Der FSV Mainz 05 hat sich im Gipfeltreffen am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit dem SC Freiburg einen Punkt für die Champions-League-Qualifikation erkämpft – und das trotz einer kompletten Hälfte in Unterzahl.

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Der FSV feiert an diesem Wochenende seinen 120. Geburtstag, weswegen die Gastgeber nicht nur in einem Sondertrikot in Retro-Design aufliefen, sondern es in der Mainzer Arena auch eine beachtliche Choreo der FSV-Fans gab. Und das goldene Konfetti hatte kurz nach dem Anpfiff noch nicht komplett den Rasen erreicht, da musste Schiedsrichter Benjamin Brand bereits das erste Mal eingreifen: Junior Adamu trat Nationalelf-Rückkehrer Nadiem Amiri von hinten auf das Sprunggelenk und sah die frühe Gelbe Karte.

Nach diesem ersten Ausrufezeichen waren beide Teams zunächst auf Spielkontrolle bedacht, mit dem ersten gefährlichen Torabschluss durch die Freiburger: Der Schuss von SC-Kapitän Christian Günter aus 14 Metern ging nur knapp über die Latte (7.). Die Gastgeber ließen sich vom mutigen Beginn des Tabellenfünften nicht aus der Ruhe bringen und versuchten, geduldig ihr Spiel aufzubauen. Jedoch bot die stabile SC-Defensive wenig Räume zur Entfaltung. Der erste 05-Abschluss konnte nach 23 Minuten notiert werden, der Schuss von Anthony Caci brachte aber nichts ein.

Elf Minuten später jubelten dann aber die Gastgeber: Caci setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte scharf in den Fünfmeterraum, wo sich Burkardt an den zwei SC-Innenverteidigern vorbeigeschlichen hatte und freistehend an Atubolu vorbei einschob. Erstmals nach 609 Minuten hatte Atubolu wieder ein Bundesliga-Gegentor kassiert. Die bisherige Freiburger Bestmarke von Richard Golz hatte er zuvor schon übertroffen, für den Bundesliga-Rekord (884 Minuten) reichte es aber nicht.

Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff konterten die Freiburger gegen weit aufgerückte Mainzer. Lucas Höler wurde von Adamu bedient, stürmte auf das 05-Tor zu und konnte von Dominik Kohr nur durch ein Zupfen an der Schulter gestoppt werden. Schiedsrichter Brand entschied erst auf Elfmeter und Gelbe Karte für Kohr. Nach Überprüfung durch den VAR revidierte er aber seine Meinung, da das Foul knapp außerhalb des Strafraums passiert war. Statt Gelb und Strafstoß sah Kohr die Rote Karte, Mainz damit in Unterzahl. Den anschließenden Freistoß durch Grifo aus halblinker Position lenkte FSV-Torhüter Robin Zentner über die Latte. Es war die letzte Aktion in einer sehr unterhaltsamen ersten Hälfte.

FSV-Trainer Henriksen reagierte zur zweiten Hälfte und brachte für den bereits gelbverwarnten Phillipp Mwene mit Andreas Hanche-Olsen einen neuen Verteidiger. Auf Freiburger Seite kam Michael Gregoritsch für den schwachen Adamu. In den ersten dreizehn Minuten nach Wiederbeginn rannte sich die neu formierte SC-Offensive im Mainzer Abwehrbollwerk fest, dann aber war der eingewechselte Mittelstürmer Gregoritsch zur Stelle und köpfte eine Halbfeldflanke von Günter zum verdienten 1:1 ein (58.).

Freiburg war nach dem Ausgleich das deutlich bessere Team. Zwischen FSV-Torhüter Zentner und SC-Offensivmann Höler entwickelte sich eine Art Privatduell, denn zweimal verhinderte Zentner mit klasse Paraden Hölers drittes Saisontor (62., 64.).

Die Mainzer ließen sich trotz der personellen Unterzahl und der Freiburger Drangphase nicht beirren, das Selbstvertrauen nach vier siegreichen Spielen in Serie war ihnen anzusehen. Und die Gastgeber belohnten sich für ihr mutiges Auftreten: Atubolu klärte eine Flanke nicht sauber, so dass Caci an den Fünfer flankte, von wo Hanche-Olsen platziert den Ball zum 2:1 für Mainz einschob.

Die umjubelte Mainzer Führung hielt aber nur kurz. Der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Kübler wurde von Ritsu Doan, der bis zur Grundlinie marschierte, bedient und traf zum erneuten Ausgleich für die Breisgauer (79.). Die Gäste hatten den zweiten Rückstand im Spiel aufgeholt. In der Schlussphase waren sie näher dran an einem weiteren Treffer, konnten ihre Überzahl an Torschüssen aber nicht noch in einen Sieg verwandeln. So blieb es beim 2:2-Unentschieden.

Startaufstellungen:

1. FSV Mainz 05: Zentner – da Costa, Jenz, Kohr – Caci, Sano, Amiri, Mwene, Nebel, Lee – Burkardt

Trainer: Bo Henriksen

SC Freiburg: Atubolu – Sildillia, Ginter, Lienhart, Günter – Eggestein, Osterhage, Doan, Höler, Grifo – Adamu

Trainer: Julian Schuster

Schiedsrichter: Benjamin Brand

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19 Comments

  1. Richtige Entscheidung bei der roten Karte ist quatsch
    Es wurden ganz andere Sachen nicht gepfiffen oder gepfiffen die schlimmer waren als das kurze halten

  2. Mainz ist einfach brutal geil! Wie die Mannschaft gekämpft hat, war atemberaubend. Als Mainzer Fan muss man jetzt von der Champions League träumen – aus Angst vor Enttäuschung zurückhaltend zu sein, wäre nicht gerecht. Im Stadion hat man gespürt, wie sehr die Jungs es wollen und sich gegen alle Widerstände durchsetzen. Genau deshalb teilen wir ihren Traum!

  3. SCF gut gekämpft gegen die diese Saison sehr starken Mainzer.
    In Unterzahl das 2:1 machen war stark.
    Die SCF Tore aber auch 😀

  4. Freiburg würde mit einem Cissé oder Petersen vorne drinnen safe CL spielen! Aber Höler manchmal Wunderkind oft aber Chancentod oder in Freiburg für Herzrhythmusstörungen verantwortlich 😂

  5. Mit Höler führe ich iwie eine toxische Beziehung, ich liebe ihn manchmal und manchmal bringt der mich km meinen Verstand

  6. Der Platzverweis musste nicht ausgesprochen werden. Das Halten war nur kurz, das Fallen theatralisch. So etwas wäre im Mittelfeld garnicht erst gepfiffen worden. Freiburg war mit dem Platzverweis viel besser bedient als mit einem Elfmeter, nämlich 50 Minuten in Überzahl spielen zu können. Die Willensstärke der Mainzer Spieler danach war einfach toll. Aber sie hatten auch etwas Glück – das Glück des Tüchtigen.

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