Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit und einem Drei-Tore-Rückstand ist Borussia Mönchengladbach am 4. Spieltag bei SV Darmstadt 98 ein Comeback gelungen. Trotz des 3:3 (0:3)-Remis ist der Start in die Fußball-Bundesliga aber misslungen.

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Nachdem Tobias Kempe schon in der vierten Minute per Freistoß aus 17 Metern knapp die Führung der Gastgeber vergab, war es kurz darauf doch so weit: Nach einem weiten Ball von Fabian Holland konnte Marvin Mehlem mit einfachen Mitteln schon frei aufs Gladbacher Tor zulaufen und behielt die Nerven (8.). Und es dauerte nur wenige Augenblick, bis der Darmstädter Tor-Jingle erneut ertönte: Matej Maglica erzielte per Kopf nach Kempe-Flanke das 2:0 (10.).

Und auch offensiv agierten die Borussen unglücklich. Maximilian Wöber hatte nach einer Freistoßflanke eigentlich eine gute Gelegenheit, schlug aber nahezu ein Luftloch nur wenige Meter vor dem Tor (19.). Auch Alassane Plea bekam nach einem Darmstädter Ballverlust eine gute Gelegenheit, verfehlte das gegnerische Tor aber doch recht deutlich (27.).Tim Skarke kam auf der anderen Seite nach einem erneut schwach geführten Zweikampf von Joe Scally zum Abschluss, traf aus 20 Metern jedoch den Pfosten (31.). Die Leihgabe von Union Berlin bekam kurz darauf aber die nächste Möglichkeit und diesmal nutzte Skarke sie: Aus 10 Metern gelang ihm nach einem hohen Ball der dritte Darmstädter Treffer (33.). In der Nachspielzeit verhinderte Moritz Nicolas mit einer starken Parade sogar noch das zweite Tor des 27-Jährigen (45.+2).

Besonders eklatant bei Gladbach in der ersten Halbzeit: Die Offensivspieler verloren nicht nur fast alle Bälle, sondern schalteten sich auch überhaupt nicht in die Defensivarbeit ein. So hatte Darmstadt Räume und konnte die in vielen Situationen auch nutzen. Das Ergebnis hätte sogar noch deutlicher aussehen und die Partie bereits nach den ersten 45 Minuten entschieden sein können.Doch zu Beginn des zweiten Durchgangs gewann die Partie durch eine Situation an Dramatik. SVD-Torhüter Marcel Schuhen parierte zunächst gegen Tomas Cvancara und Jordan Siebatcheu (47.) – Schiedsrichter Timo Gerach will bei Ansicht der Videobilder aber zuvor ein nach seiner Meinung absichtliches Handspiel von Maglica gesehen haben, pfiff Elfmeter und verwies den Darmstädter Verteidiger des Feldes. Das Gladbacher Problem: Cvancara nahm das Geschenk nicht an, Schuhen konnte den Strafstoß sogar problemlos festhalten (50.).

Dennoch sorgte die Szene für einen Umschwung und Gladbach meldete sich doch recht schnell zurück in der Partie. Rocco Reitz dribbelte sich stark durch die gegnerische Defensive, behielt die Übersicht und bediente Siebatcheu, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste (56.).

Gladbach erspielte sich jetzt Chancen im Minutentakt und Darmstadt fand zunächst in der Defensive gar keine Mittel. Robin Hack vergab aber zum Beispiel völlig freistehend mit einem Flugkopfball, zielte deutlich zu hoch (65.), und auch Florian Neuhaus machte freistehend aus 17 Metern viel zu wenig aus seiner Gelegenheit (71.). Seine nächste Chance nutzte der 26-Jährige jedoch und schob aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer ein (73.).

Und dann schoss sich Gladbach sogar in die Punkte. Cvancara vertendelte erst mit der Hacke den Ball, der aber wieder vor seinem rechten Fuß landete und mit einem fulminanten aus 20 Metern erzielte er das 3:3 (77.). Direkt im Anschluss vergab Holland zwar die große Gelegenheit auf die nächste Darmstädter Führung (78.), insgesamt deutete nun aber alles auf einen Sieg der Gäste.

Wieder hatte Hack per Kopf die große Möglichkeit auf die Führung, diesmal landete der Ball aber genau in den Armen von Schuhen (90.). Und auch mit dem Fuß fehlte ihm die Präzision, in sehr guter Abschlussposition verfehlte er den Ball nahezu (90.+2).

