Bayer Leverkusen hat in der 1. Fußball-Bundesliga ein spektakuläres Spiel gegen den VfL Wolfsburg für sich entschieden – mal wieder mit einem Last-Minute-Treffer. Wolfsburg war am 4. Spieltag zunächst durch ein Eigentor von Nordi Mukiele in Führung gegangen, ehe Florian Wirtz und Jonathan Tah für die Wende sorgten. Noch vor der Pause drehten Sebastian Bornauw und Mattias Svanberg dann aber erneut das Spiel. Piero Hincapie sorgte in der 48. Minute für das 3:3, dann dauerte bis zur 93. Minute, bis Victor Boniface das Siegtor für Leverkusen erzielte.

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Das Duell der beiden Werksmannschaften hatte keinerlei Anlaufzeit benötigt – wobei die Vorteile zunächst klar bei den Wölfen lagen. In der 4. Minute verfehlte Mohamed Amoura noch knapp das Ziel, eine Zeigerumdrehung später war Lukás Hrádecký im Leverkusener Tor aber geschlagen. Amoura hatte sich erneut gut durchgesetzt, seine Hereingabe beförderte Bayer-Neuzugang Mukiele dann mit dem Oberschenkel höchst ungeschickt ins eigene Tor.

Armoura bekamen die Leverkusener in der Anfangsphase überhaupt nicht unter Kontrolle, in der 10. Minute konnte er wieder ungehindert abschließen, Hradecky hatte aber rechtzeitig die Fäuste oben.

Doch Leverkusen kam mit Macht zurück, hatte dabei aber durchaus etwas Glück mit dem Schiedsrichter inclusive VAR-Crew. Beim 1:1 durch Wirtz (14.), der aus 16 Metern ein Zuspiel von Granit Xhaka verwertete, gab es sogar gleich zwei strittige Szenen, die Sascha Stefemann zugunsten von Bayer auslegte: Jonathan Tah hatte sich bei seiner Vorarbeit aufgestützt, dann gab es auch noch eine Abseits-Position in der Sichtlinie von Wolfsburg-Keeper Kamil Grabara, die aber als passiv gewertet wurde.

Auch das 2:1 durch den Kopfball von Tah hatte einen Beigeschmack, hier war die Entscheidung von Stegemann aber eher vertretbar: Wirtz zog Tahs Gegenspieler Svanberg kurz am Trikot und blockte ihn weg – es war eine Szene am Limit des Erlaubten und damit im Ermessensspielraum von Stegemann. Beeindruckend in der Folge: Wolfsburg verfiel nicht in Selbstmitleid, sondern konterte sportlich. Nach einer Ecke von Jakub Kaminski wuchtete Bornauw die Kugel aus kurzer Distanz zum 2:2 über die Linie (37.).

Dann gelang auch Svanberg der Turnaround perfekt: Beim Tah-Treffer hatte er bei Stegemann noch vehement protestiert, kurz vor dem Seitenwechsel zog er dann wild entschlossen durch Mittelfeld-Zentrale und jagte den Ball aus gut 20 Metern ins Netz. Hradecky sah bei diesem Treffer allerdings nicht gut aus, er kam mit der Hand an den Ball, bekam aber keine Spannung hinein.
Zur zweiten Hälfte reagierte Bayer-Coach Xabi Alonso auf das Abwehrchaos und brachte Hincapie – was sich sofort auszahlte. Fast vom gleichen Punkt am Fünfmeterraum wie zuvor Bornauw rammte auch der Ecuadorianer einen Eckball (von Alex Grimaldo) ins Tor, Bornauw war sein Gegenspieler und hatte sich vorher viel zu leicht wegschieben lassen.

Danach nahm sich dieses rasante Spektakel auch mal eine 20-minütige Auszeit, ehe beide Teams wieder auf die drei Punkte gingen. Nach einer zu kurzen Abwehr von Hradecky hatte Salih Öczan das leere Tor vor sich, schlenzte aber aus rund 40 Metern vorbei (74.).

