Zwei Spiele, sechs Punkte: Der 1. FC Heidenheim hat mit einem perfekt eingespielten Team den viel zu konteranfälligen FC Augsburg in der 1. Fußball-Bundesliga am 2. Spieltag mit 4:0 zerpflückt.

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Es war ein rasanter Beginn. Gewissermaßen für den Startschuss sorgte Augsburgs Arne Maier mit einem direkten Freistoß aus der Distanz – der Ball klatschte an den Querbalken, FCH-Torwart Kevin Müller wäre nicht rangekommen (3.). Danach ging es weiter mit der nächsten aufregenden Szene: Nach einer Ecke von Scienza reklamierte Heidenheim ein Handspiel von Keven Schlotterbeck im Strafraum. Schiedsrichter Martin Petersen entschied nach VAR-Überprüfung und Ansicht der Bilder auf Strafstoß. Diesen verwandelte der 18-jährige Angreifer Wanner eiskalt. Damit wurde er zum jüngsten Elfmeter-Torschützen der Bundesliga-Geschichte, er verdrängte HSV-Idol Manfred Kaltz, der bei seinem ersten verwandelten Strafstoß einen guten Monat älter war.

In der Folge mühte sich der FCA bei 63 Prozent der Ballbesitzanteile ab, Lösungen im Angriffsdrittel zu finden. Bei 7:5 Torschüssen zugunsten der “Fuggerstädter” fehlte aber auch das Glück: Nach einem Eckstoß köpfte Schlotterbeck den Ball an die Latte (26.) – zum zweiten Mal in dieser Partie rettete das Aluminium die Gastgeber. Heidenheim hatte das Glück des Tüchtigen, machte es aber auch clever und kam immer wieder in vielversprechende Kontersituationen. Und der FCH war einfach effektiver als Augsburg.

Angreifer Marvin Pieringer, neu in die Startelf gerückt, bewies nach Flanke von Jonas Föhrenbach eine gute Übersicht und bediente Scienza, dessen Volleyschuss Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw nicht mehr von der Linie kratzen konnte – 2:0 für Heidenheim. Pieringer hätte sogar fast schon auf 3:0 gestellt, er verfehlte aber kurz vor der Pause im Strafraum knapp den Ball (41.). Augsburg-Trainer Jess Thorup reagierte auf den Rückstand und brachte zur zweiten Hälfte mit Ruben Vargas einen neuen Mann für die Offensive, auch Marius Wolf kam als Außenbahnspieler. Mads Pedersen und Fredrik Jensen gingen runter (46.). Der FCA versuchte, den Druck auf die Gastgeber zu erhöhen, doch ein Durchkommen gab es vorne nicht.

Stattdessen machte Heidenheim über perfektes Umschaltspiel den Deckel drauf. Wanner eroberte im Halbfeld energisch den Ball und legte für Beck auf, der aus kurzer Distanz Schützenhilfe vom Innenpfosten bekam und zum 3:0 traf. Nur wenige Minuten später leitete vor der Saison vom SSV Ulm gekommene Scienza den nächsten tadellosen Spielzug ein, dann übernahmen zwei Joker: Sirlord Conteh legte quer zu Breunig, der abstaubte. Letzterer verhinderte auch noch den Augsburger Ehrentreffer – er klärte einen Kopfball von Kristijan Jakic nach einem Eckstoß auf der Linie (79.). In der Schlussphase passierte nicht mehr viel.

Startaufstellungen:

Heidenheim: Ke. Müller – Traoré, P. Mainka, Gimber, Föhrenbach – Maloney, Schöppner, Beck, Wanner, Scienza – Pieringer

Trainer: Frank Schmidt

Augsburg: Labrovic – Pedersen, Gouweleeuw, K. Schlotterbeck, Giannoulis – Breithaupt, Rexhbecaj, Maier, F. Jensen – Essende, P. Tietz

Trainer: Jess Thorup

Schiedsrichter: Martin Petersen

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32 Comments

  1. Super souverän von Heidenheim. Verdient auf Platz 1. Wanner wird noch ein ganz ganz großer, wenn er einfach nur so bleibt, wie er ist. Glückwunsch von einem KSC-Fan 👍

  2. Der 1. FC Heidenheim ist in den nächsten 2 Wochen Spitzenreiter der ersten Fußballbundesliga und spielt International gegen Chelsea.

    Der HSV, Köln, Hertha, und Schalke haben heute auch Fußball gespielt.

  3. Heidenheim und Frank Schmidt machen ein Brutal guten Job das letzte Jahrzehnt! Ohne dicke Summen auszugeben, zaubern sie immer neue Lösungen aus dem Hut. Viele haben sie als Absteiger gesehen weil sie wichtige Leistungsträger verloren haben, aber da hat irgendjemand in dem Verein ein richtig gutes Auge für die richtigen Spieler. Und Schmidt bastelt daraus ein eingeschworenes Team das miteinander funktioniert und kämpft. Schaut euch mal die letzten Jahre an da ging es immer ein Stück bergauf, langsam aber stetig haben sie sich in den Ligen etabliert und sind weiter hoch marschiert. Das sind die Beispiele die den Fussball schön machen und nicht irgendwelche Magnaten Vereine, die alles zusammenkaufen was einigermaßen den Ball geradeaus bewegt.

  4. Verdienter Sieg, sehr effizient Heidenheim, Gratulation !

    Elfmeter war nicht so eindeutig wie der Kommentator sagt. Schlotterbeck wird zuvor von hinten gehalten. Reißt sich los, und dabei macht er dann diese unglückliche Bewegung. Kann man geben, aber kann man genauso nicht geben wie den von Bremen letzte Woche … das war unglücklich

  5. Der Elfmeter zum 1zu 0 hätte doch wiederhollt werden müssen weil der Spieler noch nicht geschossen hatte und ein anderer in dem Strafraum schon drin war.

  6. an nagelsmann…nehmt diesen jungen sofort in den deutschen kader auf,lass ihn sofort spielen…warum…er hat die deutsche u. die österrische staatsbürgerschaft…worauf wartet ihr noch…ein klasse linksfuß im mittelfeld hatten wir schon lange nicht mehr…özil 2.0

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