Nach zwei Siegen in Folge wollte Werder Bremen am Sonntagnachmittag gegen Mainz 05 nachlegen. Daraus wurde aber nichts. Auch, weil eine Taube ins Spielgeschehen eingriff. Die 05er gewann in Bremen am 26. Spieltag mit 2:0 (1:0).
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Die Treffer für Mainz erzielten Paul Nebel (6.) und Jae-sung Lee (52.). Kurios: Vor dem Tor zum 1:0 war Werder-Abwehrspieler Marco Grüll kurzzeitig von einer auf dem Rasen gelandeten Taube abgelenkt und vergaß so, Tor-Vorbereiter Phillipp Mwene entscheidend zu behindern. Anschließend präsentierte sich Mainz griffiger und kämpferisch stärker als der Gegner und verdiente sich so den Dreier. Mit dem Sieg kletterte Mainz mit jetzt 27 Punkten auf Platz 13 der Tabelle. Werder bleibt bei 25 Zählern, hat damit weiter einen Punkt Vorsprung vor dem Relegationsplatz.
Wie schnell sich die Dinge ändern können: Vor Wochen noch steckten beide Teams tabellarisch und stimmungsmäßig im tiefen Keller der Tabelle, das hat sich mittlerweile erheblich verbessert. Mainz hat sich unter Coach Urs Fischer kontinuierlich aus dem Keller gearbeitet, Werder schaffte unter Daniel Thioune den Turnaround in den letzten beiden Partien. Da gelangen zwei Siege und mit sechs erzielten Toren hat man auch die wochenlange Ladehemmung offensichtlich überwunden.
Beide gingen die Sache entsprechend mutig und mit viel Selbstvertrauen an, bei Werder währte die Euphorie allerdings nicht allzulange. Nach einem schlimmen Stellungsfehler auf der rechten Abwehrseite Werders eröffnete sich Mainz dort plötzlich viel Raum. Phillipp Mwene setzte sich dort leicht bis zur Grundlinie durch, seine Flanke landete exakt auf dem Kopf von Nebel, der die Kugel aus kurzer Distanz zum 0:1 über die Linie drückte.
Kurios: Marco Grüll, der eigentlich Mwene hätte attackieren müssen, war einen Moment abgelenkt von einer Taube, die auf dem Rasen des Weserstadions gelandet war. Während Grüll sich also noch gedanklich mit dem Federvieh beschäftigte, ging Mwene auf und davon.
Ein Rückschlag für Werder, den das Team aber ganz offenbar ganz gut wegstecken konnte. Minuten später jedenfalls hätte es um ein Haar 1:1 gestanden, als der 17 Meter vor dem Tor freigespielte Leonardo Bittencourt mit seinem Abschluss nur hauchdünn scheiterte. Mainz-Keeper Daniel Batz lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen so gerade noch an die Querlatte.
Die Hausherren blieben dran. Flexibel und mit schnellen Kombinationen ging es über beide Flügel nach vorn, Mainz hatte große Probleme, die flinken Kombinationen zu verteidigen. Nach 19 Minuten setzte sich Cameron Puertas gut links durch, die Grätsche von Stefan Posch an der Grenze zum 16er war grenzwertig, hätte auch leicht zum Elfmeter führen können.
Zwei Minuten später war Romano Schmid halbrechts 13 Meter vor dem Tor frei – sein Abschluss wurde gerade noch so geblockt. Mainz überstand diese Phase größter Gefahr und bekam die Bremer Angriffslust langsam wieder unter Kontrolle. Mit beherzter Zweikampfführung, die im Rahmen des Erlaubten blieb, nahm 05 den Gastgebern sichtlich die Energie.
Drei Minuten nach Wiederanpfiff hätte Grüll seinen “Tauben-Fehler” vom Spielbeginn um ein Haar wieder gut gemacht. Nach einer sehenswerten Kombination mit Schmid und Bittencourt war er links am 16er frei, schlenzte die Kugel aber um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.
Werder war gleich wieder auf Temperatur, Mainz aber auch. In der 51. Minute hatte Phillip Tietz das 0:2 auf dem Kopf, als er nach toller Flanke von Sheraldo Becker im Zentrum frei abschließen konnte, das Tor aber nicht traf. Sechzig Sekunden später jubelte Mainz dann aber doch. Wieder war Becker Ausgangspunkt, seine Hereingabe von rechts drückte Lee unter Bedrängnis irgendwie zum 0:2 über die Linie.
Die Mainzer hatten Werder den Stecker gezogen. Auf den Tribünen wurde es beängstigend still, die Verfassung der Akteure auf dem Rasen war an der Körpersprache ablesbar. Während die grün-weißen Bremer eher pflichtschuldig wenig überzeugende Angriffe vorzutragen versuchten, verteidigten die rot-weiß gedressten Mainzer ihren Kasten mit größter Leidenschaft. Und so blieb es beim letztlich klar verdienten Auswärtssieg der Mainzer.
Startaufstellungen:
SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Malatini, Friedl, Deman – Bittencourt, Stage, Puertas, Grüll, Schmid – Topp
Trainer: Daniel Thioune
1. FSV Mainz 05: Batz – da Costa, Posch, Kohr – Widmer, Kai. Sano, Mwene, Nebel, J.-S. Lee – P. Tietz, Becker
Trainer: Urs Fischer
Schiedsrichter: Sascha Stegemann
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11 Comments
Mainz sammelt Big Points gegen Werder. Wird es für Bremen nochmal brenzlig?
Erschreckender Auftritt von werder. So darf man sich heim gegen einen direkten konkurrenten nie präsentieren!
Und keke topp hat leider einfach (noch) kein bundesliga niveau. Absolute fehleinschätzung, es würde reichen, nur mit ihm und boniface als einzige Mittelstürmer in die saison zu gehen.
Ich bin nur für die Tauben-Witze hier!
Das schmerzt Bremen aber sehr !!
Ich bin nur wegen der Taube hier! ❤
01:15 Sterbender Schwan + Blitzheilung…..Peinlich
Klasse Mainz 💪💙🤍🖤
Die taube kam aus Hamburg 🖤🤍💙
Wichtige Big Points ❤
Hoffe die Taube startet nächstes Spiel für Mwene, dann ist auch was gegen Frankfurt drin.
Geld ist druff!!! Um was Anderes scheint es den aktuellen Spielern nicht zu gehen. Seit über 30 Jahren Werder Fan und noch nie so eine desolate Mannschaft gesehen, Denen das Alles gleichgültig ist.
Ein Stürmer, der aus paar Metern den Ball nichtmal auf das Tor bringt, bzw. wenn er auf das Tor kommt, vom Torwart mit 40Grad Fieber kassiert wird, oder ein Kapitän der seit Monaten komplett roientierungslos ist, bei Gegentoren, sollten sich in Grund un Boden schämen, was die den Fans des Vereins zumuten …
Die Kritik betrifft nicht nur die Beiden, sondern mittlerweile jeden einzelnen Spieler … das ist lächerlich, was da angeboten wird.
Und die Krönung des Ganzen war dann noch ein Bittencourt, der sich ständig mit seinem Theater zum Affen gemacht hat.
Werder is back