Bremen verlässt nach einem hohen Auswärtssieg den Relegationsplatz und zieht Union Berlin mitten rein in den Bundesliga-Abstiegskampf.

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Die erste Hälfte hatte viel Unterhaltung geboten. Es begann damit, dass Niklas Stark Ilyas Ansah umklammerte, um ihn auf dem Weg Richtung Tor zu stoppen. Er begann damit deutlich vor dem Strafraum, hatte aber auch noch im 16er, wo Ansah letztlich zu Boden ging, seine Hand am Trikot.

Schiedsrichter Timo Gerach entschied auf Elfmeter, was hart war, aber vertretbar. Der ehemalige Bremer Köhn nahm sich der Sache an und traf souverän ins rechte Eck – es war sein erstes Elfmetertor überhaupt.

Der Optimismus an der Alten Försterei hielt aber nur gut eine Minute, da verschätzte sich Schäfer im Zweikampf und traf Gegenspieler Stage seitlich am Schienbein und anschließend am Fuß. Gerach hatte beste Sicht auf das Trefferbild und zog Rot.

Auch diese Entscheidung war begründbar, aus Sicht von Union-Trainer Baumgart aber zu hart. “Das ist für mich eine Gelbe Karte, aber keine Rote Karte”, sagte er. “Es ist nicht oberhalb des Knöchels oder ein Tritt in den Knöchel rein, sondern es ist in der Bewegung und er trifft ihn auf den Fuß.”

Werder bekam in Überzahl sofort Oberwasser und Union kam ins Grübeln. Leopold Querfeld verlor den Ball am eigenen 16er fahrlässig, sodass Stage freie Bahn hatte und Frederik Rönnow mit seinem Flachschuss zu einer starken Parade zwang. Kurz darauf kam Werders Yukinari Sugawara aus sieben Metern frei zum Schuss, verzog aber kläglich.

Der Ausgleich lag in der Luft und fiel dann nach einer guten halben Stunde. Ein Eckball landete über Umwege am 16er bei Deman. Der Außenverteidiger legte sich den Ball auf den linken Fuß und zirkelte ihn maßgeschneidert in den linken Winkel – eine Augenweide.

Auch dem 1:2 nur vier Minuten später ging ein Eckball voraus. Stage lief perfekt ein und köpfte aus acht Metern mustergültig ins rechte Eck. Es war Bremens allererstes Eckentor in dieser Saison.

Zur zweiten Halbzeit stellten nicht etwa die dezimierten Berliner um, sondern die Bremer. Trainer Daniel Thioune brachte Leonardo Bittencourt und Julian Malatini für Stark und Keke Topp und ließ sein Team fortan mit einer Dreierkette agieren.

“Die Umstellung hat uns gutgetan, weil wir ein gewisse Konterabsicherung brauchten. Wir haben das Zentrum überladen ausschließlich mit Mittelfeldspielern”, sagte Thioune.

In der neuen Formation hatte sein Team die Lage im zweiten Durchgang jederzeit im Griff. Stage war in der 50. Minute nach schöner Direktablage von Deman nah dran am dritten Treffer, traf den Pfosten.

Eine gute Viertelstunde später profitierte Werder von einer missglückten Berliner Abwehraktion. Nach einer Flanke von rechts köpfte Danilho Doekhi den Ball an den Rücken von Woo-yeong Jeong. Den Abpraller spielte Schmid direkt vor Tor, wo Grüll per Grätsche aus kurzer Distanz vollendete.

Kurz vor dem Schlusspfiff kam dann noch der große Moment von Patrice Covic, 18 Jahre alter Sohn des ehemaligen Bundesligaprofis Ante Covic. In seinem 11. Bundesligaspiel erzielte der bei Hertha BSC ausgebildete Berliner vor den Augen seines Vaters sein erstes Tor nach schöner Vorbereitung von Stage und Bittencourt.

