Erst der Sieg bei Union Berlin, im späten Sonntagsmatch des 18. Spieltags der nächste Dreier bei Werder Bremen. Nach einer seriösen Abwehrleistung und gnadenloser Effizienz vor dem gegnerischen Tor gewann der FC Augsburg im Weserstadion mit 2:0. Der Sprung auf Rang zwölf der Tabelle (22 Punkte) ist der Lohn. Werder rutschte mit seinen 26 Zählern ab auf Platz neun.

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In der Partie gegen den FC Augsburg, der mit einem 2:0-Auswärtssieg bei Union Berlin im Gepäck nach Bremen gereist war, ging es also vor allem um eines: stabile Defensive.

Dass man so etwas nicht geschenkt bekommt, musste Werder früh schmerzhaft erfahren: Keine fünf Minuten waren im eiskalten Weserstadion absolviert, da hatte es schon wieder eingeschlagen bei Keeper Michael Zetterer. Mitchell Weiser und Leonardo Bittencourt hatten im Aufbau etwas schlampig gespielt, der Ball ging an Arne Maier verloren. Der spielte gleich tief in die Spitze, wo sich Augsburgs Samuel Essende irgendwie gegen Marco Friedl durchwurschtelte und flach an Zetterer vorbei zum 0:1 einschob (5.).

Gegen Augsburg zurückzuliegen ist kein Spaß – das weiß die Bundesliga-Konkurrenz. Das Team von Coach Jesse Thorup spielt defensiv sehr organisiert und vor allem: knallhart. Die Augsburger packen in Zweikämpfen zu, und zwar richtig. Werder hatte fortan ein dickes Brett zu bohren, um gegen den nun tief stehenden Gegner irgendwie zu Torchancen zu kommen.

Helfen können bei derlei Spielverläufen manchmal Standards. So in der 20. Minute, als Marvin Ducksch einen freistoß scharf ins Zentrum brachte und Anthony Jung die Kugel mit der Fußspitze ins Tor spitzelte. Schade für Werder: Der 33-jährige Spanier hatte im Abseits gestanden. Werder hatte aber jetzt einen etwas besseren Rhythmus gefunden – vor allem der quirlige Romano Schmid sorgte für Unruhe in Augsburgs Hintermannschaft.

Nach einer knappen halben Stunde der nächste Torjubel, der auf den Lippen erstarb: Ducksch hatte nach einem Schmid-Pass FCA-Keeper Finn Dahmen umspielt und die Kugel im Tor untergebracht. Aber auch hier – und diesmal recht deutlich: Abseits.

Apropos Ducksch: Unter der Woche hatte die Neuigkeit die Runde gemacht, dessen Vertragslaufzeit sei unklar. Würde sie schon im kommenden Sommer auslaufen und wäre der Angreifer dann ablösefrei? Auflösung: Duckschs im Sommer auslaufender Vertrag verlängert sich offenbar automatisch nach einer gewissen Anzahl von Spieleinsätzen. Und die sind schon so gut wie erreicht.

Wenig später wieder Ducksch im Fokus: Die Augsburger Abwehr unterschätzte einen langen Ball und Ducksch war frei durch, fiel im Laufduell mit dem nachrückenden Kristijan Jakic. Schiri Benjamin Brand zögerte keine Sekunde und zeigte Rot gegen den Augsburger Verteidiger. Um sich vom VAR berichtigen zu lassen. Nach Ansicht der Videobilder sah auch Brand: Ducksch hatte sich allzu willig fallen lassen – der Platzverweis wurde zurückgenommen.

Pech für Bremen, das sich wenig später an die eigene Nase fassen musste. Ein Augsburger Angriff über links wurde total unterschätzt. Wieder ging Bittencourt nicht in den Zweikampf und ließ Alexis Claude-Maurice flanken. In der Mitte bedankte sich erneut Essende: Per Kopf erzielte der 26-Jährige Kongolese aus acht Metern das 0:2 (45.). So ging es in die Kabinen, weil Schiri Brand auch nicht reagierte, als Werder kurz vor dem Halbzeitpfiff noch vehement einen Handelfmeter forderte. Elvis Rexhbeçaj hatte den Ball an die Hand bekommen. Nicht genug für Brand.

Werder hatte nicht seinen Glückstag – als Marco Grüll in der 54. Minute den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatte, hörte der Österreicher nach seinem 14-Meter-Schuss nur den linken Pfosten scheppern.

