Werder Bremen hat den Kellerkracher am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg für sich entschieden und stößt damit die Wölfe an den Abgrund zur 2. Liga.
Beim 1:0 (0:0)-Sieg der Werderaner war Justin Njinmah in der 68. Minute der Matchwinner für die Gäste. Wolfsburg war insgesamt zu harmlos und kassierte in der Nachspielzeit auch noch eine Gelb-Rote Karte für Moritz Jenz. Die Rettungsmission, für die Trainer-Oldie Dieter Hecking verpflichtet worden war, wird nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten noch schwerer.

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Vom Anpfiff weg übernahm zunächst Bremen die Initiave und drückte die Wölfe tief in die eigene Hälfte. Nach einer knappen Viertelstunde lag das Abschluss-Verhältnis bei 3:0 für die Gäste, die Torgefahr hielt sich allerdings in überschaubaren Grenzen. Allein ein Freistoß von der Strafraumgrenze durch Cameron Puertas sorgte für ein wenig Aufregung, VfL-Keeper Kamil Grabara war aber ebenso im bedrohten Eck wie beim direkten Nachschuss von Yukinari Sugawara.

Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe auch Wolfsburg mal das Offensivspiel für sich entdeckte. Ein Eckball von Christian Eriksen landete beim freistehenden Jonas Wind, dessen Kopfball Mio Backhaus im Bremer Tor aber stark parierte. In der Folge wurde die Partie ausgeglichener, der VfL ging nun früher und intensiver ins Pressing, hatte aber weiter Probleme mit der Genauigkeit im letzten Drittel.

Richtig eng wurde es für Bremen erst kurz vor dem Pausenpfiff, da aber gleich doppelt. Erst lenkte Backhaus einen 30-Meter-Freistoß von Eriksen über das Tor, diesen Ball musste er aber auch halten. Umso herausragender war seine Reaktion in der ersten Minute der Nachspielzeit, als Konstantinos Koulierakis die Kugel mit viel Zug in den Strafraum beförderte und Jesper Lindström aus vollem Lauf direkt abzog: Backhaus machte sich ganz lang, bekam so gerade noch die Finger an den Ball und lenkte ihn an die Lattenunterkante.

Auch nach der Pause blieb Backhaus im Zentrum des Geschehens, von Werder kam zunächst gar nichts mehr. Wind bediente Mähle in der 49. Minute, doch der Däne scheiterte am Bremer Keeper. Kurz danach blockte Marco Friedl einen Eriksen-Distanzschuss, dann schoss Amoura aus kurzer Distanz, aber sehr spitzem Winkel am rechten Eck vorbei.

Bei den Werderanern drängte sich zunehmend der Verdacht auf, dass ihnen das torlose Remis reichen würde, um den direkten Konkurrenten auf Distanz zu halten. Doch dann kam plötzlich Njinmah aus halbrechter Position zum Abschluss, nachdem Leonardo Bittencourt und Felix Agu den Konter eingeleitet hatten. Njinmahs Schuss wurde noch leicht abgefälscht, damit war Grabara chancenlos.

Kurz danach zog Hecking schon seine letzten Wechseloptionen, nahm unter anderem die glücklosen Stürmer Wind und Amoura vom Platz und justierte die gesamte Offensivabteilung neu. Auch Kapitän Maximilian Arnold kam nach seiner Leistenverletzung zurück, Hecking gab ihm bei seiner Einwechslung einen ziemlich großen Taktikzettel mit auf den Rasen.

Doch all das brachte in der Schlussphase nichts mehr, Bremen hielt die Gastgeber weg vom eigenen Tor und war teilweise dem 2:0 sogar näher als der VfL dem Ausgleich. Als dann auch noch Jenz in einer Notbremsen-Situation gegen Salim Musah vom Platz flog (er hätte auch glatt Rot sehen können), war Wolfsburg endgültig geschlagen.

Startaufstellungen:

VfL Wolfsburg: Grabara - Belocian, Jenz, Koulierakis - Kumbedi, Eriksen, Vinicius Souza, Maehle, Lindström, Amoura - Wind

Trainer: Dieter Hecking

SV Werder Bremen: Backhaus - Sugawara, Stark, Friedl, Deman - Bittencourt, Schmid, Puertas, Grüll, Mbangula - Njinmah

Trainer: Daniel Thioune

Schiedsrichter: Benjamin Brand

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23 Comments

  1. Ich bin heilfroh, dass wir trotz einer ausgeglichenen Partie den Abstiegskampf 100% angenommen und durch unseren Fleiß den glücklichen Dreier eingefahren haben. Nun gilt es konzentriert weiter zu arbeiten und die Länderspielpause zu nutzen, um weiter erfolgreich zu punkten.
    Weiter, nach Jahns Rauswurf, wer plant unseren Kader für die nächste Saison!
    Hurra nur unser SV W!

  2. Puh, das war Not gegen Elend. Eigentlich hätte keiner von beiden einen Punkt verdient gehabt. Wolfsburg war von der Statistik her sogar etwas besser, aber Werder macht durch einen abgefälschten Schuss das entscheidende Tor. Immerhin haben sie die Radkappen dadurch unten gehalten.