Weghorst über Jokertor: “Das Szenario, wie du es im Kopf hast” I Polen – Niederlande 1:2

Die Niederlande hat ihr erstes Gruppenspiel gegen Polen knapp mit 2:1 gewonnen. Matchwinner war Joker Weghorst, der kurz nach seiner Einwechslung den Siegtreffer brachte.

Auf dem Papier in der Rolle des Underdogs, musste Polens Trainer Michal Probierz auch noch auf seinen absoluten Topstar verzichten: Kapitän, Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze Lewandowski fehlte mit muskulären Problemen. Für ihn startete gegenüber der gelungen Generalprobe gegen die Türkei (2:1) Buksa als Stoßstürmer. Zudem mussten Dawidowicz, Slisz, Piotrowksi und Swiderski für Salamon, Romanczuk, Urbanski und Sebastian Szymanski weichen.

Bondscoach Ronald Koeman fehlten derweil neben dem kurzfristig angeschlagenen Brobbey mit de Jong und Koopmeiners zwei wichtige Akteure gänzlich, für die Dortmunds Maatsen und Ex-Münchner Zirkzee nachnominiert wurden. Beide Nachrücker saßen vorerst auf der Bank, weil Koeman derselben Startelf wie beim 4:0 im letzten EM-Test gegen Island vertraute.

Und obwohl diese Elf voller individueller Klasse gut ins Spiel fand und durch Gakpo (2.) und Reijnders (9.) gleich mal zwei aussichtsreiche Torschüsse verbuchte, musste sie früh einen Rückschlag verkraften: In der 16. Minute lief Buksa bei einer Ecke ein und köpfte die Polen in Führung.

Doch die Niederländet ließen sich von dem Gegentreffer nicht verunsichern und spielten weiter munter nach vorne. In einigen Phasen ähnelte das Spielgeschehen einem echten Sturmlauf: Erst ließen van Dijk (20.) und Depay (22.) weitere Chancen liegen, wenig später machte es Gakpo besser, als sein abgefälschter Schuss im Netz einschlug (29.).

Auch in der Folge blieb Oranje die spielbestimmende Mannschaft, wenngleich die Polen einen großen Kampf zeigten und sich in jeden Ball warfen. Vereinzelte Ansätze eines Konters verpufften jedoch meist. Die beste Möglichkeit hatte Kiwior, dessen druckvollen Schuss Verbruggen parierte (32.). Weil auf der anderen Seite Gakpo (42.) und Depay (45.+1) weitere Top-Chancen für die Niederlande nicht nutzten, ging es mit 1:1 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte die Partie in Sachen Unterhaltungswert einfach an den ersten Durchgang an. Weil sich auch die Polen nicht versteckten – im Gegenteil nach einer knappen Stunde sogar noch aktiver wurden – sahen die Zuschauer in Hamburg viele Offensivaktionen auf beiden Seiten.

Nach einer etwa zehnminütigen Phase zwischen der 60. und 70. Minute, in der die Niederländer etwas nervös wirkten und die Bälle immer wieder leicht weggaben, stabilisierte sich die Koeman-Elf wieder, ließ jedoch nun mehr und mehr den Zug zum Tor vermissen. So tauchte die Elftal abgesehen von einer Dumfries-Annäherung aus der 70. Minute nur noch selten im letzten Drittel auf.

In der 81. Minute brachte Koeman dann Weghorst für Depay als Stoßstürmer in die Partie – und diese Einwechslung sollte sich direkt bezahlt machen. Mit seinem ersten Ballkontakt versenkte er die Kugel nach Zuspiel von Aké zum umjubelten 2:1 im Netz (83.). Kurz vor Schluss hatte Polen nochmal den Ausgleich auf dem Fuß, doch Verbruggen war gegen Swiderski schnell unten (89.) und hielt – auch weil in der fünfminütigen Nachspielzeit nicht mehr viel passierte – den knappen Sieg fest.

Am 2. Spieltag trifft Polen Freitag (18 Uhr) auf Österreich, die Niederlande duelliert sich im Anschluss (21 Uhr) mit Frankreich.

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7 Comments

  1. Of course not the best player but so important as a super sub. That's his role. Who doesn't remember his unforgetable goal in Qatar against Argentina.

  2. Holländer hier: sehr stolz auf Wout. Was für ein toller Kerl. Bescheiden, liefert aber bei Bedarf die volle Leistung. Es scheint mir, dass er auch sehr gut Deutsch spricht (soweit ich das beurteilen kann).

  3. Die Sprachen sind ziemlich ähnlich. Schade das die Niederlanden und Deutschland im siebzehnten Jahrhundert wen Holland eine Weltmacht war nicht sammen gearbeitet haben. Dann hätte die ganze Welt nicht englisch sonnst deutsch/holländisch gesprochen wie die Boeren in Sudafrika

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