Holstein Kiel hat im Kampf um den Klassenerhalt einen großen Dämpfer erhalten. Die Schleswig-Holsteiner verloren am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga das Nordduell mit Werder Bremen 0:3 und drohen nun, frühzeitig den Anschluss ans rettende Ufer zu verlieren.

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Werder war in den ersten 30 Minuten die deutlich bessere Mannschaft im mit 15.034 Zuschauern ausverkauften Holstein-Stadion. Die Bremer liefen die KSV sehr hoch an, generierten dadurch unzählige Ballgewinne in der Kieler Hälfte und glänzten selbst durch eine hohe Passsicherheit. Einziges Manko der Werner-Elf in ihrer Sturm- und Drangphase: Sie spielte die Angriffe nicht konsequent genug aus.

Der Führungstreffer gründete so auch nicht so aus seiner Kombination, sondern aus einem ruhenden Ball: Ducksch zirkelte einen Freistoß vom Strafraumeck über Keeper Thomas Dähne, der überraschend den Vorzug vor Timon Weiner erhalten hatte, hinweg ins lange Eck.

Die Hausherren blieben eine Antwort auf das 0:1 zunächst schuldig. Sie blieben bis zur 35. Minute nahezu alles schuldig, was im Abstiegskampf gefragt ist. Coach Marcel Rapp, eigentlich kein aktionistischer Vertreter seiner Zunft, reagierte dann mit einem Dreifach-Wechsel auf den bis dato zu körperlosem und fußballerisch enttäuschendem Auftritt seines Teams. Für Lasse Rosenboom, Marko Ivezić und Phil Harres kamen Lewis Holtby, Timo Becker und Shuto Machino aufs Feld.

Und das hatte Auswirkungen auf die Statik des Spiels. Plötzlich zeigte die KSV die nötige Präsenz in den Zweikämpfen und hatte auch Offensivaktionen. Die große Ausgleichschance besaßen die “Störche” bis zur Halbzeit zwar nicht. Die Leistungssteigerung vor dem Pausentee durfte den Holstein-Fans aber zumindest Mut machen für einen erfreulicheren zweiten Abschnitt.

Werder war also gewarnt. Und die launischen Bremer, die ihren einzigen Sieg in den vergangenen sechs Partien ausgerechnet bei Champion Bayer Leverkusen gefeiert hatten, agierten weiter hochkonzentriert und seriös. Die Verteidigungsarbeit, sonst keine Lieblingsbeschäftigung der Hanseaten, war an diesem sonnigen Nachmittag an der Förde eine große Stärke der Werner-Elf.

Und nach vorne geht bei Werder ohnehin eigentlich immer etwas – das liegt ja fast schon in der DNA des Clubs. In Hälfte zwei erhöhten die Gäste gleich mit ihrem ersten gelungenen Angriff auf 2:0. Ducksch hatte in die Mitte geflankt, Holstein konnte den Ball zunächst klären, aber nur vor die Füße von Agu, der Dähne mit einem feinen Schlenzer ins obere rechte Eck bezwang.

Damit war bereits die Entscheidung gefallen. Denn Holstein war nicht imstande, in der verbleibenden Zeit entscheidend Druck auf die Bremer auszuüben und sich nennenswerte Torchancen zu erarbeiten. Werder, für das Grüll nach einem Konter kurz vor Schluss zum 3:0 traf, konnte in den Verwaltungsmodus schalten und siegte letztlich ungefährdet beim vielleicht vorerst letzten Bundesliga-Duell mit Holstein.

Startaufstellungen:

Holstein Kiel: Dähne – Ivezic, Zec, Komenda – Rosenboom, Remberg, Porath, Bernhardsson, Knudsen – Harres, Skrzybski

Trainer: Marcel Rapp

Werder Bremen: Zetterer – Stark, Friedl, Pieper – Weiser, Lynen, Agu, Stage, Schmid – Burke, Ducksch

Trainer: Ole Werner

Schiedsrichter: Sascha Stegemann

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15 Comments

  1. Danke für euren selbstsicheren Auftritt und mehr als verdienten Auswärtssieg.
    Am Ende des Tages, ist jedes Tor wichtig, egal wie es fällt aber die ersten beiden Tore waren für mich der absolute Wahnsinn und machten dieses Wochenende noch schöner 💚🤍

  2. Ich muss sagen, das Foul vorm Freistoß zum 1:0 war sehr schmeichelthaft. Remmberg geht mit beiden Beinen rein, spielt aber zu 100% den Ball. Schmid springt drüber, wird aber ebenfalls getroffen.
    Für mich ist das Ball gespielt und kein Freistoß. Ich weiß nicht, wann dieses Argument "das ist aber eine hohe Intensität" ausschlaggebend geworden ist, aber bei einer Grätsche, wo man den Ball spielt und den Gegner nicht böse verletzt, ist es kein Foul.
    Wir brauchen nicht darüber reden, dass es Minimum eine klare Gelbe ist, wenn er den Ball nicht spielt. Ist halt eine Grätsche mit einem hohen Risiko.

    Und an alle Werder-Fans: Wir haben den gleichen Quatsch gegen Heidenheim beim 3:3 durchgemacht.

  3. Das ist einfach schlechter Fussball Kiel. Irgendwie scheint die Mannschaft auch nicht aus Fehlern lernen zu wollen. Alleine beim 0:2, was ist das für ein Verhalten in der Defensive!? Schon recht dürftig.

  4. Bei allem Respekt vor der Werder Leistung, aber dem erstenTor ging ein klarer Stellungsfehler des Holstein Keeper voraus. Steht der am zweiten Pfosten, fällt das Tor nicht!

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