Der VfB Stuttgart hat Borussia Dortmund zum zweiten Mal innerhalb eines Monats nicht nur besiegt, sondern auch dominiert. Der 2:0 (0:0)-Erfolg im Achtelfinale des DFB-Pokals war zudem der vierte in einem Pflichtspiel in Folge. Wie schon beim Ligasieg am 11. November traf Serhou Guirassy, Silas besorgte den Endstand.
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Die einst so spielstarken Dortmunder beschränkten sich auf das disziplinierte Verteidigen des eigenen Tores und überließen den Gastgebern die Spielkontrolle. Schon die Aufstellung von Trainer Edin Terzic hatte darauf hingedeutet, weil er mit Marco Reus und Julian Brandt die beiden Spielmacher auf die Bank setzte, dazu mit Youssoufa Moukoko (musste nach 22 Minuten verletzt ausgewechselt werden) einen konterstarken Stürmer brachte, für den Niclas Füllkrug aus der Startelf rutschte.
Und so wurde die Anfangsphase zur Blaupause des Leverkusen-Spiels – bis auf ein entscheidendes Detail. Denn auch in Stuttgart hatte der BVB die erste Großchance, diesmal fehlten aber Zentimeter zur Führung, weil Marcel Sabitzer mit einem Linksschuss aus 18 Metern nur die Latte traf (20.).
In der Folge spielte dann aber wirklich nur noch Stuttgart – und der BVB hatte mehrfach Glück, dass es kein Gegentor gab. Erst parierte Gregor Kobel einen Kopfball von Deniz Undav (24.), dann aus kurzer Distanz gegen Serhou Guirassy, der jedoch im Abseits stand (25.). Wenig später mussten Mats Hummels und Julian Ryerson jeweils als letzter Mann gerade noch eine hundertprozentige Chance verhindern.
Und auch kurz vor der Halbzeitpause wurde es mehrfach gefährlich. Vor allem weil die Dortmunder große Probleme mit dem hohen Pressing der Stuttgarter hatten. Doch Undav konnte erst eine punktgenaue Flanke von Maximilian Mittelstädt freistehend vor Kobel nicht kontrollieren (41.), danach übersah der Stürmer nach einem Ballverlust von Jamie Bynoe-Gittens seine Mitspieler, die bei einem Zuspiel frei aufs Tor zugegangen wären (43.). Ein Schuss von Atakan Karazor (diesmal nach einem Fehler von Marius Wolf) und eine Parade von Kobel (45.+2) beendeten die erste Halbzeit.
Und der zweite Durchgang startete, wie der erste aufgehört hatte. Diesmal patzte Hummels, doch erneut konnte Stuttgart die Einladung nicht annehmen. Guirassy verpasste im gegnerischen Strafraum den richtigen Moment für das Zuspiel auf seinen Sturmkollegen Undav (48.). Und auch weitere BVB-Fehler blieben unbestraft. Unter anderem stand Guirassy nach einem weiteren Ballverlust von Hummels frei vor Kobel, scheiterte aber am Dortmunder Torhüter (52.).
Doch dann nutzte der VfB eine seiner unzähligen Chancen. Einen Angriff über Mittelstädt und Enzo Millot schloss Guirassy zum mehr als verdienten 1:0 für Stuttgart ab (55.). Schon das Ligaspiel hatte der Torjäger (16 Treffer in der Bundesliga) mit einem verwandelten Elfmeter entschieden – nun brachte er sein Team auf den Weg ins Viertelfinale.
Kurz danach zeigte sich Dortmund dann auch endlich mal kurzzeitig in der Offensive. Erst musste Alexander Nübel einen Flachschuss von Bynoe-Gittens entschärfen (59.), dann traf der 19-jährige Engländer sogar, stand beim Pass von Füllkrug aber knapp im Abseits (60.). So blieb es bei der Stuttgarter Führung.
Der BVB war nun in der Pflicht, eine Reaktion zu zeigen. Zwar übernahm das Terzic-Team die Kontrolle und baute ein wenig Druck auf, wurde aber nicht zwingend. Und die dadurch entstandenen Räume nutzte Stuttgart. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß zeigte, dass es nicht nur ein Spiel dominieren, sondern auch richtig gut kontern kann. Mittelstädt steckte nach einem Gegenangriff auf den eingewechselten Silas durch, der auf 2:0 erhöhte (78.).
Und diesen Vorsprung ließ sich der VfB nicht mehr nehmen. Dortmund kam zwar noch zu ein paar Torschüssen, der Stuttgarter Sieg geriet jedoch nicht mal ansatzweise in Gefahr. Und der war wie schon in der Liga hochverdient und hätte angesichts der Kräfteverhältnisse im Spiel noch deutlicher ausfallen können.
