Nach der Niederlage in der Champions League beim bei Bayern München verliert Bayer 04 Leverkusen auch in der Fußball-Bundesliga. Das 0:2 (0:1) am 25. Spieltag gegen Werder Bremen ist aus Leverkusener-Sicht umso bitterer, weil Tabellenführer Bayern München parallel sein Heimspiel gegen den VfL Bochum mit 2:3 verlor.

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Die Bremer Führung erzielte Romano Schmid (7. Minute) in der Anfangsphase. Die Entscheidung besorgte der eingewechselte Justin Njinmah (90.+4) nach einem Konter. Noch schlimmer für den deutschen Doublesieger: Der erst zur Pause eingewechselte Florian Wirtz musste nach einem Foulspiel nach zehn Minuten schon wieder angeschlagen vom Platz und könnte erst einmal ausfallen. Leverkusens Frust war Bremens Freude: Nach fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge sammelte Bremen drei Punkte und Selbstvertrauen. 33 Zähler bedeuten Platz 12 und damit gesichertes Mittelfeld in der Bundesliga.

Wie schon im München war auch dieses Mal Trainer Xabi Alonso nicht ganz unbeteiligt am Leverkusener Straucheln. Auf gleich sieben Positionen rotierte der Erfolgstrainer gegenüber der Pleite in München seine Mannschaft durch. Ohne Wirtz, Frimpong, Grimaldo und Co. fehlten Leverkusen Schwung und Abstimmung.

Und dann leistete sich Bayer wie in München einen dicken Patzer: Mario Hermoso vertändelte nach einem Einwurf in der Nähe des eigenen Strafraums den Ball. Leverkusens Hinterreihe schaltete im Kopf zu langsam. Bremen kombinierte den Ballgewinn flott durch bis an den Fünfmeterraum, wo Schmid sicher gegen Lukas Hradecky zum 1:0 abschloss.

Das spielte Werder perfekt in die Karten. Die Gäste zogen sich vor dem eigenen Strafraum zusammen und lauerten auf Konter. Leverkusen fehlte der letzte Drive und die Eingespieltheit in der neuen Formation, um die dichten Bremer Reihen auseinander zu spielen. Kaum ein Ball ging Richtung Gäste-Tor, gefährlich wurde es schon gar nicht. Dafür hatte das Alonso-Team Glück, als ein zweites Bremer Tor durch Milos Veljkovic (31.) im Anschluss an einen Eckball wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.

Erst ganz kurz vor dem Pausenpfiff kam Leverkusen durch einen Standard zu einer wirklich gefährlichen Torszene. Aleix Garcia (43.) drehte einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer ans linke Lattenkreuz. Zur Pause reagierte Alonso, brachte mit Nordi Muikele, Exequiel Palacios und vor allem Florian Wirtz frische Kräfte.

Doch Wirtz kam überhaupt nicht dazu, dem Bayer-Spiel einen neuen Dreh zu geben. Bei einem ungestümen Nachsetzen stempelte Bremens Mitchell Weiser im Mittelfeld den Knöchel von Leverkusens Spielmacher hart. Wirtz kam nicht mehr richtig auf die Beine und musste schon zehn Minuten nach Wiederanpfiff das Spielfeld humpelnd verlassen. Weiser kam mit einer Gelben Karten – allerdings seiner fünften – davon. Für Wirtz kam Alex Grimaldo in die Partie.

Die Gastgeber schafften es in der Folge nicht, den Sand aus dem Getriebe zu schütteln. Ungenau, unglücklich und manchmal ungestüm lief Leverkusen dem Rückstand hinterher. Bremen wartete geduldig auf seine Kontermöglichkeiten und wäre fast belohnt worden. Doch Oliver Burke (65.) stand bei seinem Abstauber-Treffer im Abseits.

Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe Leverkusen wieder Fahrt aufnahm. Patrik Schick (70.) rutschte knapp an einer Hereingabe von links vorbei. Nach der Ecke blockte die Werder-Abwehr einen Schussversuch von Grimaldo gerade noch (71.). Kurz darauf drehte Torwart Michael Zetterer einen Gewaltschuss von Palacios (72.) noch um den Pfosten.

Bayer baute Energie auf, weil auch die Fans auf den Rängen aufwachten, als sie von Bayern Münchens zwischenzeitlichem Rückstand gegen den VfL Bochum erfuhren. Palacios (74.) gab den nächsten Versuch ab. Den geschickten Drehschuss aus 20 Metern lenkte Zetterer ganz stark um den Pfosten. Im Minutentakt ging es weiter. Jonathan Tah (77.) köpfte eine Ecke knapp über die Latte.

Es knisterte in der Leverkusener Arena, aber der entscheidende Funke für eine Leistungsexplosion fehlte. Bayer kämpfte. Schick (90.+2) segelte noch einmal an einer Flanke des eingewechselten Jeremie Frimpong vorbei. Dafür schlug Bremen noch einmal zu: Die eingewechselten Keke Topp und Njinmah spielen einen Konter clever zum 2:0 zu Ende.

Startaufstellungen:
Leverkusen: Hradecky – Tapsoba, Tah, Hermoso – Arthur, Aleix Garcia, G. Xhaka, Tella – Buendia, Schick, Adli
Trainer: Xabi Alonso

Werder Bremen: Zetterer – Pieper, Veljkovic, A. Jung – Weiser, Lynen, Agu, Stage, Schmid – Burke, Silva
Trainer: Ole Werner

Schiedsrichter: Tobias Welz

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24 Comments

  1. Ich checks nicht da ist kein Kampf gegen Freiburg, Bielefeld, Hoffenheim und dann gewinnen wir in Leverkusen. Was wir an Punkten liegenlassen obwohls doch eigentlich geht und sie es können das kostet mich immer Jahre meines Lebens

    Lebenslang Grün-Weiß das war wichtig

  2. Schöne Pseudo-Diskussion um WeiserRot. Was ist bitte mit dem angedeuteten Kopfstoß von Hermoso? Ist nicht der Versuch schon strafbar? Und wenn vom Schiedsrichterteam übersehen, dann nicht auch im Nachhinein? Dazu, wenn Werder sich verhält wie Leverkusen in den letzten 10 Minuten fliegen bei uns min. 4 Spieler mit GelbRot Platz …. (remember Werder vs. Mainz) … haben wohl wirklich das Verlieren verlernt…

  3. nein. die rotations-scheisse wirft bayer aus der bahn. so einen scheiss habe ich noch nie gesehen, verstehe es wer wolle. wenn du soviel wechselst, wie Alonso diese saison, dann hast du solche gurkenspiele, und es werden noch einige folgen bis zum ende der saison. jetzt fürchte ich schon Bielefeld…

  4. Also ich kanns nur aus Werder-Fansicht sagen: Das waren so unfassbar wichtige 3 Punkte. Nach der Serie wo nix ging, nun 33 Punkte zu haben, ist absolut gold wert.

  5. Arrogante Leverkusen haben es absolut verdient, hoffentlich fliegen sie cl und bekommen auch keinen Pokal. Dann Alonso weg und nächstes Jahr wieder absoluter no-Name

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