Im DFB-Pokal-Finale zwischen dem SC Freiburg und RB Leipzig gab es einen Fight über 120 Minuten. Nachdem Maximilian Eggestein die Freiburger in der 19. Minute in Führung brachte und Halstenberg in der 57. Minute nach einer Notbremse vom Feld musste, sah es nach einem Sieg für Freiburg aus. Doch RB Leipzig kämpfte sich zurück und glich durch Christopher Nkunku aus. Im Elfmeterschießen konnten sich die Leipziger dann durchsetzen, weil Günther und Demirovic verschossen.

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Freiburg begann druckvoller, zielstrebiger, doch die erste Chance hatten nach einer knappen Viertelstunde aus dem Nichts die Sachsen: Emil Forsberg scheiterte nach einem beherzten Antritt an SC-Keeper Mark Flekken, André Silva und Christopher Nkunku setzten nach, bekamen den Ball aber auch nicht über die Linie.
Fünf Minuten später jubelten die Freiburger – und die Leipziger protestierten vehement. Nach guter Vorarbeit von Vincenzo Grifo und Christian Günter verstolperte Roland Sallai im Zentrum den Ball, bekam ihn dabei auch noch eindeutig an die Hand. Der Abpraller landete bei Maximilian Eggestein, der aus 20 Metern mit perfekter Schusstechnik ins linke Eck vollstreckte.
Schiedsrichter Sascha Stegemann gab den Treffer, Video-Assistant Referee Christian Gittelmann sah hier keinen Grund zur Beanstandung, weil Sallai keine Absicht zu unterstellen war und der Ball vom eigenen Fuß an die Hand sprang. Da die Hand aber weit vom Körper abgespreizt und die Körperfläche deutlich vergrößert war, hätte sich auch niemand über einen Pfiff beschweren dürfen.
Im zweiten Durchgang fing sich die Freiburger Abwehr, Leipzig kam kaum noch zu Chancen – und ließ sich in der 57. Minute folgenschwer auskontern. Nach einem langen Ball in die Spitze verlor Marcel Halstenberg zunächst ziemlich kläglich den Luft-Zweikampf gegen Lucas Höler, der lief ihm dann auch noch davon. Obwohl es Höler noch weit bis zum Abschluss gehabt hätte, riss ihn Halstenberg als letzter Mann an der Schulter zu Boden – Stegemann hatte keine andere Wahl als die Rote Karte.
Danach machte Freiburg Dauerdruck, wollte in Überzahl möglichst schnell das 2:0 nachlegen. Doch Vincezo Grifo traf nur das Außennetz, Sallai scheiterte kurz danach an Leipzig-Keeper Peter Gulacsi.
Leipzig überstand aber diese Phase und hatte eine Viertelstunde vor Schluss noch eine Antwort. Nach einem geblockten Freistoß von Dominik Szoboszlai beförderte Willi Orban den Ball auf den langen Pfosten, wo Nkunku durchstartete und die Kugel zum 1:1 über die Linie grätschte.
RB-Trainer Domenico Tedesco feierte den Schlusspfiff und damit das Erreichen in die Verlängerung frenetisch, hatte dann aber schnell eine Schrecksekunde zu überstehen: Ein Kopfball von Ermedin Demirovic landete am linken Leipziger Pfosten.
Und das Aluminium half Leipzig weiter: In der 104. Minute lenkte Gulacsi einen Distanzschuss von Jannik Haberer überragend an den Pfosten, den Nachschuss ballerte Demirovic über das leere Tor. Fünf Minuten vor dem Ende hatte dann noch einmal Haberer das Siegtor auf dem Spann: Diesmal hielt die Latte RB im Spiel.

In der 119. Minute wurde es dann nochmal ganz knifflig: Höfler grätschte im eigenen Strafraum voll in die Beine von Olmo, Stegmann sah sich die Szene am Videoschirm an. Die gefühlt zehnte Zeitlupe zeigte dann eine Berührung des Balles vor dem Foul – deshalb gab es dann zu Recht keinen Elfmeter.

Startaufstellungen:

SC Freiburg: Flekken – Gulde, Lienhart, N. Schlotterbeck – Kübler, M. Eggestein, Höfler, Günter, Sallai, Grifo – Höler
Trainer: Christian Streich

RB Leipzig: Gulacsi – Simakan, Orban, Halstenberg – Klostermann, Laimer, Kampl, Henrichs, Forsberg, Nkunku – Silva
Trainer: Domenico Tedesco

Schiedsrichter: Sascha Stegemann

44 Comments

  1. Diejenigen die sagen kein handspiel sind kurioserweise aus dem Leipzig hater Lager sehr neutral und objektiv….klarer als der den Ball mit der Hand vorlegt geht's garnicht…trotzdem Karma hat zugeschlagen gw Leipzig hoch verdient

  2. Ich sehe so viele Kommentare über die Schiedsrichterleistung des Finales und ich finde es auch so. Es gab so viele Falschentscheidungen, das kann man gar nicht im deutschen Fußball akzeptieren. Trotzdem ein extrem spannendes Spiel mit zwei starken Mannschaften!

