Werder Bremen hat mit einer taktisch klugen und aggressiven Leistung gegen Eintracht Frankfurt den nächsten Sieg in der Fußball-Bundesliga eingefahren. Die Hanseaten gewannen am 28. Spieltag mit 2:0 (1:0). Bremen hat als Tabellen-Zehnter in den letzten sechs Partien noch alle Chancen auf eine Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb, die drittplatzierten Frankfurter sind weiterhin gut im Rennen um die Teilnahme an der Champions League.

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Nur wenige Minuten, nachdem ein Schuss von Romano Schmid von Mitspieler Jens Stage an die Latte des Frankfurter Tores gelenkt worden war, schlug Oliver Burke zu. Nach einer Ecke von links, wieder war der Österreicher Schmid der Absender, kam der schottische Angreifer aus dem Rückraum angesprintet und köpfte ziemlich freistehend ein zur Führung für die Gastgeber (28.). In der Schlussphase war es dann Schmid selbst, der mit sehr gutem Auge den Ball aus halblinker Position rechts unten ins Tor der Eintracht schlenzte (84.).

“Wir machen es als Verbund gut”, sagte Abwehrchef Marco Friedl nach der Partie zur Sportschau, “wir bieten wenig Räume hinter der Kette, haben wenige Situationen zugelassen, wo die Eintracht sich aufdrehen und die Offensivspieler einsetzen konnte.” Sein Trainer Ole Werner lobte sein Team: “Die Leistung war hervorragend. Und umso schöner, dass das vor heimischem Publikum gelungen ist und wir den Fans zu Hause mal wieder dieses Gefühl geben konnten.”

“Werder hat verdient gewonnen. Wir haben nicht das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben”, konstatierte Eintracht-Coach Dino Toppmöller gegenüber der Sportschau, “wir waren nicht gierig genug, wir hatten keine Top-Struktur und waren am Ball nicht sicher genug.”

Das von Trainer Ole Werner glänzend eingestellte Werder überzeugte während der gesamten Partie mit hohem Pressing, mit dem die Hessen nicht gut zurecht kamen. Bis zum Pausenpfiff sammelten die Gäste nicht mehr als sechs Ballkontakte im gegnerischen Strafraum – ein extrem geringer Wert, und zudem ein Indiz dafür, wie effizient Bremen den Gegner vom eigenen Sechzehner fern hielt.

Vor allem der spielstarke Mario Götze und auch Offensivpartner Hugo Larsson bekamen keine Zeit, um das Frankfurter Spiel zu entwickeln. Einzig ein Doppelpass mit Hugo Ekitiké brachte Gefahr fürs Bremer Tor. Aber der Flachschuss aus linker Position ging am langen Pfosten vorbei.

Die Gäste ließen nie den Eindruck entstehen, zu wenig fürs Spiel zu machen oder sich in die Abwehr drängen lassen zu wollen. Aber die bereits am Frankfurter Strafraum beginnende Bremer Verteidigung ließ das Team von Dino Toppmöller kein wirksames Gegenmittel finden.

Werder lauerte auf seine Chance zum 2:0. Kurz nach dem Wiederanpfiff leistete sich Frankfurts Linksverteidiger Nathaniel Brown unter Druck einen viel zu laschen Rückpass zu Keeper Kaua Santos. Marvin Ducksch spritzte in den Pass und ging allein auf den Frankfurter Tormann zu. Der Werderaner versuchte es per gut dosiertem Chipball über Santos, bekam das mit der Richtung aber nicht hin. Der Chip verfehlte das Tor – und Ducksch raufte sich die Haare.

Die Offensivbemühungen der Hessen wurden stärker, aber immer schienen die Hausherren in der Lage, auf das heftigere Anrennen der Frankfurter reagieren zu können. Dafür hatte nach einem schnellen Vorstoß über die linke Seite Mitchell Weiser die Riesenchance, für Bremen zu erhöhen. Aber sein Schuss ging wuchtig über den Kasten.

