In einem Spiel, das durch massive Fan-Proteste kurz vor dem Abbruch stand, hat der 1. FC Union Berlin im Abstiegskampf einen wichtigen Sieg eingefahren. Beim Comeback auf der Trainerbank von Nenad Bjelica bezwangen die Eisernen im Stadion An der Alten Försterei den in diesem Jahr weiter sieglosen VfL Wolfsburg mit 1:0 (1:0). Die Partie war nach Tennisballwürfen von Fans aus beiden Lagern über 30 Minuten unterbrochen. Hintergrund ist der Widerstand gegen die Investorenpläne der Deutschen Fußball Liga. Das Tor erzielte Danilho Doekhi (45.+21).

Hier gibt es die Highlights der Bundesliga, der UEFA Champions League und des DFB-Pokals. Dazu die Highlights ausgewählter Partien der 2. Bundesliga und der Frauen-Bundesliga. Abonniert hier den Kanal: https://kurz.zdf.de/abosport/ 

Seit dem Mauerfall kam der Profi-Fußball in der ehemaligen DDR nicht wirklich auf die Füße. Doch wieso sind nur so wenige Vereine aus dem Osten in den deutschen Profiligen erfolgreich? Von den 56 Klubs im Profi-Fußball kommen nur sieben aus dem Gebiet der ehemaligen DDR. Dabei sind im Nachwuchs noch mehr als ein Viertel der Junioren-Nationalspieler aus den neuen Bundesländern. In der neuen Folge Bolzplatz schauen auf die Ursachen und die Möglichkeiten, wie der Ost-Fußball zurück nach oben kommen könnte: https://kurz.zdf.de/DPeL/

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Beide Fangruppen richteten sich mit entsprechenden Bannern und Rufen gegen die DFL. Auf dem Rasen hatte Jonas Wind (6.) die erste Chance für die Gäste, aus kurzer Distanz den Ball aber an Torwart Frederik Rönnow nicht vorbeigebracht. Auf der Gegenseite hatte Kevin Volland (8.) die erste Gelegenheit der Gastgeber. Spielfluss kam nicht auf. Nach gut 26 Minuten flogen die ersten Tennisbälle auf den Rasen. Als Referee Matthias Jöllenbeck die Begegnung nach gut elf Minuten wieder anpfiff, weil er glaubte, die Lage hätte sich beruhigt, landeten weitere gelbe Filzkugeln auf dem Platz. Er schickte beide Mannschaften in die Kabine. Jöllenbeck pfiff dann zum letzten Versuch an – mit einer Nachspielzeit allein der ersten Hälfte von fast 30 Minuten. Dass dabei der aufgerückte  Danilho Doekhi (45. +21) nach einem Eckball das Unioner Tor erzielte, ließ auch die Hoffnungen auf ein reguläres Ende der Partie anwachsen.

Nach der Pause erhöhte sich das Tempo etwas. Union machte Druck und hatte durch Lucas Tousart (47.) eine Großchance, der den Ball aber knapp über die Latte jagte. Auf der Gegenseite verpassten Lovro Majer (54.) und Jonas Wind (64.) den Ausgleich. In den Schlussminuten gelang es dem VfL nicht, den nötigen Druck aufzubauen, um das 1:1 zu erzwingen. So endete ein insgesamt Highlight-armes aber umkämpftes Spiel mit 1:0 für die Eisernen.

Die Aufstellungen: 

1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Knoche, Leite – Kral (81. Jaeckel), Khedira, Gosens (82. Roussillon) – Schäfer (59. Laidouni), Tousart – Hollerbach (70. Kaufmann), Volland (59. Aaronson)
Trainer: Nenad Bjelica

VfL Wolfsburg:  Pervan – Maehle, Lacroix, Jenz (46. Zesiger), Rogerio (80. Sarr) – Svanberg (80. Gerhardt), Arnold, Majer (74. Baku), Paredes (74. Cerny) – Behrens, Wind
Trainer: Niko Kovac

Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Kommentator: Adrian von der Groeben

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24 Comments

  1. Maehle ist durch das Bein aus dem Tritt gekommen. Also das Hinfallen ist verständlich, die Rollen hätte aber nicht sein müssen. Aber von grober Unsportlichkeit zu reden.. Uff

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