Dank eines Last-Minute-Treffers kam der FC Augsburg im Auswärtsspiel bei Hertha BSC doch noch zu einem Remis. Im Tabellenkeller-Duell war die Hertha durch ein Tor von Marco Richter kurz vor der Pause eine lange Zeit auf der Siegerstraße, ehe in der siebten Minute der Nachspielzeit Michael Gregoritsch zum 1:1-Ausgleich traf.

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Am Fuße der Rocky Mountains liegt Colorado Springs – die wichtigste Sportstadt der USA. Neben zahlreichen Sportverbänden sitzt hier auch die nationale Antidoping-Behörde USADA mit ihrem Chef Travis Tygart. Lance Amstrong, Marion Jones und viele andere gingen ihm ins Netz. Er kämpft seit über 20 Jahren für einen sauberen Sport. Hier geht’s zu unserer Reportage über den Dopingjäger: https://kurz.zdf.de/0jSq/

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Eine Woche nach der enttäuschenden Derby-Niederlage gegen Union Berlin wollte Hertha-Trainer Pal Dardai mehr Durchschlagskraft im Angriff sehen. Dafür sollte gegen Augsburg Ishak Belfodil anstatt Krzysztof Piatek in der Sturmspitze Abhilfe schaffen. Und Belfodil verzeichnete auch früh im Spiel die erste Torgelegenheit. Nach einem Pass von Suat Serdar scheiterte er jedoch an FCA-Torwart Rafal Gikiewicz (7.). Im Berliner Olympiastadion rang Hertha vor 14.523 Zuschauer*innen um einen geordneten Spielaufbau, Augsburg stand jedoch meist kompakt. Zwar gelangte Hertha ab und zu vor das Augsburger Tor, Gikiewicz war aber zur Stelle. So wie beim zweiten Duell mit Belfodil (21.), der erneut am gut parierenden Keeper Gikiewicz hängenblieb. Im Anschluss wurde Augsburg stärker – defensiv erlaubte Hertha den Gästen nun zu viel: Iago prüfte Hertha-Keeper Alexander Schwolow mit einem strammen Schuss (28.). Umso unglücklicher war dann Robert Gumnys folgenschwerer Fehler für den FCA. Der Abwehrspieler und der herauseilende Gikiewicz wurden sich nicht einig darüber, wer die Aktion nach einem Rückpass klären soll. Gumny übernahm, wurde in der Drehung aber von Marco Richter überrascht. Der frühere Augsburger drückte den Ball schließlich über die Linie zur Führung für die Gastgeber (40.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit flachte das Spielniveau ab. Beide Teams bekämpften sich, die Offensivbemühungen glichen sich aus. Lange Zeit blieb es lediglich bei Halbchancen. Manchmal zeigte Hertha BSC dennoch seine individuelle Klasse: Nach einem Ballgewinn dribbelte sich Serdar (61.) durch alle Augsburger Linien und zwang Gikiewicz zur nächsten Parade. Ein Tor von Jordan Torunarigha (74.) wurde wegen einer Abseitsstellung zu Recht aberkannt, ebenso der vermeintliche Treffer des zuvor eingewechselten Stevan Jovetic (79.). Auf der anderen Seite musste Hertha-Torwart Alexander Schwolow eingreifen und gleich dreimal innerhalb einer Szene halten. Einen Distanzschuss von Andre Hahn und den Abstauber von Iago parierte er jeweils, Andi Zeqiri schoss den dritten Ball dann über das Tor (78.). In der siebten Minute der Nachspielzeit bewiesen die Gäste Cleverness und erzielten durch den eingewechselten Michael Gregoritsch doch noch den Lucky Punch zum 1:1-Ausgleich. Nach einem Diagonalball von Niklas Dorsch hob Fredrik Jensen die Kugel ein letztes Mal in die Mitte, dort setzte sich Gregoritsch durch und traf per Kopf ins rechte Eck (90.+7). Andreas Neuendorf, Co-Trainer der Berliner, sah in der hektischen Schlussphase die Rote Karte wegen grob unsportlichen Verhaltens in Richtung des vierten Offiziellen.

Hertha BSC hat damit die Wiedergutmachung für die Derby-Pleite gegen Union Berlin am vergangenen Spieltag knapp verpasst. Die Berliner stehen nun bei vier Ligaspielen in Folge ohne Sieg. Der FC Augsburg, der am vergangenen Spieltag noch Bayern München mit 2:1 bezwungen hatte, steht jetzt mit 13 Zählern knapp hinter der Hertha (14 Punkte) auf dem Relegationsrang.

Die Startaufstellungen:

Hertha BSC: 1 Schwolow – 2 Pekarik, 5 Stark, 25 Torunarigha, 21 Plattenhardt – 18 Ascacibar, 8 Serdar – 23 Richter, 10 Ekkelenkamp, 17 Mittelstädt – 14 Belfodil
Trainer: Pal Dardai

FC Ausgsburg: 1 Gikiewicz – 20 Caligiuri, 2 Gumny, 26 Winther, 22 Iago – 10 Maier, 30 Dorsch – 16 Vargas, 3 Pedersen – 28 Hahn, 21 Zeqiri
Trainer: Markus Weinzierl

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)

#zdfbundesliga

29 Comments

  1. Hertha spielt scheinbar öfter gegen die Bayern-Besieger im Spiel darauf. Erst meine SGE, jetzt Augsburg. Gibt doch nichts besseres, denn eigentlich verlieren die Teams nach einem Sieg gegen die Bayern gerne. 😀

  2. Gabs den Freistoß am Ende für Augsburg wegen Handspiel? Oder weil sich Selke auf den Ball setzt? Muss der Freistoß in beiden Fällen eigentlich am Entstehungsort ausgeführt werden oder darf man sich den noch ca. 16 Meter nach vorn legen?

  3. Super Lerneffekt von Dardai. Endlich wird der mit Abstand schlechteste Stürmer Piatek auf die Bank gesetzt um dann den zweitschlechtesten Stürmer Belfodil starten zu lassen. Und später wird dann noch Selke eingewechselt.

  4. Ihr hättet noch erwähnen können, dass bei Augsburg mit Gouweleeow, Oxford und Uduokhai die ersten drei Innenverteidiger ausfielen und somit ein 20-jähriger Debütant und der Rechtsverteidiger Gumny in der IV gespielt haben. Erklärt zumindest ein bisschen den Fehler vor dem Gegentor..

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