Ein höchst umstrittener Elfmeter hat Bayern München gegen den SC Freiburg auf die Siegerstraße in der 1. Fußball-Bundesliga am 2. Spieltag gebracht. Dazu erzielte Thomas Müller in seinem Jubiläumsspiel ein Traumtor.

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Die Partie begann ziemlich schleppend. Eine Viertelstunde lang tat sich kaum etwas, die Bayern hatten zwar Ballbesitzwerte um die 75 Prozent, aber Freiburgs Defensive stand sicher. Erst in der 19. Minute wurde es mal interessant vor dem Tor des Sportclubs, als sich die Gäste über die rechte Seite durchkombiniert hatten: Michael Olise bediente Serge Gnabry, der im Zentrum Jamal Musiala freispielte – doch Lukas Kübler grätschte im letzten Moment dazwischen.

Eine Viertelstunde später wurde Freiburg dann wieder auf der linken Abwehrseite ausmanövriert, über Joshua Kimmich und Olise segelte die Kugel ins Zentrum, wo sich Kane im Luftkampf mit Max Rosenfelder hart, aber noch völlig im Rahmen des Regelwerks, durchsetzte. Sein Kopfball wurde von Rosenfelder noch leicht am Arm berührt, Kane zeigte auch sofort in Richtung Eckfahne.

Doch die Video-Crew im Kölner Keller hatte Redebedarf. Harm Osmers und sein VAR-Assistent Mike Pickel beorderten Schiedsrichter Dingert an den Bildschirm, und der zeigte nach längerem Überlegen tatsächlich auf den Elfmeterpunkt. Dabei hatte definitiv keine unnatürliche Handbewegung vorgelegen, auch keine Absicht – Rosenfelder war von Kane etwas heruntergedrückt worden und versuchte sich mit seiner schwungvollen Armbewegung hochzuschrauben. Dass der Arm dabei vom Körper abstand, muss Dingert bewogen haben, den Strafstoß zu geben. Wohl fühlte er sich dabei aber offenbar nicht, denn er tat dies mit einer entschuldigenden Mimik und Gestik, so wolle er sagen: echt blöde Regel, aber was soll ich machen?

Damit lag er allerdings auch falsch: Er hätte etwas machen können. Nämlich nichts – soviel hätte der den Schiedsrichtern zustehende Ermessensspielraum hergegeben. Kane ließ Freiburgs Torwart Florian Müller anschließend keinen Spielraum und verwandelte sicher zum 1:0.

Die Freiburger waren darüber natürlich erbost, Coach Julian Schuster teilte dem Gespann in der Pause kurz und kernig seine Meinung mit. Doch eine Trotzreaktion seiner Mannschaft blieb aus. Im gesamten Spiel tat der Sportclub so gut wie nichts, um die Partie zu drehen. Nach vorne waren weder Tempo noch Ideen zu erkennen, so dass die keineswegs immer sicherwirkenden Innenverteidiger Min-jae Kim und Dayot Upamecano viel zu selten gefordert wurden.

Die Bayern brannten ihrerseits auch kein Offensivfeuerwerk ab, sondern kontrollierten cool und souverän das Geschehen im Mittelfeld. Entschieden war das Duell dann spätestens mit Müllers Traumtor: Palinha hatte die Kugel auf Serge Gnabry verlagert, dessen Flanke Müller mit einer streichelnden Bewegung aus der Luft pflückte und in einem Guss an seinem Gegenspieler vorbeilegte. Mit links schloss er dann unhaltbar für Müller zum 2:0 ab.

In der 6. Minute der Nachspielzeit gab es dann noch einen Elfmeter, der ebenfalls sehr umstritten war – Freiburgs Lucas Höler jagte die Kugel aber vom Punkt aus weit über das Tor von Manuel Neuer.

Mit zwei Siegen hat Vincent Kompany damit einen Top-Saisonstart hingelegt – für die Tabellenführung reichte es aber nicht, weil der FC Heidenheim die bessere Tordifferenz hat.

Startaufstellungen:

Bayern München: Neuer – Upamecano, M.-J. Kim, Guerreiro – Kimmich, Pavlovic, Gnabry, Tel, Olise, Musiala – Kane

Trainer: Vincent Kompany

Freiburg: F. Müller – Kübler, Rosenfelder, Lienhart, Günter – M. Eggestein, Osterhage, Doan, Röhl, Grifo – Adamu

Trainer: Julian Schuster

Schiedsrichter: Christian Dingert

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50 Comments

  1. Also es gab Massenproteste gegen den DFl Invest Deal, warum nicht endlich gegen den VAR und die Handregel….es ist sowas von überfällig, fussball macht so keinen spaß mehr!

  2. Also das Tor von Müller war in allem einfach der Wahnsinn, die wunderschöne Verlagerung von Palhinha, die Annahmen und Flanke vom, zugegebenermaßen komplett unbehinderten Gnabry und dann diese Ballannahme und der Abschluss mit Links und dann auch noch in seinem Rekordspiel.. einfach geil

  3. Tel braucht ne Leihe in Liga 2 oder so , da taugt er vllt viel , aber für 1. Buli ist das einfach viel zu schwach, vorallem wenn man für Bayern spielt.

  4. das immer über den VAR gemeckert wird…. meckern kann man wenn er nicht genutzt wird……. aber in diesem Fall ob unabsichtlich oder absichtliches AHndspiel ist ja scheiss egal, wenn man ausversehen über Rot fährt bekommt man trotzdem nen Punkt in Flensburg also sich da aufzuregen ist schwachsinnig hand ist weit weg vom körper im Strafraum verändert die Flugbahn des Balles was soll der Schiri da anderes machen als die Regel befolgen

  5. 2:40 der Arm schnellt doch nicht hoch, weil man auf der anderen Seite drückt ^^ bist du ne Puppe oder was? Elfer kann man geben, da der Ball Richtung Tor geht. Der gegen Palinha war ein Witz.

