Leipzig erleidet späten Schock in Madrid | Atletico Madrid – RB Leipzig 2:1

Früher Führungstreffer reicht bei Atletico nicht – Keine Punkte in Madrid: Gimenez zieht Leipzig den Stecker

Als letztes deutsches Team ist RB Leipzig in die Champions League gestartet – und schlug sich bei der kniffligen Auswärtsaufgabe bei Atletico Madrid lange Zeit gut. Am Ende hatte aber Gimenez das letzte Wort.
Trotz des starken Auftritts beim 3:0 gegen Valencia tauschte Diego Simeone sein Team auf vier Positionen aus und erteilte Reinildo, Riquelme, Correa und Alvarez Startelfmandate. Azpilicueta, Samuel Lino, Gallagher und der Ex-Leipziger Sörloth verfolgten das Geschehen stattdessen zunächst von der Bank aus.

Auf der Gegenseite stellte Marcos Rose im Vergleich zum 0:0 gegen Union Berlin sein System um und setzte anstelle des zuletzt praktizierten 3-4-2-1 auf eine 4-2-2-2-Formation. Namentlich durften Orban, Vermeeren und Nusa – der Norweger und der Belgier feierten ihre Startelfdebüts – anstelle von Geertruida, Klostermann und Kampl (alle Bank) beginnen.

RB begann stark und setzte über Raum direkt den ersten Akzent. Noch in derselben Minute fuhren die Sachsen einen Konter, überrumpelten damit die Atletico-Defensive und kamen durch Seskos Kopfball zur frühen Führung (4.). Danach waren die im 3-4-3 aufspielenden Colchoneros an der Reihe, übernahmen das Zepter, doch gegen die kompakte Defensive des Bundesligisten war zunächst kein Durchkommen.

In Minute 15 allerdings mussten die Leipziger eine Schrecksekunde überstehen, als Griezmann nur noch das leere Tor vor sich hatte, Orban aber blockte den Schuss des Franzosen in höchster Not. Ab diesem Zeitpunkt verlagerte sich das Spiel dauerhaft in die Hälfte der Gäste, die zunehmend durch das Powerplay der Rojiblancos unter Druck gesetzt wurden. Zunächst bügelte Lukeba mit einem Block gegen Correa einen Fehler von Ex-Colchonero Vermeeren aus (25.), dann traf Correa nach einem schnell ausgeführten Eckstoß nur den Innenpfosten (26.).

Leipzig entglitt die Partie immer mehr und nur wenige Augenblicke später passierte das, was sich zuvor stark angedeutet hatte: Llorentes Flanke nahm Griezmann stark ab und beförderte den Ball per Aufsetzer ins Leipziger Tor (28.). Mit dem Ausgleichstreffer im Rücken hörte Atletico aber nicht auf, sondern strebte nach Mehr. Trotz enormen Drucks gelang den Hausherren vor der Pause aber nichts mehr, sodass RB ein schmeichelhaftes Remis in die Kabine schaukelte.

Poulsen köpft knapp vorbei, Gimenez macht es besser
Auch der Seitentausch sollte zunächst nichts an den Machtverhältnissen ändern. Leipzig, das mit Baumgartner anstelle von Nusa weitermachte, sah sich direkt wieder in der Defensive gefordert. Bei Correas abgeblocktem Schuss packte Gulacsi allerdings sicher zu (48.).

Die Colchoneros nahmen in der Folge das Tempo etwas raus, wodurch RB sich wieder erholen konnte und selbst auch offensive Ambitionen anmeldete. So zog Henrichs einen Freistoß immerhin aufs Tor (62.), ehe Xavi in Atleticos Druckphase hinein aus kurzer Distanz drüber schoss (72.) und Joker Poulsen knapp vorbeiköpfte (77.).

Stattdessen drehten die Hausherren zum Ende hin wieder auf: Griezmann traf zunächst nur das Außennetz (81.) und fand etwas später Gimenez, der sich im Luftduell mit Seiwald durch setzt und Atletico in der letzten regulären Spielminute zum 2:1-Sieg köpfte (90.).

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