Startaufstellungen:
SV Darmstadt 98: Schuhen – Klarer, Gjasula, Maglica – Bader, Holland, Karic, Marvin Mehlem, Kempe – L. Pfeiffer, Skarke
Trainer: Thorsten Lieberknecht

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Scally, Friedrich, Itakura, Wöber – Weigl, Reitz, Honorat, Plea, Ngoumou – Jordan
Trainer: Gerardo Seoane

Schiedsrichter: Timo Gerach

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44 Comments

  1. Sorry, aber das war doch niemals rot für Darmstadt. In meinen Augen… Schade, dass Darmstadt das nicht doch noch über die Zeit gerettet hat – und ja das sage ich als Eintracht-Fan.

  2. Ich würde da nichtmal pfeifen und der Schiri gibt rot. Tolle Leistung!
    Demnächst werden Spielern die arme amputiert damit sowas nicht vorkommt.
    Verteidiger hat 0 Kontrolle und sorgt damit für ne Torchance, kann niemals auf den Ball reagieren, weil er vom Oberschenkel wieder hochprallt, einfach lächerlich und dermaßen unverdient es unentschieden

  3. Bei 4:04 sieht man es. Cvancara trifft den Ball erst mit dem Oberschenkel und dann berührt Maglica ihn mit der Hand und schlägt ihn leicht nach vorne. Harte, aber richtige Entscheidung. Rot ist dann natürlich die Höchststrafe, aber laut Regel legitim, da Vereitelung einer klaren Torchance

  4. Als Gladbachfan kann ich der Schirientscheidung auch nicht so ganz folgen. Hand war schon am Ball, also Elfmeter kann man geben, aber wofür dann noch die rote Karte? Dachte Doppelbestrafungen gibt es nicht oder hat sich da irgendwas geändert?

  5. Die Elfmeter Entscheidungen geht in Ordnung es ist an der Stelle richtig entschieden. Fern ab davon möchte ich allen Fans die hier was unterstellen oder behaupten einen Hinweis auf die letzten Spielzeiten geben… es wurden immer mal wieder Fehler gemacht allerdings wurde auch häufig im Nachgang gesagt kann man pfeifen muss man nicht
    Gelb wäre okay gewesen Rot aber nach Regel auch vertretbar

    Ich kann den Unmut verstehen trotzdem muss man sagen es sind alles nur Menschen die auch Fehler machen oder laut anderen es wird eh nur manipuliert 😊 und damit noch ne schöne Woche und bis zu den nächsten Diskussionen

  6. Das ist mal wieder ein Beispiel einer Fehlentscheidung ,jeder der mal Fußballgespielt hat und im Zweikampf war, wird mir da wohl recht geben.1.Für mich hat er den Ball nicht mit der Hand berührt da seine Hand unter dem Arm vom Gegner nicht vorkommt und da war der Ball.2.Wenn ihm der Ball da gegen die Hand gegangen ist dann war das 100% nicht Absicht da voll im Zweikampf mit halten und allem.3.Die Unterstellung einer Absicht ist in diesem Zweikampf eine echte Frechheit, sry Schiri setzen 6.Egal wie es war Die getroffene Entscheidung ist im Umfang also FALSCH,so oder so.

  7. Meiner Meinung nicht mal ein Elfmeter, das sind halt wieder so VAR Sachen, aber Rote Karte ist das absurdeste, was man in dieser Situation entscheiden kann. Das wird dem Schiri hoffentlich auch im Nachhinein auffallen, aber das ist für mich jetzt schon ein riesen Skandal in dieser Saison. Alle regen sich über den (für mich) eher deutlichen Elfmeter für Leverkusen diesen Spieltag auf aber das ist nicht nur an diesem Spieltag ein riesen Skandal.

  8. Wie soll das Verhinderung einer klaren Torchance sein wenn der Angreifer 2 Sekunden später eine hundertprozentige Chance hat??

  9. Als sicherer absteiger so eine leistung eine 3:0 führung. Resepekt dafür.. Das müssen wie weiter zeigen dann sind die nicht wie in den ersten spielen weit weg von der 1 Liga

  10. Wie kann man nur so einen Rotz pfeifen. Wurde dieser Schiri in der Halbzeitpause von den Gladbachern zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Unfassbar . Und die Rote Karte obendrein war noch die Krönung

  11. Dass der sogenannte VAR wirklich solche Skandale produzieren würde, hätte ich damals vor der Einführung nie gedacht, obwohl ich von Anfang an gegen den Videobeweis war.
    Aber das ist doch wirklich nicht mehr normal.. 🤮

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