Scheiß Technik. Früher war jeder Treffer auch ein Treffer und heute ist nur jeder dritte Treffer auch wirklich ein Treffer. Das mit der Sichtbehinderung ist das dümmste was ich jeh gehört habe

  5. alles klar, da Wichs ich ab jetzt auch mit Vollspann den Gegner um und brech ihm das Schienbein, HAUPTSACHE ic hab den Ball angehaucht….
    alles legalauch dieses Scheiße gelaber von wegen "Torwart behindert"
    schnallt dem kack Torwart ne GoPRO um, dann seht ihr WIRKLICH was abgeht. der ball kommt so hoch rein, und Curtois reagiert im Prinzip sofort darauf, wie soll er den NICHT GESEHEN HABEN?

    faule drecks ausreden
    Wie wärs denn auch einfach wenn wir die Spieler mit so 10-20 Chips/Implantaten versehen, und den Ball auch. Je nachdem welche Chip (Spieler) ihn zuletzt berührt hat, ändert sich die Farbe des Balls…
    Dann schneidet ihr den Spieler am besten gleich noch die Arme ab und mästet sie alle aufs exakt gleiche Körpergewicht

    MANN MANN MANN JUNGE IS DAS EIN DRECKS MUSCHI SPORT GEWORDEN
    das hälste ja im Kopp nich aus, da guck ich 100-mal lieber Frauenfußball, da sind auf jeden Fall die DICKEREN EIER(stöcke) aufem Platz. Glaub männliche Profifussballer haben mittlerweile gar keine mehr. Kennt man ja. Was man Jahre lang nicht nutzt, das wird wegevolutioniert

  6. Ja der Schiedsrichter hier hat ein frei stoß gegeben für ziyach aber gegen Frankreich hat der schitschrichter kein 11 metter gegeben für die marokkaner sonst eine gelbe Karte.

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