Der 1. FSV Mainz 05 und der 1. FC Union Berlin haben sich eine kampfbetonte Wasserschlacht im Nachholspiel des 18. Spieltags geliefert. Das 1:1-Remis hilft keinem der beiden Teams in der Fußball-Bundesliga wirklich weiter.

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Die Antwort auf die Frage, ob die beiden Teams sich gegenseitig als die größte Herausforderung des Abends ansahen oder die aufgrund des Dauerregens extremen Spielbedingungen, war nicht zu beantworten. Das Wasser stand vielerorts auf dem Rasen, die Bälle blieben plötzlich liegen, die Spieler rutschten häufig aus.

Allerdings oft auch durch tatkräftige Mithilfe der Gegenspieler: Beide Teams wählten die Taktik “Attacke”: zahlreiche Fouls unterbrachen den Spielfluss und brachten das Schiedsrichterteam um Martin Petersen ordentlich ins Schwitzen. Besonders ein Tritt von Robin Knoche bei einer Abwehraktion an den Kopf von Ludovic Ajorque sorgte für eine längere Behandlungspause des Mainzer Angreifers. Währenddessen berieten sich die Unparteiischen, ob es sich um ein elfmeterreifes Foul gehandelt haben könnte.

Nachdem Knoche zuerst den Ball und bei der Aktion erst danach Ajorques Nasenbein traf, entschieden die Unparteiischen auf “kein Foul” – was angesichts der Schwere des Treffers durchaus diskutabel bleibt. Und auch die Fans sorgten später für mehrere längere Unterbrechungen, als sie aus Protest gegen den beabsichtigten Investoreneinstieg in die Bundesliga zwar nur einzelne Tennisbälle, dafür aber über einen längeren Zeitraum hinweg, aufs Spielfeld warfen. Was in der Summe zu 14 Minuten Nachspielzeit im ersten Spielabschnitt führte.

Als Petersen zur Halbzeit pfiff, stand es 1:1. Sowohl der Mainzer Coach Jan Siewert als auch sein weiter auf die Tribüne verbannte Union-Kollege Nenad Bjelica hatten ihr Team offensiv eingestellt. Und das mit Erfolg: Burkardt (Mainz) und Hollerbach (Berlin) vergaben kurz nach Spielbeginn, Kevin Volland traf mit einem Außenristschuss nur den Pfosten (7.). Drei Minuten später parierte Frederik Rønnow gegen Sepp van den Berg und Leandro Barreiro stark. Volland hatte mit einem weiteren Pfostentreffer Pech (39.) – um nur einige Chancen zu nennen – die Fans erlebten im Dauerregen von Mainz eine aufregende und hart geführte Partie.

Bereits in der achten Minute der Nachspielzeit kam Burkardt nach einer Amiri-Ecke hinter einer dichten Traube von Spielern an den Ball und köpfte unhaltbar ein zur Mainzer Führung. Doch die Freude währte nicht lange, denn Gosens nahm eine weite Flanke von Janik Haberer artistisch auf Höhe des zweiten Pfostens und in maximal zwei Meter Torentfernung direkt ab und traf durch eine Mini-Lücke zwischen Robin Zentner und Pfosten zum verdienten Ausgleich.

Der nach seiner Verletzung mit einiger Wut spielende Ajorque hatte enormes Glück, als er nach dem Seitenwechsel einen Elfmeter schinden wollte: Bereits gelbverwarnt hatte der Schiri schon die gelbe und rote Karte in der Hand, als er auf Hinweis seiner Kollegen auf Abseits entschied – und der Mainzer Angreifer vor seiner zweiten Verwarnung bewahrt wurde. Wäre seine Aktion als Unsportlichkeit bewertet worden hätte Ajorque vom Platz geschickt werden können – Petersen ließ Gnade vor Recht gelten.

Im zweiten Spielabschnitt ließ die Intensität der Partie nach – der nasse und inzwischen tiefe Boden zehrte an den Kräften der Teams. Deutlich weniger Abschlüsse und vor allem keine weiteren Tore waren die Folge. Am ehesten Yorbe Vertessen hätte bei einem Konter den Lucky Punch für Union setzen können, sein Abschluss stellte aber kein Problem für Zentner dar.

Startaufstellungen:

FSV Mainz 05: Zentner – da Costa, van den Berg, Fernandes, Caci – Barreiro, Krauß, Amiri, Onisiwo, Burkardt – Ajorque
Trainer: Jan Siewert

Union Berlin: Rönnow – Knoche, Vogt, Doekhi – Schäfer, Khedira, Gosens, Laidouni, Haberer – Volland, Hollerbach
Trainer: Danijel Jumic

Schiedsrichter: Martin Petersen

#dfbpokal #sportschau

31 Comments

  1. Ich bin ziemlich enttäuscht von Union, die Champions League Teilnahme hat sie überheblich gemacht und jetzt zeigt sich die wahre "Qualität" dieser Truppe 🤡. Mit Darmstadt, Mainz, Köln und Union haben eigentlich 4 Teams nullkommanull in der Bundesliga zu suchen, schade dass Union höchstwahrscheinlich über dem Strich bleibt, aber hoffentlich regelt Karma das noch 🙏

  2. Sehr viel Glück für die Karnevalisten ,dir Schwalbe für jeden Jahresrückblick.Volland ist Leider nicht mehr so schnell.Ein Geschenkter Punkt 😭😭😭😭😭😭🤓

  3. Versteh das mit Gelb-Rot nicht. Wieso ändert da Abseits etwas daran? Die Regel für die es Gelb gibt ist doch nicht „Schwalbe“, sondern Unsportlichkeit oder nicht ??? Daran ändert auch das Abseits nichts…

  4. Muss es die Karte für Unsportlichkeit (Schwalbe) nicht trotz vorangegangenem Abseits geben? Wenn du kurz nach einer Abseitsentscheidung noch deinen Gegenspieler heftig umgrätschst gibt's die Gelbe Karte doch auch trotzdem.

  5. Khedira ist richtig ekelhaft! Klares Foul von Knoche und 11‘er. Union kann nichtmal gegen den Vorletzten spielerisch irgendwas lösen. Die steigen eher ab, als Mainz! Furchtbar

  6. was für Schwalbe digga, er hat sich einfach gemault. So lange er da keinen Elfmeter haben will oder sonst was ist doch alles rodger, er ist doch direkt wieder aufgestanden und hat auch nicht gemeckert. Wäre er dafür geflogen wäre es einfach lächerlich gewesen!

  7. Da spielt Not gegen Elend. Union aus dem Nichts das 1 zu 1. Sie müssen wirklich runter in Liga 2! Alles andere wäre nicht fair und unfair für das Niveau in Liga 1 wenn sie sich retten sollten

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