Startaufstellungen:

Union: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Nsoki – Haberer, Kemlein, Köhn, Schäfer, R. Khedira – Ilic, Ansah

Trainer: Steffen Baumgart

Bremen: Backhaus – Sugawara, Stark, Friedl, Deman – Lynen, Stage, Puertas, Grüll, Schmid – Topp

Trainer: Daniel Thioune

Schiedsrichter: Timo Gerach

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36 Comments

  1. Nsoki hat für die gleiche Aktion vor 2 Wochen nur Gelb bekommen

    Letzte Woche der Elfmeter und gestern die Rote Karte bin schon gespannt wie man sich nächste Woche selbst ein Bein stellt

  2. Wieder eine erbärmliche Vorstellung
    Keine Spielidee
    Keine Kreativität
    Nur lange Bälle und Kopfballverlängerung
    20% Ballbesitz in jedem Spiel zeugt von Angst und hinten drin stehen und kontern bringt auch keinen Erfolg wenn die Stürmer nix machen und nicht treffen
    Es spricht Bände dass nur Verteidiger treffen oder Union Glück hat dass die Gegner das Tor nicht treffen
    Gute Spielidee 🙏🏻👍

  3. Sportlich zu denken, es wäre kein Rot…der Spieler kommt nicht ins ziehen und zerren und tritt dann vogelwild zu…ist keine Absicht, aber das glatte Rot ist komplett okay, klar gesundheitsgefährdendes einsteigen von Schäfer, die Rote ist da schon auch zu Lernzwecken.

    Und der Elfer ist nunmal provoziert, meterlang ziehen ist schlicht nicht schlau. Am Ende aber bedeutungslos, weil Bremen scheinbar doch Tore schiessen kann.

  4. Union ist so ziemlich die schlimmste Mannschaft der Bundesliga. Was die da auf dem Rasen abliefern hat mit Fußball nicht viel zu tun. Ständig wird gezerrt, gezogen, zu Boden gerissen und das Spiel zerstört. Endlich hat die mal eine Mannschaft richtig rasiert.

  5. Lasst mal den Köhn in Ruhe bitte. Ich bin auch Werder Fan und bei aller Liebe, ich würd gegen jeden jubeln wenn ich mir mein Leben lang den Arsch aufgerissen hab und Dinge geopfert hab um in die beste deutsche Liga zu kommen. Wenn ich dann auch noch ein Tor in so ner Liga schieß dann feier ich das auch. Lasst die Jungs doch bisschen Spaß haben

  6. Ich habe ja schon einige schlechte leistungen meiner geliebten union gesehen aber das war gestern wieder erschreckend wie verdammt viel platz hatten im strafraum und rund um den strafraum.dann wechselst du irgendwann mal offensiv und die erste aktion des eingewechselten ist eine po vorlage für den gegner

  7. Wo ist die Rote Karte für den Bremer Spieler? Klare Verhinderung einer Torchance das ist laut Regelwerk Rot wie der Schiedsrichter beim Bayern Spiel erklärt hat!

  8. Meine Fresse, es ist kein Elfer, sondern Gelb und Freistoß. Es ist auch kein Rot, Gelb reicht völlig. Wir müssen aufhören, die Schiris und vor allem dieses kaputte, dysfunktionale DFB Schirisystem mit allen seinen Auswucherungen schönzureden. Hier wurde – wie schon so oft in den letzten Monaten in allen 3 höheren Ligen – das Spiel mehrmals massiv beeinflusst, ohne das es Konsequenzen gibt. VAR muss weg, und bei Schris wieder das Leistungsprinzip her. Leider wird es ganz anders kommen – der VAR bekommt noch mehr Spielraum ab 26/27

  9. Ich werd einfach nicht warm damit, wenn Frauen Fussball kommentieren. Teilweise echt schrecklich, wenn ein Tor fällt zum Beispiel!

  10. So sind die Schiedsrichter! BVB Schlotterbeck bekommt natürlich kein Rot. Warum weiß nur der Schiedsrichter und alle anderen schauen weg. Das ist kein Wettkampf mehr. Das ist schon Wettkampfsteuerung. Bei solchen Bildern gibt es dazu noch die gleiche Herangehensweise. Aber dazu sage ich nichts.

  11. Es wird immer so bleiben. Der Schiedsrichter ist der absolute Unsicherheitsfaktor. Warum? Weil die es nicht für nötig halten sich alle strittigen Entscheidungen des Spieltages anzuschauen. Jeder Schiedsrichter und VAR-Schiedsrichter müsste nach dem Spiel nach Auswertung der Bilder eine Analyse erhalten unter Einbeziehung der Richtlinien der Schiedsrichter GmbH. Und nicht – Spiel ist zu Ende und ab nach Hause und die Benachteiligten müssen mit dem Rest alleine klarkommen.