Ein Nordderby, in dem alles drin war: Werder Bremen hat sich in einer spektakulären Partie mit viel Spannung, Traumtoren und Platzverweisen mit 3:1 (1:1) gegen den Hamburger SV durchgesetzt. Die Bremer bejubelten “Big Points” im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga – und zogen den Konkurrenten aus dem Norden mit in den Keller.

Bremens Top-Torjäger Jens Stage krönte sich mit seinen sehenswerten Saisontreffern acht und neun per Doppelpack zum Derby-Helden (37. und 57. Spielminute). Robert Glatzel traf für den HSV – ebenfalls per Traumtor – zum zwischenzeitlichen Ausgleich (41.).

Zu mehr reichte es für die Gäste aber nicht. In der extrem hitzigen Schlussphase sah Hamburgs Joker Philip Otele die Rote Karte (79.) Cameron Puertas setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zugunsten der Bremer (90.+2).
_________________________________________________________________________________
Bundesliga, DFB-Pokal, Länderspiele: Hier liefern wir euch die Highlights – und zwar komplett ohne Werbung.
Abonniert diesen Kanal: https://www.youtube.com/@SportschauFussball?%20sub_confirmation=1

Sport-Dokus, Radsport, Wintersport und mehr: https://www.youtube.com/@sportschau?%20sub_confirmation=1
Sportschau bei Instagram: https://www.instagram.com/sportschau/
Sportschau bei Tiktok: https://www.tiktok.com/@sportschau?lang=de-DE
Sportschau bei Whatsapp: https://whatsapp.com/channel/0029Va9i3DXKwqSNjGhkUo46
Sport-News bei: https://www.sportschau.de/

Vor der Partie hatten beide Fanlager für einen besonderen Rahmen gesorgt: Sowohl die Bremer als auch die HSV-Mitreisenden stimmten ihre Mannschaften mit aufwändigen Choreografien ein. Die Spannung war zu spüren – auch auf dem Platz. Denn in der Anfangsphase war klar zu erkennen, worum es den Trainern ging: Der Fokus lag auf guter Organisation und einer stabilen Defensive.

So war die erste Hälfte lange von intensiven Zweikämpfen geprägt, Torchancen waren die Seltenheit. Während Bremen etwas mehr in die Offensivarbeit investierte, stand der HSV tief und setzte häufig auf lange Bälle in Richtung Glatzel. Der Mittelstürmer durfte erst zum fünften Mal in dieser Saison von Beginn an ran, bereitete den Bremer Innenverteidigern mit seiner Körperlichkeit von Beginn an Probleme.

Etwas aus dem Nichts gingen dennoch die Gastgeber in Führung. Miro Muheim klärte eine Flanke von der linken Bremer Seite unzureichend, sodass der SVW über rechts nachsetzen durfte. Yukinari Sugawara trat energisch an und flankte mustergültig vor das Hamburger Tor, wo Stage in seiner typischen Art aus dem Rückraum anlief und Daniel Heuer Fernandes im Hamburger Tor mit seinem wuchtigen Kopfball keine Abwehrchance ließ.

Das Spiel bekam durch die Bremer Führung völlig andere Voraussetzungen, weil es plötzlich die Hamburger waren, bei denen der Druck lag. Lange hielt dieser Zustand aber nicht an, weil Glatzel im Alleingang für den Ausgleich sorgte.

Glatzel bot sich dadurch rechts im Strafraum viel Platz, den der 32-Jährige für einen überragenden Vollspann-Abschluss in den linken Torwinkel nutzte. Kurz nach dem Ausgleichstreffer lieferten sich Ransford Königsdörffer und Olivier Deman ein Tête-à-tête, das in Verwarnungen für beide Akteure resultierte. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.

Wie schon im ersten Durchgang tasteten sich beide Teams nach Wiederanpfiff zunächst ab. Wieder waren es aber die Bremer, die etwas aktiver auftraten – und sich dafür schnell belohnten. Nach einem grenzwertigen Einsatz von Jovan Milosevic kam Stage 20 Meter vor dem Tor an den Ball und zog mit dem dem zweiten Kontakt ab.

Der Distanzschuss des Dänen schlug sehenswert im rechten Winkel ein, es war bereits das dritte schöne Tor im jetzt immer packenderen Nordderby. Milosevics Einsteigen wurde im Anschluss vom VAR überprüft, zum Hamburger Missfallen hatte das Tor aber Bestand. Es war vertretbar, die Szene nicht abzupfeifen.

Otele hart gegen Cameron Puertas zu Werke ging und seinem Gegenspieler aufs Schienbein trat. Der VAR schaltete sich ein, nach Ansicht der Bilder schickte Exner den HSV-Joker mit glatt Rot vom Feld.

Die Aufgabe wurde für die Hamburger nun noch schwerer: Bremen konnte in Überzahl auf Konter setzen und hatte wenig Probleme, gegen dezimierte Hamburger das eigene Tor zu verteidigen. Nach einem Ballverlust des HSV in der eigenen Hälfte erhöhte Puertas in der Nachspielzeit auf 3:1, die Entscheidung zugunsten der Bremer.

Startaufstellungen:
SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Deman – Lynen, Stage, Puertas, Schmid, Njinmah – Milosevic
Trainer: Daniel Thioune

Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo, Torunarigha, Omari – Mikelbrencis, Remberg, Gronbaek, Muheim, Fabio Vieira – Glatzel, Königsdörffer
Trainer: Merlin Polzin

Schiedsrichter: Florian Exner

#bundesliga #sportschaubundesliga #sportschaufußball

25 Comments

  1. Ich reg mich ja selten über Kommentatoren auf, aber wer bei Bittencourt irgendwie ein grobes Foulspiel sieht oder beim Jatta Foulspiel denkt, dass es die rote Karte aufgrund einer Notbremse und nicht der Härte des Fouls gab (war aber natürlich keine rote), der hat echt gefühlt nichtmal geguckt was er da kommentiert.

  2. Wird eigentlich von irgendeiner Seite überprüft, was der Kommentator da erzählt, bevor solche Zusammenfassungen veröffentlicht werden?

    Bei 6:42 spricht er von einem rüden Foulspiel von Leo Bittencourt: Dann sieht man die Szene und fragt sich, wo ist dieses rüde Foulspiel? Dann sagt der Kommentator, dass er ihn auf den Fuß gestiegen ist (Wo???) und mit Gelb sehr gut bedient ist? Was musste ich mir da anhören? Selbst wenn er ihn auf den Fuß treten würde, was er nicht gemacht hat, in welcher Welt sollte das dann Rot sein?

    Muheim sagt Bittencourt ja selber etwas in die Richtung, dass er einfach mehr als unglücklich aufgekommen ist.

    Und sowas manipuliert dann auch absolut die Zuschauer.

  3. Wie kann es sein, dass Otele nach diesem "Foul" für ein Spiel gesperrt wird? Das muss sich dich jemand angucken und sehen, dass das ne Fehlentscheidung war und den Spieler frei sprechen?

  4. Ich möchte mich offiziell beim VAR entschuldigen, dass er heute so oft von Fussball unterbrochen wurde. Ist dieser VAR-Kram lächerlich inzwischen…