  3. Dieser Moment wenn alle davon reden das rb Leipzig nur durch mateschitz und red bull überleben und Bayern durch harte Arbeit.. und man dann sieht das Bayerns Sponsoren ein sechstel des Jahres Umsatzes bei Steuern und bei Leipzig red bull nur ein Achtel dann weiss man wer ist wohl fremd finanzierter hahaha Traditions trottel

  4. Der Pokalsieg freut mich für RB. 10 RB-Spieler gegen gefühlt12 Mann und trotzdem gewonnen. Diesen Schiedsrichter würde ich nicht einmal in der 4. Liga einsetzen.

  5. Wenn der DFB weiterhin derartige Schiedsrichterleistungen akzeptiert werde ich wohl einen Haken hinter das Thema Fußball machen.
    Muss man sich glaube nicht antun. Glückwunsch an Leipzig.

  6. 7:12 das wär so eine geile bretterbude gewesen und das noch im finale…..*puuuhhhhh* 🔥🔥
    Bei 7:43 fällt Olmo aber auch als wär er von ner schrotflinte getroffen worden 🤣🤣🤣

  7. Es ist schon beeindruckend, mit welcher Kreativität all die RB-Hasser die Fußballregeln uminterpretieren und eine skandalös schlechte Schiedsrichterleistung rechtfertigen. Handspiel ist plötzlich nicht mehr strafbar, zwei klare Fouls im Strafraum haben keinen Elfmeter zur Folge. – Ein neutraler Betrachter wie ich fragt sich da, wie entschieden worden wäre, wenn statt RB der FC Bayern auf dem Rasen gestanden hätte und Lewandowski gefoult worden wäre …

  8. Dieser Erzähler der mir nicht sagen brauch was da zusehen ist, weil ich sehen kann und mir meine Gedanken zu den Bildern selbständig entwickeln kann sagt mir doch, dass nicht RB Leipzig den Pokal gewonnen hat , weil es die Sachsen waren. Ja RB Leipzig hat in der Bundesliga, bei den Kommentatoren, Journalisten dem DFB, den Kollegen auf dem Spielfeld und dem Schiedsrichter in diesem Spiel den selben Status wie Russland bei der EU und Deutschland sowie den Rest der Welt.

  9. ich hätte ja zu gerne die Gesichter der ganzen "Traditionalisten" Gesehen wie diese nach dem letzten Elfer rot vor Wut an liefen-evtl werde ich noch so richtiger RBL fan-einzig weil die Ultras die ja so hassen

  10. Mal ehrlich jetzt vor dem 1:0 klares Handspiel und foul im Strafraum. Ich bin Rb Fan aber Freiburg kann Stolz auf ihre Mannschaft sein! Wir waren live dabei beim Finale und die Freiburg Fans sind wirklich Sympathisch und sie hat es nich gejuckt das ich mit RB Trikot im Zug saß. Solche Fans sind genial! Also die Freiburg Fans haben mein Respekt verdient!

  11. Die Schiedsrichter Leistung war definitiv auf der Seite von Freiburg, aber Karma folgte.
    Gegen die Fans von Leipzig gestellt und zu Recht gegen 10 Mann verloren. Breisgau kann ruhig weinen 🤣🤣🤣

  12. Ganz schlechte Schiedsrichter – Leistung, wollte mit aller Macht den Pokal-Sieg von RB Leipzig verhindern….Gott sei Dank erfolglos!
    RB Leipzig 😋♥️

  13. Finde den SC Freiburg super sympathisch.
    Auch super lieb von denen, dass sie CL Startplatz und DFB Pokal einfach Leipzig überlassen haben. So sympathisch 🤣

  14. SC Freiburg vs RB Leipzig (1-1 n.V 2-4 i.E)

    1-0 Maximilian Eggestein (19 min)

    1-1 Christopher Nkunku (76 min)

    Das Elfmeterschießen:

    0-1 Christopher Nkunku

    1-1 Nils Petersen

    1-2 Willi Orban

    X Christian Günter verschießt

    1-3 Dani Olmo

    2-3 Keven Schlotterbeck

    2-4 Benjamin Henrichs

    X Ermedin Demirović verschießt

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