Holstein Kiel hat am 29. Spieltag einen weiteren Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg gemacht: Das Team von Trainer Marcel Rapp besiegte Osnabrück souverän mit 4:0 und steht zumindest bis Sonntag auf Platz eins der Tabelle. Für den VfL hingegen ist die Niederlage ein Rückschlag im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.

Alle Highlights aus erster und zweiter Bundesliga findet ihr immer ab Montagmorgen 0 Uhr in der ARD-Mediathek und auf sportschau.de: https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga2/index.html

Wir freuen uns auf euer Abo bei Instagram: https://www.instagram.com/sportschau

Checkt unsere Website aus: https://www.sportschau.de

Unsere Sportschau-Themenwelt in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sport/

Die “Störche” stellten dabei wie schon im Heimspiel gegen Hansa Rostock vor zwei Wochen die Weichen früh auf Sieg. Steven Skrzybski (9.) und Kapitän Philipp Sander (38.) trafen in der ersten Hälfte. In der Folge kontrollierte die KSV gegen die zwar kampfstarken, aber harmlosen Niedersachsen die Begegnung nach Belieben. Timo Becker (76.) und Alexander Bernhardsson (84.) machten in der Schlussviertelstunde endgültig den Deckel auf eine einseitige Partie.

Die KSV erwischte nach kurzer Abtastphase einen Traumstart, weil das Pressing funktionierte. Lewis Holtby fing einen Pass von Oumar Diakhite ab und bediente Skrzybski, der den Ball nach kurzer Mitnahme mit rechts ins Tor jagte (9.). Für die Gäste war das bitter, weil sie bis dahin ein gutes Auswärtsspiel gemacht und die “Störche” durch hohes Anlaufen früh gestört hatten.

In der Folge zogen die Kieler ihr dominantes Spiel auf und kamen binnen weniger Minuten zu weiteren Chancen. Doch Skrzybski verzog seinen Schlenzer (14.), Bernhardsson verpasste freistehend vor dem Tor den Abschluss (17.) und Shuto Machino stand bei seinem vermeintlichen 2:0 im Abseits (19.).

Und der Tabellenletzte? Tat sich nach gutem Beginn immer schwerer, auch weil es im Spiel nach vorne doch arg an der Präzision mangelte. So war die Frage des 2:0 für Holstein nur eine der Zeit – und es war der Kapitän höchstpersönlich, der sie beantwortete. Bashkim Ajdini köpfte eine Flanke von Becker zentral aus dem Strafraum. Sander sprintete dem Ball entgegen und schoss ihn aus 35 Metern knallhart rechts ins Tor. Trotz der großen Entfernung hatte VfL-Keeper Philipp Kühn keine Abwehrchance (38.).

Das Spiel war, auch wenn das Koschinat-Team noch mehr als 50 Minuten Zeit für eine Aufholjagd hatte, praktisch entschieden. Zu kontrolliert agierten die Rapp-Schützlinge einerseits, zu uninspiriert und unpräzise die Lila-Weißen bei allem erkennbaren Bemühen andererseits.

So entwickelte sich im zweiten Durchgang eine weitgehend höhepunktarme Partie. Eine von Bernhardsson verpasste Machino-Hereingabe (59.) war lange Zeit das “gefährlichste”, was die zweiten 45 Minuten zu bieten hatten. Bis zur 73. Minute, als der bis dahin beschäftigungslose KSV-Keeper Timon Weiner plötzlich hellwach sein musste: Christian Joe Conteh spielte Lex Tyger Lobinger frei, dessen Schuss Weiner aber mit einem Blitzreflex entschärfte.

Und statt des Anschlusstreffers für die Niedersachsen fiel auf der anderen Seite die endgültige Entscheidung: Erst traf Becker nach Vorlage des eingewechselten Jann-Fiete Arp überlegt ins rechte Eck (76.), dann Bernhardsson aus dem Gewühl heraus nach einem Einwurf (84.) – und mit dem zweiten 4:0 in Folge nach dem Sieg in Nürnberg schoben sich die “Störche” auf Rang eins.

Für den VfL ist die Niederlage im Nordduell nach der zart aufkeimenden Hoffnung durch die beiden jüngsten Siege in Wiesbaden und gegen Greuther Fürth ein herber Rückschlag im Abstiegskampf. Die ohnehin nur noch geringen Chancen auf die Relegation sind für das Team von Trainer Uwe Koschinat mit der Pleite im Holstein-Stadion weiter geschwunden. Sollte Eintracht Braunschweig am Sonntag im Niedersachsen-Derby mindestens einen Punkt holen, würde der Abstand auf sieben Zähler anwachsen.

Startaufstellungen:

Kiel: Weiner – T. Becker, Erras, Ivezic – Porath, Sander, Holtby, Rothe, Skrzybski – Bernhardsson, Machino

Trainer: Marcel Rapp

Osnabrück: Kühn – Gyamfi, Diakhite, Wiemann, Ajdini, Kleinhansl – Gnaase, Cuisance, Tesche – C. J. Conteh, Engelhardt

Trainer: Uwe Koschinat

Schiedsrichter: Max Burda

#bundesliga #sportschaubundesliga

7 Comments

  1. Hatte der Steven Skrzybski hier nicht bereits sein 10. Saisontor geschossen ???? Und der Alexander Bernhardsson sein 3. Saisontor ???? Und es gab wirklich noch kein schnelleres Tor in der 2. Liga Geschichte als das von Philipp Sander ????

Leave A Reply