Borussia Mönchengladbachs Trainer Gerardo Seoane hat sich Zeit verschafft: Dank Tim Kleindienst gelang den Gladbachern am 7. Spieltag der Fussball-Bundesliga ein knapper 3:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim.
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Léo Scienza hatte die Gäste in der 12. Minute in Führung gebracht, Ko Itakura glich zehn Minuten später aus. Im zweiten Durchgang sorgte Tim Kleindienst in der 62. und 75. Minute für die Zwei-Tore-Führung, nach dem Anschluss durch Marvin Pieringer (80.) wurde es aber noch einmal eng.
“Wir haben viel richtig gemacht, aber ich ärgere mich etwas, dass wir es am Ende unnötig spannend gemacht haben”, analysierte Gladbachs Manager Roland Virkus anschließend gegenüber der Sportschau. Zu den Fan-Pfiffen gegen Seoane vor dem Anpfiff sagte er: “Wir können das, was von außen kommt, nicht beeinflussen. Wichtig ist, dass wir intern zusammenbleiben – und dass das so ist, hat die Mannschaft heute gezeigt.
“Heidenheim-Keeper Kevin Müller, Trauzeuge und Freund von Kleindienst, kommentierte: “Tim hatte mir vorher drei Tore angekündigt, von daher war es noch okay. Nein, im Ernst: Es war ganz speziell, ihn nach zehn Jahren erstmals als Gegner zu haben. Jeder hat für seinen Verein alles gegeben, ich habe ihm ein Kompliment gemacht, aber ich ärgere mich am Ende natürlich über unsere Niederlage.
“Matchwinner Kleindienst sagte: “Es tut mir fast weh, meinen alten Kollegen geschadet zu haben. Aber Vereinswechsel gehören zum Fußball, von daher freue ich mich am Ende des Tages natürlich über den Sieg und meine beiden Tore.”
Heidenheim-Trainer Frank Schmidt sah es ähnlich wie sein Torhüter: “Wir haben zu viele Fehler vor den Gegentoren gemacht, auch wenn wir am Ende sogar noch hätten ausgleichen können. Tim Kleindienst ist einfach ein Klassespieler und hilft auch als Mensch mit seinem Ehrgeiz jeder Mannschaft. Wir trauern ihm nicht nach, sondern müssen Lösungen finden – und zwar bessere als heute.”
Seoane freute sich: “Wir haben aus dem Augsburg-Spiel gelernt, aus Ballbesitz viel mehr Gefahr zu kreieren. Wir haben robust gegen eins der zweikampfstärksten Teams der Liga dagegengehalten, auch wenn es am Ende etwas wild wurde.”
Heidenheim hatte in dieser Phase große Orientierungsprobleme, profitierte dann aber aus dem Nichts von einem Doppelfehler der Gladbacher. Julian Weigl spitzelte im Mittelfeld beim Klärungsversuch den Ball zum Gegner, Jan Schöppners Aufsetzer aus 20 Metern patschte VfL-Torhüter Moritz Nicolas dann äußerst unglücklich zur Seite ab und hielt die Situation damit gefährlich. Scienza reagierte am schnellsten, visierte das kurze Eck an und ließ Nicolas beim Versuch einer Fußabwehr des minimal abgefälschten Balls relativ kläglich aussehen.
Gladbach verlor danach etwas den Faden, profitierte aber von einer Energieleistung des in die Startelf rotierten Rocco Reitz. Der U-21-Nationalspieler spitzelte den Ball im Liegen zu Alassane Plea, dessen Hereingabe bei Itakura landete – bei dessen kernigen Schuss ins rechte Eck war Kevin Müller machtlos. Fünf Minuten später hatten die Fohlen dann die Führung auf dem Kopf: Robin Hack scheiterte nach einer Ablage von Joe Scally aber am hervorragend reagierenden Müller.
Erstaunlich blass war bis dahin Neu-Nationalspieler Kleindienst geblieben, der im Vorjahr die Heidenheimer mit zwölf Toren und sieben Assists nach Europa geschossen hatte. Doch in der 62. Minute hatte er seinen Geistesblitz: Per Hacke beförderte er eine etwas in den Rücken gespielten Hereingabe von Plea ins Netz – und verzichtete anschließend aus Respekt vor den alten Kollegen auf einen ausschweifenden Torjubel.
Das hielt Kleindienst dann eine Viertelstunde vor dem Ende noch einmal so. Plea hatte gegen Mamon Busch einen Elfmeter herausgeholt, Kleindienst schnappte sich nach kurzer Diskussion mit Plea und Weigl die Kugel und ließ Müller keine Chance.
Alles sah nach Vorentscheidung aus, doch die Gladbacher machten es selbst wieder spannend. Weigl klärte einen hohen Ball im Strafraum völlig unnötig mit der Hand, Pieringer verwandelte den Elfmeter, den Daniel Siebert nach VAR-Intervention verhängt hatte.
Startaufstellungen:
Gladbach: Nicolas – Lainer, Itakura, Friedrich, Scally – Reitz, Weigl, Honorat, Plea, Hack – Kleindienst
Trainer: Gerardo Seoane
Heidenheim: Ke. Müller – Busch, P. Mainka, Gimber, Föhrenbach – Maloney, Schöppner, Beck, Wanner, Scienza – Pieringer
Trainer: Frank Schmidt
Schiedsrichter: Daniel Siebert
#Bundesliga #SportschauBundesliga

14 Comments
Also sorry, Plea fädelt ja komplett ein
Gladbach atmet durch, wo liegen die aktuellen Probleme der Borussia?
Wann Schmutzbach wohl endlich den Trainer schasst?
Alle Fans vor Ort kamen voll auf ihre Kosten. War ein tolles Spiel.
Jawollo 3 Punkte! 🖤🤍💚😁 Für mich eher kein 11m für die Borussia Punkt !
Das man so lange gebraucht hat um bei der Aufstellung etwas zu verändern ist schon bemerkenswert. Jetzt nur noch dem Stöger in diese Truppe eizukomponieren und wir haben eine Mannschaft.
1:18 Laimer? Junge, mach mal deine Kommentatorenhausaufgaben.
Ist ja peinlich…
Borussia Mönchengladbach hat das letzte Mal im Jahr 2022 unter Adi Hütter 2 Bundesliga Spiele in Folge gewinnen können
Bitte Gladbach Brecht den Fluch und holt 3 Punkte am Freitag in Mainz!
Der elfer für gladbach ein witz der fuß vom heidenheimer hat nix getroffen im gegenteil der gladbacher fedelt ein var im tiefschlaf der ahnungslosen
Jemand wie Kleindienst hat echt gefehlt. Körpersprache 10/10 und liefert auch noch direkt ab.
aso bin ich der einzige der den Elfer gegen Plea lächerlich findet ? der hätte einfach laufen können nein kickt gegen die ins Leere gehende Grätsche.. wow
Ist doch jetzt komplett
Borussia Kleindienst,
wer trifft denn sonst bei
Gladbach ein offenes
Scheunentor!? …
Warum ist es nötig, so den 11er zu " schinden ". Auch wenn es dafür eine Regel gibt, wenn man das Bein so stehen lassen kann … es ist doch beschämend. Ausgerechnet Kleindienst gibt sich dafür her. Man sieht deutlich diesen unnatürlichen Bewegungsablauf …
Borussia Mönchengladbach 🖤🤍💚🦓💪😎⚽️⚽️⚽️