Die letzten großen Fragen: Wen streicht Nagelsmann? Neuer & Gündogan auf der Kippe? | Road to Euro

Die deutsche Nationalmannschaft hat beim 0:0 gegen die Ukraine zwar nicht gewonnen, aber durchaus überzeugt. Warum es vielleicht sogar gut sein könnte, dass es keinen Sieg gab, besprechen wir bei “Road to Euro” genauso wie die wichtigsten Fragen kurz vor Turnierstart: Wer muss noch gehen? Und: Wackeln Stammspieler wie Manuel Neuer oder Ilkay Gündogan nach eher mäßigen Auftritten? Außerdem schauen wir mit unserem Reporter Oliver Hartmann auf eine mögliche Aufstellung vor dem Test gegen Griechenland, der zugleich auch die des Auftakts in die Heim-EM 2024 gegen Schottland sein könnte.

Eigentlich galt Maximilian Beier als Streichkandidat Nummer 1 bei Bundestrainer Julian Nagelsmann. Doch durch sein starkes Debüt gegen die Ukraine (0:0) sammelte der Hoffenheimer gute Argumente in eigener Sache. Die Rolle des Außenseiters ist nicht die Schlechteste, die man im Fußball spielen kann. Wenn die allgemeine Erwartungshaltung niedrig ist, ist der Druck in der Regel geringer und der Mut größer. So auch bei Maximilian Beier, der am Montagabend ein starkes Länderspiel-Debüt gegen die Ukraine feierte.

Zwar blieb dem Hoffenheimer beim 0:0 in Nürnberg ein Treffer im DFB-Trikot noch verwehrt. Aber wie der Youngster sofort nach seiner Einwechslung in der 59. Minute die Aktionen an sich zog, das war mehr als beachtlich – und entfachte die Debatte neu, ob Beier tatsächlich der logische Streichkandidat im derzeitigen EM-Aufgebot ist, das abzüglich der hinzugezogenen U-21-Nationalspieler Brajan Gruda und Rocco Reitz noch um eine Position verkleinert werden muss. Nur zwei Minuten, nachdem er für Jamal Musiala ins Spiel gekommen war, zog er zum ersten Mal zum Sprint an und setzte den Ball nach Robert Andrichs Steckpass wuchtig ans Lattenkreuz. Zwei Minuten später prüfte er per Dropkick den ukrainischen Keeper Anatoliy Trubin, der noch zur Ecke klären konnte. In der 79. Minute setzte er einen Kopfball knapp neben das Tor. Und auch als Vorbereiter trat der 21-Jährige in Erscheinung, als er Deniz Undav vor dessen Abschluss bediente (68.). Es war ein Debüt mit gleich mehreren Aha-Momenten beim Publikum – und möglicherweise auch beim Bundestrainer.

Wirklich überrascht gewesen sein dürfte Nagelsmann allerdings nicht von der frechen Vorstellung Beiers – hatte er ihm doch exakt das als Rollendefinition mit auf den Weg gegeben: “Ich kenne meine Rolle. Ich soll von der Bank kommen und richtig Stress machen”, beschrieb der Offensivspieler sein Aufgabenprofil, bei dem seine Flexibilität und gut ausgebildete Beidfüßigkeit hilfreich ist: “Ich habe das Glück, dass ich Stürmer spielen kann, aber auch rechts oder links.”

Von Scheu oder Zurückhaltung war bei Beier am Montag nichts zu spüren. Weder auf dem Rasen noch später in der Mixed Zone des Nürnberger Max-Morlock-Stadions, wo er nicht nur verriet, wer sein Trikot bekommt (“Mama und Papa”) und dass Routinier Thomas Müller stark an der Spielkonsole ist (“Das hätte ich nicht gedacht”). Beier sprach auch darüber, warum er so unbeschwert agieren konnte: “Wir haben eine super Stimmung”, lobte der Neuling die Chemie im Team, in dem – glaubt man den Aussagen der Nationalspieler – keine Unterschiede gemacht werden zwischen alt und jung oder erfahren und unerfahren. “Wir spielen zusammen Karten, wir spielen zusammen Darts, wir spielen zusammen Fifa. Wir machen fast alles zusammen.”

In der Vergangenheit war das im DFB-Team nicht immer der Fall. Gerade bei den missglückten Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 war die Stimmung innerhalb der Mannschaft weniger positiv – worüber im Falle der Katar-WM die trostlosen Bilder der Dokumentation “All or nothing” für alle ersichtlich Zeugnis ablegten. In einer Atmosphäre wie der aktuellen fällt es dagegen leichter, seine Leistung abzurufen. Beier ist da nur ein Beispiel von vielen im derzeitigen Team.

“Ich bin stolz auf meine Leistung. Es war ein krasses Gefühl, auch wenn ich versucht habe, alles auszublenden, und einfach Spaß zu haben”, bilanzierte der glückliche Debütant, fand dann aber doch noch ein Haar in der Suppe: “Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass es nicht gereicht hat für den Sieg.”

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21 Comments

  1. Wen seht ihr am ehesten noch aus dem Kader fliegen?
    Und wie ist euer Gefühl kurz vor der EM?

    Schreibt's in die Kommentare und abonniert den Kanal, um kein Video mehr zu verpassen!

  2. Die Aufstellung ist bis auf die 9 perfekt 👍
    Da gehört definitiv füllkrug oder undav hin!!!
    Aber ich habe vertrauen in Julian Nagelmann und seinen Plan 💪
    Wir haben geile spieler ,den perfekten Trainer und Toni Kroos 🤘😜🤘
    Wir werden Europameister…..,punkt!!!

  3. Also wenn man beier weg nimmt ist man verrückt das ist der einzige im letzten Spiel der richtig versucht hat Tore zu machen der Schwung ins Spiel gebracht hat

    Eine EM kann man nicht mit laufen und verteidigen gewinnen sondern mit Toren und das hat er oft versucht

  4. ruediger sollte man nicht aufstellen.,der hat kein gutes karma ,was wiederum nicht gut ist um international aufzutreten,ihm fehlt einfach die disziplin….meine meinung

  5. die Mannschaft hat kein Bollwerk geknackt – im Gegenteil – es wurde kein Tor geschossen. Unrealistische Weichspühler Kommentare. Mit dieser Leistung scheidet D in der Vorrunde aus.

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