Und genauso wuchtig überrannte Bremen in der Schlussphase die Eintracht-Abwehr. Stage trieb über rechts den Ball nach vorne, passte scharf nach innen. Der mitgelaufene Justin Njinmah trat über den Ball, im linken Sechzehner stand Schmid goldrichtig. Der fleißige und eine tolle Saison absolvierende Offensivspieler legte sich den Ball auf den rechten Fuß und vollendete zum umjubelten Treffer, der den Erfolg der Hanseaten besiegelte.

Startaufstellungen:

Bremen: Zetterer – Stark, Friedl, Pieper – Weiser, Lynen, Agu, Stage, Schmid – Burke, Ducksch

Trainer: Ole Werner

Frankfurt: Kaua Santos – Collins, R. Koch, Theate, Brown – Tuta, Skhiri, M. Götze, Larsson, Bahoya – Ekitiké

Trainer: Dino Toppmöller

Schiedsrichter: Daniel Siebert

#Bundesliga #SportschauBundesliga

33 Comments

  1. Sehr gute Leistung von Bremen. Das war wirklich die beste Saisonleistung, weil man endlich mal über 90 Minuten konstant geblieben ist. Aber das jetzt wieder von den Medien von Europa geredet wird ist wirklich Quatsch. Da stehen noch einige vor Bremen.

  2. Nicht von Europa reden bitte ja jetzt haben wir zwei gute Spiele gehabt aber sobald Europa möglich ist brechen wir wieder ein. Die Konstanz fehlt, leider. Aber gutes Spiel. Lebenslang Grün-Weiß

    Frankfurter Fans übrigens völlig überbewertet die fallen hauptsächlich durch Stören des Spielbetriebs auf da schmeckt der Sieg noch besser überbewertet der ganze Verein

  3. 4:32 Nein ! Werder hat kein Glück sondern der Schiedsrichter einfach recht. Laut Regel muss der Ball unter Kontrolle sein , ist er hier aber nicht das Stage lediglich seinen Fuß reinstellt. Traurig eigentlich das man der Sportschau die Fußballregeln erklären muss

  4. Am Ende der Saison dürft ihr euch über den 10. Platz freuen und wir Frankfurter über die Champions League 😂👍🏻viele Grüße aus Frankfurt, den Ort mit den treuesten und besten Fans der Liga

  5. Es ist einfach der beste Romano Schmid aller Zeiten und das denke ich mir fast jede Woche.
    Hoffentlich werden alle Österreicher im Sommer verlängern, dann sieht es nächstes Jahr düster aus für unsere Gegner !!

  6. Diese Europahoffnung jetzt hochreden zu wollen ist schon daneben. Um überhaupt ne realistische Chance zu haben müsste man wahrscheinlich 5 der nächsten 6 Spiele gewinnen, was schon optimistisch ist

  7. Hoffentlich nicht! Bremen hat in einem europäischen Wettbewerb kommende Saison nix zu suchen. Sehe dafür die anderen zu stark. Am Ende wird es wohl (hoffentlich) nur eine Platzierung zwischen Platz 9 und 12.

  8. Nach den Heimspielen mit VFL Bochum und ST Pauli ist ruhe mit Europa den da werden wieder keine 6 Punkte gehollt.Hoffentlich habe ich nicht Recht.

  9. Ganz ehrlich Europa brauch gar nicht angesprochen werden ohne sinn dieses Thumbnail es geht diese saison nur noch um eins nahmlich Klassenerhalt denn die anderen manschaften mussen auch mitspielen also wunschdenken hier dennoch Topspiel von Werder burke bester mann gewesen

  10. Ich würde es mir für Bremen wünschen, aber die letzten Heimniederlagen werden einfach das Genick brechen.
    Vor allem gegen Gladbach. Da wird man kaum noch vorbei kommen.

  11. Warum wird es immer so hingestellt, als sei Frankfurt so schlecht gewesen? Werder hat das einfach extrem gut gemacht, darf man gern auch mal aussprechen.

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