Es sieht aus wie eines dieser Schläger-Videos aus der U-Bahn. Ein Mann liegt am Boden, der andere tritt zu. Der Tatort ist eher ungewöhnlich — die Fußball-Arena von Amsterdam. Die Zeugenauswahl dafür opulent — den Kampf zwischen dem Torwart des AZ Alkmaar, und einem Fan von Ajax Amsterdam verfolgten rund 40.000 Zuschauer. Weil zudem diverse Zeitlupen zur Verfügung stehen, ist der Tathergang schnell rekonstruiert: Der Anhänger hatte die Absperrungen überwunden und flog in Kung-Fu-Pose auf den Torhüter zu. Esteban Alvarado wehrte den Angriff ab, beförderte den Aggressor zu Boden. Und trat dann noch zweimal zu.

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Juristisch kann man das so auslegen, dass diese beiden Tritte zur Abwehr der Attacke nicht mehr erforderlich und daher nicht vom Notwehrrecht des Keepers gedeckt waren. Das Fußball-Ad-hoc-Gericht in Person von Schiedsrichter Bas Nijhuis wertete die Situation ähnlich und zeigte Alvarado die Rote Karte. „Ich verstehe, dass Esteban sich verteidigte, aber er hätte auch weggehen können”, begründete der Referee. Seine Entscheidung war korrekt, denn im Regelwerk heißt es: „Eine Tätlichkeit liegt vor, wenn ein Spieler einen Gegner abseits des Balls übermäßig hart oder brutal attackiert. Als Tätlichkeit gelten auch übertriebene Härte oder Gewalt gegen eigene Mitspieler, Zuschauer, Spieloffizielle oder sonstige Personen.”
Time:03:50

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3 Comments

  1. Nein , Torwart hat alles richtig gemacht , rote karte wurde auch zurückgenommen vom verband und der trainer hat auch alles richtig gemacht , seine mannschaft vom feld zu nehmen (;

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