  6. Also dieser VAR sollte den Schiedsrichern helfen…aber das was dabe rausgekommen ist, ist nicht mehr normal. Solche Entscheidungen nehmen den Fans den Spaß. Überforderung pur bei den Schiedsrichtern. Aber das Problem liegt im Endeffekt bei den Regeln, denn die sind viel zu schwammig. Und ich sehe da ebenfalls eher ein Foul von Kane, aber manche Schiris trauen sich nicht, gegen die Großen zu pfeifen. Ich will nicht wissen, wie der Uli Hoeneß wieder gepoltert hätte, wenn der Schiri in der Szene auf Foul von Kane entschieden hätte. Aber zurück zum eigentlichen Problemfall. Bei der EM gab es schon lachhafte Entscheidungen im Punkt Handspiel. Die UEFA sollte über das europaweite Regelwerk nachdenken. Und wenn das nichts mehr hilft, solte der VAR eingeschränkt oder sogar komplett abgeschafft werden. Auch der Elfer für Freiburg ist mehr als lächerlich.

  7. Könnt ihr endlich diese bescheuerten Handspiel Auslegungen ändern. Diese ausgebreitet arme im defensiv Kopfball macht 100000% jeder Abwehrspieler. "unnatürliche" Vergrößerung der körperfläche am arsch. Und das "der Ball springt von einem anderen Körperteil an den Arm" hat man sich doch eigentlich auch drauf geeinigt das das kein handspiel ist. Und doch wird dieser scheiß immer noch gepfiffen. In beiden Situationen beschwert sich kein Spieler und keiner im Stadion weil er handelfmeter will. Es ist nur noch lächerlich.

  8. Typisch beschissene Bayern
    Wieder bekommen die ein Elfmeter weil die sonst nicht anderes hin bekommen .Eigentlich hat kane sich abgestützt und der Schiri hätte das als Foul pfeifen müssen gegen die bayern.und wo war das ein Traum tor von dem behinderten Müller? Das war kein Traum tor das war ein normales tor .hört auf die Bayern so zu pushen

  9. jetzt mal ehrlich, was soll der scheiß?
    das soll beides eine unnatürliche bewegung gewesen sein?!
    kane stützt sich etwas auf, dadurch kommt erst der arm hoch (aber dennoch kein foul für mich) hätte ecke geben müssen…

    das von palinha?! er blockt mit dem knie und von da springt der ball an die hand?!

    daran merkt man dass es bei hand keine einheitliche regelung gibt… sage nur das spiel gegen den VFL als der bayern da keinen handelfer bekam
    und der gegen WOB war für mich ehr einer (aber auch ein witz) als die beiden hier zusammen

  10. Wir brauchen endlich ne einfachere Handregel. Das Verlangen jeden wilden Fall "im Sinne des Fußballs" zu regeln mit 700 verschiedenen auslegungshilfen führt einfach zu willkür.
    Mmn brauchen wir: Hand ist Hand. Die einzige Ausnahme ist, wenn der getroffene Körperteil angelegt ist. Denn ob es angelegt war, kann im Zweifel der VAR ziemlich eindeutig klären.
    Ich glaube nicht dass das zu absurd vielen Elfern führt, zumal die Verteidiger dann halt noch konsequenter lernen die Hand am Körper zu haben beim Block.
    Man wird zwar dann ein paar Situationen haben wo man sagt "ach ist eigentlich blöd, der konnte doch nix machen". Aber ich glaube für Spieler und Zuschauer ist das trotzdem besser, weil das ärgerliche aktuell garnicht unbedingt die Entscheidung auf Handspiel an sich ist, sondern die Tatsache dass fast identische Situationen mal in die eine und mal in die andere Richtung ausgelegt werden. Alles erscheint völlig willkürlich und das ist schlecht. Ne einfache Regel, bei der es wenig Auslegungsspielraum gibt, ist inhärent fairer und so wird auch die Wahrnehmung sein. Man wird sich zwar mal ärgern dass es Pech war oder dass der Spieler nix hätte tun können, aber der riesen Frust, weil man weiß dass das an nem anderen Tag mit nem anderen Schiri vielleicht nicht gepfiffen worden wäre, entfällt.

    Immerhin war der Schiri in diesem Spiel konsequent und hat auch den Elfer gegen Bayern, der aus "angeschossen aus kürzester Entfernung" war, gegeben. Aber zufrieden ist sichtlich niemand.

  11. Also der Elfmeter zum 1:0 ist bullshit, vielleicht zwar richtig nach Regelwerk aber dennoch bullshit.
    Das Tor von Thomas Müller war aber echt geil gemacht.

  12. Gz zum Sieg aba und so ein schönes Müller Tor👍aba zu palinha Sagte kompany echt das er nur Ersatz sein würd für so ein Jüngling wenn das stimmt palinha Verlass die Bayern wieder sowas hat so ein Klasse Spieler net verdient Vorallen hat er 50 Millionen gekostet was denkt sich so ein unerfahrener Trainer sich eigentlich, kompany wird noch viel Unruhe in die Mannschaft bring.ich geb ihn ein halbes Jahr dann ist er weg .

  13. Woran erkennt man dass Müller einer der besten Deutschen Fußballer aller Zeiten ist?
    Auch nicht-Bayern Fans sagen "Scheiß Bayern, aber dem Müller gönn ich es"

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