Die Partie wurde nun verbissen. Auf zunehmend schlechter werdendem Rasen mühten sich die Bremer immer verzweifelter, fanden gegen das weiter seriös verteidigende Augsburg aber einfach keine Lücken. Die Zeit verstrich, so richtig dicke Torchancen gab’s keine mehr. Und Augsburg durfte seinen zweiten Auswärtssieg hintereinander feiern.

Startaufstellungen:

SV Werder Bremen: Zetterer – Stark, Friedl, Jung – Weiser, Köhn, Stage, Bittencourt, Schmid – Grüll, Ducksch

Trainer: Ole Werner

FC Augsburg: Dahmen – Matsima, Gouweleeuw, Zesiger – Koudossou, Rexhbecaj, Jakic, Giannoulis, Maier, Claude-Maurice – Essende

Trainer: Jess Thorup

Schiedsrichter: Benjamin Brand

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32 Comments

  1. Wenn man bedenkt wie sich Zetterer am 1. Spieltag über Essende lustig gemacht hat weil er da keinen Elfer bekommen hat obwohl es einer war tut es umso mehr gut das er heute ihm einen Doppelpack eingeschenkt hat
    Eigentlich waren es sogar 2 Fehlentscheidungen und Augsburg hätte mind. mit 3:2 gewinnen müssen aber ist ja egal

  2. Werder heute glücklos vorne und hinten in den wenigen entscheidenden Momenten zu passiv und auch irgendwie glücklos (Friedl vorm 0:1). Ducksch wird zwar oben und unten getroffen, aber niemals genug um so zu fallen, einfach mal wieder nicht schlau von ihm. Schiri heute auch wieder oft echt daneben, aber immerhin diesmal nicht unbedingt ausschlaggebend für den Punktverlust. Nächste Woche wieder angreifen! 🍀

  3. Ich verstehe die Zeit der Bremer während Training ist.War dabei.Da war keine richtige Einsatz und Hutspiele.Und sowas passiert dann so ein Spiel, Schande gegen FC Augsburg,die haben gut gespielt.Viele Fehlentscheidungen der Schiedsrichter und V.A.R.🧐

  4. Duksch schon immer ein unsportlicher typ. Nach so ner showeinlage noch beschweren ist der hammer. Sein interview nach dem spiele lässt einen auch einfach nur mit dem kopf schütteln

  5. Niederlage geht aufgrund der teilweise echt heftigen Ideenlosigkeit in Ordnung. Das Momentum liegt momentan einfach nicht bei Werder. Und zudem die ein oder andere Schirientscheidung gegen Werder. Weiter gehts

  6. Bremen hat das Spiel von Anfang bis Ende ohne Ausnahme dominiert, leider kein Erfolg vorm Tor.
    Augsburg mit nur 2 wirklichen Chancen und 2 Treffern.. Diese Effizienz hat Werder gefehlt.
    Ducksch mit einer klaren Schwable, braucht man nicht diskutieren, aber der Elfmeter hätte zu 100% einer sein müssen, das ist einfach wie schon Mittwoch wieder Schiri-Pech

  7. Oft fehlt es bei Werder an der Konzentration über 90 Minuten. Dazu kommen sehr viele Leichtsinnsfehler. Ich bin der Meinung das man mit 2 Spitzen spielen sollte da Werder viele Chancen hat. Ich verstehe nicht dieses Auf und Ab. So wird es nichts mit Europa. Also reißt euch zusammen und dann läuft es auch
    .Ich gebe die Hoffnung nicht auf Europa ruft.

  8. schade werder! abschütteln und nächstes mal bisl mehr rennen!
    schade! einfache 3 Punkte versemmelt, aber auch viel pech in diesem und im hoffenheimspiel ! ! ! 😢

  9. Wäre besser wenn es keine Schiris mehr gibt lieber Maschinen 1000% das richtige entscheiden lassen. Komischerweise wird für Bremen nie ein VAR gemacht aber für alle anderen schon. Sowas nenne ich Betrug 😊

  10. Also ich hab' Radio gehört,
    Bremen 1, laut dem Reporter
    da hat Werder ja GARNICHTS
    auf die Reihe gebracht,aber
    das stimmt nicht,war ein
    enges Spiel,Werder war
    besonders 1. Hälfte nicht
    schlecht,aber es gibt so
    Tage,da haste kein Glück
    und dann kommt noch
    Pech dazu,ein Unentschieden
    wäre gerechter gewesen,
    ✌FCA✌❤💚…
    DANKE für die gute
    Zusammenfassung hier!

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