Das war knapp: Mit einem 2:2-Unentschieden gegen Ungarn rettet sich Deutschland ins Achtelfinale der EURO 2020. Nach dem frühen Rückstand durch ein Kopfballtor von Adam Szalai gelang Kai Havertz der Ausgleich. Lange hielt der aber nicht: Andras Schäfer brachte Ungarn erneut in Führung. Der eingewechselte Leon Goretzka sicherte Deutschland mit seinem Treffer zum 2:2 aber noch das Ticket für das Achtelfinale gegen England im Londoner Wembley-Stadion.
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Das DFB-Team startete stark, Joshua Kimmich hatte schon nach drei Minuten die erste große Möglichkeit. Ungarns Keeper Peter Gulacsi wehrte jedoch ab. Dafür war sieben Minuten später sein Kollege Manuel Neuer im deutschen Tor machtlos. Toni Kroos ließ Roland Sallai zu viel Platz, dessen Flanke Adam Szalai per Flugkopfball zum 1:0 für Ungarn versenkte.
Rückstand Deutschland, zeitgleich stand es zwischen Portugal und Frankreich Unentschieden – diese Konstellation (und eine Niederlage Frankreichs) würde das Aus für die deutsche Mannschaft bedeuten. Und es wäre das letzte Spiel für Löw, der nach der EM als Bundestrainer aufhört.
Bei einigen dürften in diesen Minuten Erinnerungen an die WM 2018 wach geworden sein. Auch da brauchte Deutschland im letzten Gruppenspiel gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner Südkorea noch einen Punkt, aber verlor und schied aus.
Deutschland stürmte jedoch wie vor dem 0:1 und versuchte, eine Wiederholung des Unheils von vor drei Jahren zu verhindern. Gulacsi fälschte erst eine scharfe Hereingabe von Kai Havertz ab (17.), wenig später traf Mats Hummels nach einer Kimmich-Ecke per Kopf die Latte (21.)
Die Ungarn hielten mit einer recht harten Spielweise dagegen und bekamen so die deutschen Angriffe im Anschluss besser in den Griff. Selbst hatten die Gäste einige gute Kontergelegenheiten, spielten aber im letzten Drittel zu unsauber im Münchner Starkregen. Und so blieb es beim 1:0 für Ungarn zur Halbzeit.
Löw reagierte und zog Kimmich in die Mitte an die Seite von Kroos, Ilkay Gündogan rückte weiter nach vorne ins offensive Mittelfeld. Doch das erste Erfolgserlebnis gab es dank fremder Hilfe. Kurz nach der Pause erzielte Frankreich den 2:1-Führungstreffer gegen Portugal – in dem Moment wäre Deutschland als einer der vier besten Gruppendritten weiter.
Und diese Hilfe hatte das DFB-Team zu dieser Zeit bitter nötig. Offensiv gelang in dieser Phase so gut wie gar nichts. Ändern sollte das Leon Goretzka, der nach 57 Minuten Gündogan ersetzte. Doch erstmal musste Neuer einen gefährlichen Freistoß von Laszlo Kleinheisler entschärfen (59.), drei Minuten später traf Sallai nach einem Handspiel von Sané den Außenpfosten.
Zwar gab es für Deutschland in dem Moment kein Gegentor in München, dafür jedoch eins in Budapest, wo Portugal das 2:2 gegen Frankreich schoss – und das DFB-Team in diesem Moment aus dem Turnier.
Das änderte dann Havertz. Nach einem Freistoß von Kimmich verschätzte sich Gulacsi, Hummels kam zum Kopfball, den der Champions-League-Sieger aus wenigen Zentimetern zum 1:1 über die Linie drückte (66.).
Doch nur Sekunden nach dem Anstoß war all das wieder passé. Szalai lupfte den Ball über die deutsche Abwehr und Andras Schäfer köpfte den Ball am herausstürmenden Neuer vorbei ins Tor zum 2:1 für die Ungarn (68.). Und wieder galt in diesem Moment: Deutschland ist raus.
Nur selten schaffte es das Löw-Team im Anschluss gefährlich vor das gegnerische Tor. Nach einem Doppelpass mit Robin Gosens tauchte Kroos aber plötzlich frei vorm Tor auf, verzog jedoch knapp (81.).
Wenig später feierte Jamal Musiala sein EM-Debüt und machte gleich das, was der Mannschaft zuvor fehlte. Der Bayern-Youngster dribbelte sich gegen drei Mann durch, spielte den Ball in die Mitte, wo der Ball auf Umwegen auf dem Fuß von Goretzka landete, der mit voller Entschlossenheit das 2:2 erzielte (84.). Und dabei blieb es bis zum Schlusspfiff, dank des Joker-Tores des 26-Jährigen beendet die Mannschaft die Gruppenphase als Zweiter.