Auf der Gegenseite parierte Grabara erst brillant gegen den spät eingewechselten Victor Boniface (78.) und hatte dann Glück, dass ein Kopfball von Martin Terrier nur auf dem Tornetz landete (80.). Es folgte nochmal Dauerdruck von Leverkusen, bei dem Wolfsburg zunächst Riesendusel bei einem Pfostenkracher von Granit Xhaka (90.) hatte.

Nach dem Platzverweis für Yannick Gerhardt wegen einer Tätlichkeit gegen Jeremy Frimpong wurde das Übergewicht dann aber zu drastisch: Boniface traf in der Nachspielzeit zum Sieg für Bayer – wieder einmal hatte der Meister noch einen ganz späten K.o.-Schlag in petto gehabt.

Startaufstellungen:

Leverkusen: Hradecky – Tapsoba, Tah, Belocian – Mukiele, G. Xhaka, Aleix Garcia, Grimaldo, Adli, Wirtz – Schick

Trainer: Xabi Alonso

Wolfsburg: Grabara – Fischer, Bornauw, Zesiger, Kaminski – Arnold, Svanberg, R. Baku, Amoura, Tiago Tomas – Wimmer

Trainer: Ralph Hasenhüttl

Schiedsrichter: Sascha Stegemann

#bundesliga #sportschaubundesliga

33 Comments

  1. Lächerliche Rote Karte Gerhart da eine Absicht zu unterstellen geht für mich gar nicht vorallem sieht man das er gar nicht genau guckt wo er hin tritt und trifft seinen Gegenspieler unglücklich eine Gelbe hätte da gereicht und beim 1:1 ist es doch Abseits 2 im Passiven und der 3. springt aus der Flugbahn und wird dadurch dann Aktiv, da er den Ball für den Keeper verdeckt.

  2. Beim 1:1 stehen 2 Spieler abseits im Sichtfeld und greifen ein, beim 2:1 stehtTahnur frei weil Wirtz griechisch-römisch gegen Svanberg ringt, die rote Karte… Gerhardt muss Augen am Hinterkopf haben weil sonst ist das niemals Absicht und 7 Minuten Nachspielzeit, ohne groß Zeitspiel und nur einem Treffer in der Halbzeit.
    Glaub der DFL ging die Düse, dass ihr Topspiel mit 6 Punkten Differenz stattfindet und es dannach schon gefühlt over sein könnte.

  3. Oh weia, Bayern wird Leverkusen ja mal so anders zerlegen viel spaß Alonso bei den 5 Gegentoren in München 🤣🤣🤣🤣🤣 wenn ihr schon alleine 3 gegen die Wölfe bekommt in einem Ner Halbzeit, dann werden euch Kane, musiala, und Michael motherfucking Olise hopps nehmen

  4. Beim 1. Leverkusener Tor ist es Xhaka, der für Wirtz auflegt. Beim 4:3 hat Palacios den Schussversuch und nicht Hincapié. Nächstes Mal gerne nochmal auf den Aufstellungsbogen schauen, trotzdem danke fürs Video!

  5. Leverkusen wird halt auch in so ziemlich jedem Spiel hart bevorteilt derzeit. Das ist im Leben keine rote Karte, den Zweikampf vor dem Tor von Tah bekommen 9 von 10 Mannschaften weg gepfiffen und beim Tor von Wirtz steht Mukiele klar im Abseits, nimmt dem Torwart die Sicht und der Treffer zählt trotzdem. Gegen 15 Mann kann Wolfsburg zu Zehnt halt nicht gewinnen. 🤷‍♂

  6. (Warnung: Der folgende Kommentar kann Spuren von Ironie und Zynismus enthalten)

    Langsam wird es suspekt: Hat der DFB im letzten Jahr etwa eine geheime Zusatzregel eingeführt, nach der bei Spielen der Leverkusener immer so lange nachgespielt werden muss, bis sie den Siegtreffer erzielt, zumindest aber den Ausgleich geschossen haben?? Oder ist das Ganze "nur" eine Absprache unter den Schiris – warum auch immer??

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