Die Fan-Proteste im Investorenstreit mit der DFL haben die Partie von Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg am 21. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga an den Rand des Abbruchs gebracht. Der Berliner 1:0-Heimsieg spielte kaum eine Rolle.

Alle Highlights aus erster und zweiter Bundesliga findet ihr immer ab Montagmorgen 0 Uhr in der ARD-Mediathek und auf sportschau.de: https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/index.html

Wir freuen uns auf euer Abo bei Instagram: https://www.instagram.com/sportschau

Checkt unsere Website aus: https://www.sportschau.de

Unsere Sportschau-Themenwelt in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sport/

Die Partie war während der ersten Hälfte über 30 Minuten unterbrochen, während denen immer wieder einige Tennisbälle auf den Rasen in der Alten Försterei geworfen wurden. Als gegen Ende der ersten Hälfte dann erneut Bälle auf das Spielfeld flogen, zitierte der Unparteiische Martin Jöllenbeck die beiden Kapitäne zu sich. Die gingen daraufhin in ihre jeweiligen Fankurven und redeten auf die Fans ein.

Wenig später stellte sich Stadionsprecher Christian Arbeit in den Anstoßkreis und kündigte an, dass bei einem einzigen weiteren Tennisball die Partie abgebrochen würde. Danach wurde die Partie in der 45. Minute mit 21 Minuten Nachspielzeit fortgesetzt.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste aus Niedersachsen mehrfach sehr nah dran am Führungstreffer. Jonas Wind scheiterte mit einem unplatzierten Schuss an Frederik Rönnow (6.). Ähnlich dann auch in Minute 39, als Kevin Behrens Wind halblinks bediente, der aus spitzem Winkel und kurzer Distanz nur den Kopf des Berliner Keepers traf.

Der Unioner Führungstreffer zog heftige Proteste der Wolfsburger nach sich: Andras Schäfer holte eine Ecke gegen Wolfsburgs Innenverteidiger Moritz Jen, der daraufhin wegen einer blutenden Gesichtsverletzung behandelt werden musste. Bei der darauffolgenden Ecke fehlte zum einen Jenz, zum anderen forderte die Wolfsburger Bank vehement die Entscheidung auf Offensivfoul. Doch stattdessen verwertete Danilo Doekhi die Hereingabe von Kevin Volland per Kopf zum 1:0.

Kurz nach der Pause verfehlte Lucas Tousart das Tor von Wolfsburgs Pavao Pervan knapp, auf der Gegenseite verpasste Lovro Majer aus 14 Metern den in dieser Situation gut möglichen Ausgleich.

Wolfsburg drückte weiter, hatte in der Folge mehr Spielanteile, aber die Köpenicker konnten sich immer wieder befreien. Doch Keeper Rönnow hielt mit einer sehr guten Leistung alles, was zu halten war.

Mit dem Sieg, der durch keine weiteren Proteste im zweiten Spielabschnitt unterbrochen wurde, distanzierte sich Union Berlin deutlich von der Abstiegszone: Die Eisernen haben aktuell sechs Punkte Abstand zu Köln und dem Relegationsplatz. Wolfsburg verliert weiter an Boden und ist mit zwei Punkten mehr als Union Berlin nur noch Zwölfter.

Startaufstellungen:

Union: Rönnow – Doekhi, Knoche, Diogo Leite – Schäfer, R. Khedira, Gosens, Tousart, Kral – Volland, Hollerbach

Trainer: Nenad Bjelica

Wolfsburg: Pervan – Maehle, Jenz, Lacroix, Rogerio – Svanberg, Arnold, Majer, Paredes, Wind – K. Behrens

Trainer: Niko Kovac

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck

#bundesliga #sportschaubundesliga

10 Comments

  1. Heftig, dass wir jetzt 9 Punkte auf Platz 17 haben, wenn man bedenkt, wo wir standen, bevor Bjelica übernommen hat. Mag sein, dass er keine langfristige Lösung ist, aber er hat Union wieder voll auf Kurs gebracht und zumindest einige Neuzugänge wie Hollerbach, Volland und co integriert. Das ist genau das Union, was ich sehen will: Mit älteren erfahrenen Bundesliga-Spielern und Zweit-/Drittligakickern ekligen erfolgreichen Fußball spielen. Schön auch zu sehen, dass Behrens seine Serie ausbaut, sei ihm gegönnt 👍

  2. So ärgerlich wie es für Wolfsburg dann ist mit dem Gegentor, sehe ich die Situation aber als nicht falsch entschieden von den Schiedsrichtern. Unglücklicher Kontakt mit der Nase, mMn kein Foul, natürlich heftig für den Spieler. Dass er dann vom Platz muss ist nur logisch bei einer blutenden Wunde…

Leave A Reply