Union Berlin ist der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga geglückt. Nach zuvor zwei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor gewann das Team von Trainer Nenad Bjelica zu Hause gegen Werder Bremen mit 2:1 (0:0) und vergrößerte den Abstand auf die direkten Abstiegsplätze.

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Union-Trainer Nenad Bjelica schickte in Yorbe Vertessen und Mikkel Kaufmann ein neues Sturmduo von Beginn an auf den Rasen, um die Misere im Angriff zu beheben. Direkt dahinter sollte der schnelle und bewegliche Brenden Aaronson für Unruhe in der gegnerischen Hälfte sorgen. Der US-Amerikaner war in den Anfangsminuten auch der auffälligste Akteur auf dem Platz, ohne dass sein Team daraus zunächst Kapital schlagen konnte. Im letzten Drittel fehlte den optisch überlegenen Berlinern wie schon in den Wochen zuvor die Durchschlagskraft. Werder beschränkte sich weitestgehend auf seine Defensivaufgaben und suchte nur zögerlich den Weg in die Offensive – hatte aber trotzdem die erste Großchance des Spiels. Nach einem Konter traf Mitchell Weiser (24.) aus etwa zehn Metern den Pfosten. Danach wurde das Spiel noch zerfahrener, auch die Härte nahm zu. Innerhalb von vier Minuten kassierten die Unioner gleich drei Gelbe Karten. Bei den Bremern enttäuschte Marvin Ducksch, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die ersten beiden Länderspiele des EM-Jahres nominiert wurde. Wegen Meckerns sah der Angreifer kurz vor dem Halbzeitpfiff ebenfalls Gelb.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff unterbrach Schiedsrichter Daniel Schlager das Spiel, weil im Gäste-Fanblock Pyrotechnik gezündet wurde. Als der Ball wieder rollte, war Union sofort hellwach: Zuerst erzielte Winter-Neuzugang Yorbe Vertessen (50.) mit einem satten Linksschuss sein erstes Ligator für Union, kurz danach legte Brenden Aaronson (52.) nach. In beiden Situationen sah die Bremer Abwehr um Abwehrchef Miloš Veljković, der nach Rückenbeschwerden rechtzeitig fit geworden war, nicht gut aus. Die Gäste erhöhten offensiv nun den Druck und wurden mit dem Kopfballtor durch Mitchell Weiser (63.) nach einer Ecke, bei der Union-Torhüter Frederik Rönnow keine gute Figur machte, belohnt. Auf der anderen Seite ergaben sich dadurch Räume zum Kontern für Berlin. Lucas Tousart (67.) vergab so eine Riesenchance zum 3:1. Defensiv stand Union in der Schlussphase weitestgehend sicher.

Die Aufstellungen: 

1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Vogt, Leite – Trimmel, Tousart (85. Kral), Khedira, Gosens (85. Roussillon) – Kaufmann (68. Hollerbach), Aaronson (78. Laidouni), Vertessen (68. Volland)
Trainer: Nenad Bjelica

SV Werder Bremen: Zetterer – Malatini (86. Keita), Veljkovic, Jung – Weiser, Lynen (64. Bittencourt), Deman (64. Agu) – Woltemade, Stage (76. Alvero) – Njinmah (76. Kownacki), Ducksch
Trainer: Ole Werner

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

Kommentator: Daniel Gahn

#zdfbundesliga

16 Comments

  1. Werner muss nach der Saison weg. Nützt ja nichts. Er hat nicht einen Spieler konstant besser gemacht.. vergrault die jungen Spieler.. setzt nur auf seine immergleichen lieblinge.

  2. Also bei aller Liebe aber das "Frustfoul" von Stage, war in meinen Augen ein Foul von Felix Agu und keins von Stage oder sehe ich was falsch? Kann mit gelben Karten und sperren leben, aber das war doch wirklich nichts von Stage ?!

  3. da fehlt die hundertrpozentige Chance, die sich für Njinmah, der frei durch war, ergeben hätte, wenn der Schiri nicht aus welchem Grund auch immer abpfeift.

  4. SV werder bremen so bodenlos die haben die niederlage absolut verdient. union definitiv bessere manschafft. so ein benehmen von diesen fans ist peinlich

  5. Lustig wie das bisschen hübsche Pyro nur mal kurz am Rande erwähnt wird, wärs der Fanblock von einem Ostklub gewesen, hätten sie vermutlich eine Sondersendung daraus gemacht,

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