In einer magischen schwarz-gelben Nacht hat sich Borussia Dortmund zurück in den Hochadel des europäischen Fußballs gezaubert – nun reift sogar der Traum vom neuerlichen Endspiel in Wembley. Mit der Kraft der Gelben Wand rang der BVB am Dienstag Atlético Madrid unwiderstehlich mit 4:2 (2:0) nieder und zog in einem Achterbahn-Drama erstmals seit 2013 ins Halbfinale der Champions League ein. Dort geht es gegen Paris St. Germain.

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Der HSV spielt jetzt in der sechsten Saison in Folge in der 2. Liga. Dreimal Vierter, zweimal in der Relegation gescheitert und auch diese Saison steht man aktuell nur auf dem vierten Tabellenplatz. Aus dem Bundesliga-Dino droht ein Zweitliga-Dino zu werden. Doch warum schafft es der große Klub nicht zurück ins Oberhaus? Kader, Stadt, Fans – alles scheint bereit für den Aufstieg. Wir beleuchten den Hamburger SV in einer neuen Folge Bolzplatz: https://kurz.zdf.de/n7v/

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Das Spiel begann in prickelnder Atmosphäre turbulent – und mit zwei großen Chancen. Marcel Sabitzer nahm den Ball nach einem Konter fünf Meter vor dem Atlético -Tor an, anstatt ihn einzuschieben, dadurch wurde er noch abgegrätscht (3.). Auf der Gegenseite lief Alvaro Morata von der Mittellinie aus auf das BVB-Tor zu, lupfte den Ball aber knapp vorbei (5.). Anders als im Hinspiel waren die Dortmunder bis auf diese Szene sofort voll da. Über die Außen setzte sich der BVB spielerisch durch und drängte durch Julian Brandt (16.) und Karim Adeyemi (18.) auf die Führung. Eine ungewohnt große Lücke in der Hintermannschaft von Atlético nutzte Mats Hummels mit einem feinen Heber. Der Pass des Routiniers landete bei Julian Brandt (34.), der im Strafraum den Ex-Dortmunder Axel Witsel umkurvte und Torhüter Jan Oblak zur Führung tunnelte. Die Borussia presste nun noch höher, Atlético wirkte wie gelähmt. Nach einem Einwurf kam der Ball über Marcel Sabitzer zu Ian Maatsen (39.), der aus spitzem Winkel flach ins lange Eck schoss. Der BVB spielte kurz vor der Halbzeit wie im Rausch.

Atlético wechselte zur Pause gleich dreimal – und kam plötzlich ins Spiel. Erst unterlief Mats Hummels (49.) nach einer Ecke ein Eigentor, dann glich Angel Correa (64.) nach einem unglücklichen Dortmunder Klärungsversuch aus. Der BVB hätte jetzt einbrechen können, doch die Mannschaft und die Fans hielten dagegen. Das Team von Edin Terzic schüttelte sich und spielte spektakulär nach vorne. Nach einer Flanke von Marcel Sabitzer tauchte Niclas Füllkrug (71.) am ersten Pfosten auf und beendete seine Torflaute mit einem perfekten Kopfball an den Innenpfosten. Nur drei Minuten später belohnte sich auch Marcel Sabitzer (74.) für seine bärenstarke Leistung und brachte den BVB mit einem platzierten Linksschuss auf Kurs Halbfinale. Im Stadion brach Ekstase aus. Im Anschluss waren die Dortmunder dem fünften Tor näher als die Madrilenen dem für die Verlängerung nötigen Anschlusstreffer.

Die Aufstellungen:

Borussia Dortmund: Kobel – Ryerson, Hummels, Schlotterbeck, Maatsen – Can, Sabitzer – Sancho (86. Özcan), Brandt (90. Reus), Adeyemi (66. Bynoe-Gittens) – Füllkrug
Trainer: Edin Terzic

Atlético Madrid: Oblak – Molina (46. Barrios), Witsel, Gimenez, Hermoso, Azpilicueta (46. Riquelme) – Llorente, Koke, de Paul (84. Niguez) – Griezmann, Morata (46. Correa)
Trainer: Diego Simeone

Schiedsrichter: Slavko Vincic (Slowenien)

Kommentator: Moritz Zschau

#zdfchampionsleague

47 Comments

  1. Dortmund begeistert gegen Atlético und stürmt in die Runde der letzten Vier! Sein erstes Champions-League-Halbfinale seit 2013 bestreitet der BVB gegen Paris St. Germain – gelingt der Einzug ins Finale?

  2. Als St.Pauli Junge, habe ich Euch das gesagt nach der Niederlage.
    BVB präsentiert mich den PapierDeutschen so grandios auf der internationalen Ebene.
    BVB einfach geil.

  3. Ich wollte echt schon bei diesen Geschenken auch im Hinspiel sagen, BVB schlägt mal wieder den BVB..
    Konnte gestern leider nicht das ganze Spiel sehen, nach Hummels Eigentor bekam ich schonwieder eine Schnappatmung, war mir sicher das BVB alles wegschmeißt, desto mehr hat mich deren Comback überrascht, Dortmund ist hochverdient weiter, ohne deren Schlamperei in der Abwehr wäre es noch deutlicher gewesen..
    Ab jetzt ist alles drinne, glückwunsch an Dortmund, dass ist Balsam für meine Bl Seele..

  4. Warum sind die CL Highlights gerade mal ein drittel so lang wie 2. Bundesliga highlights? Der größte Schwachsinn aller zeiten, so was kann man sich nicht ausdenken

  5. Das hat mal wieder großen Spaß gemacht zuzusehen. Eine magische CL Nacht. Dortmund 60 Minuten lang absolut weltklasse mit tolkem Paßspiel und viel Tempo. Kleine Schwächephase nach der Halbzeit, aber der Gegner war auch nicht SV Sandhausen. Julian Brandt macht den Unterschied. Marcel Sabitzer ebenfalls. Superspiel. Halbfinale Champions League.
    Das ist ein großer Erfolg. 👍

  6. Diese Chance von Sabitzer am Anfang, Wahnsinn, wieso immer den Ball erst umständlich annehmen, statt One-Touch? Den Ball halbwegs aufs Tor bringen, schnell abschließen, hat die Abwehr keine Chance.

  7. Wie viel Eigentore hat sich der Hummels eigentlich schon geleistet? Es müssen sehr viele sein, interessant wäre eine Tabelle der meisten Eigentore sowie verschuldete Elfmeter aller Ligaspieler.

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