Startaufstellungen:
Stuttgart: Nübel – Vagnoman, Anton, Zagadou, Mittelstädt – Karazor, Stiller, Millot, Führich, Undav – Guirassy
Trainer: Sebastian Hoeneß
Dortmund: Kobel – Can, Hummels, N. Schlotterbeck – M. Wolf, Özcan, Sabitzer, Ryerson, Adeyemi, Bynoe-Gittens – Moukoko
Trainer: Edin Terzic
Schiedsrichter: Benjamin Brand

25 Comments
BVB mit Fünferkette! Im Ernst?? Das ist doch gar nicht das Dortmunder Spiel. Wer hat sich denn sowas einfallen lassen? VfB verdient weiter!
Can mit starkem Spiel?! Nein, leider nicht, wie eigentlich immer
Bei allen Respekt, aber das der VfB Stuttgart für den BVB zum wiederholten Mal, eine Nummer zu groß ist, kann nicht der Anspruch des amtierenden Vizemeisters sein.
BVB nur mit 5er Kette… die riskierten zu viel diesmal.. VFB wahnsinnig gute Mannschaft… Laufarbeit, Taktik, individuell… wow
Es sollte der Anspruch des bvb sein über den Ballbesitz zu kommen und Dominanz auszustrahlen, das Spielermaterial ist dafür auch vorhanden.Diese Beton Taktik von Terzic drückt dich so sehr hinten rein, dass du bei jedem Gegenpressing Probleme nach Ballverlust bekommst , einfach unnötig. Jede Spitzenmannschaft verteidigt hoch.
Hummels wurde ja teilweise ins Pflegeheim gedribbelt, der kann die Beine erstmal entknoten. 😂😂😂
Mein reden…
Der BVB steht auch in der BuLi Tabelle viel zu weit oben. Spielen keinen schönen, aber seit Jahren mal einen effektiven Fußball.
Heute haben sie zurecht die Quittung bekommen, Stuttgart hoch verdient!
stark 😀
Dieser Prozess ist bereits seit mehreren Jahren im Gange. Der entscheidende Unterschied, der bisher verhinderte, dass er derartige Auswirkungen zeigte, lag an herausragenden Spielern wie Guerreiro, Bellingham und Haaland. In der vergangenen Saison 22/23 erzielte Guerreiro 4 Tore und lieferte satte 12 Torvorlagen. Abgesehen von seinen herausragenden technischen und läuferischen Fähigkeiten erwies er sich als absolute Bereicherung, als er endlich im Mittelfeld spielte – wo er immer hingehörte (!!!). Bellingham verzeichnete 8 Tore und 4 Vorlagen, während Haaland 21/22 beeindruckende 29 Tore und 8 Torvorlagen aufwies. Das bedeutet, dass innerhalb von zwei Saisons insgesamt 41 Tore und 24 Torvorlagen durch drei Spieler verloren gingen, die nun von anderen übernommen werden müssen. Dabei ist noch nicht einmal der unbezwingbare Siegeswille, die Ausstrahlung und die positive Wirkung auf die Mitspieler berücksichtigt.
Die Sportschau fällt mir zur Zeit bei den Spielen vom vfb extrem emotionslos auf… nicht nur die Dame hier. Auch beispielsweise gegen Bremen
Terzic raus Kehl huanson dazu
Sehr angenehm nachkommentiert !
Sehr stark hat Stuttgart gespielt aber der letzte Angriff war ja so kake xD
Also jetzt muss ich hier mal mein Feedback geben: Ich hab das Spiel im Stadion gesehen und dieser Bericht kommt dem überhaupt nicht gerecht! Das Abseitstor als einzige wirkliche Chance der Dortmunder in der zweiten Hälfte fehlt einfach komplett. Und auch sonst kommt nicht annähernd rüber, wie dominant der VfB war und wie schlecht Dortmund gespielt hat. Die vielen Pässe ins Nichts und die ganzen Ballverluste sieht man kaum. Das hier ist ein anderes Spiel, als ich es gesehen habe.. Schade.
was für eine schlechtes commenting von der Moderatorin
Finde Elber Bobic und Blanca haben wieder mal gezeigt, was für ein magisches Dreicke sie sind
Mein Gott,sind die Doofmunder ne Gurkentruppe
Emotionsloser kann man so einen Beitrag auch nicht kommentieren.
Ich habe ja schon viel gesehen aber die Aktion vom VFB wo sie 4 gegen 1 angegriffen haben, hätten wir in da A- Klasse besser ausgespielt 😂😂😂
watzke muss weg
1:45 "Das war knapp. Die Fahne blieb unten, aber es fehlte nicht viel."
Inwieweit sind die untengebliebene Fahne und es fehlte nicht viel ein Widerspruch, welcher ja durch dieses "aber" definiert wird?
Etwas, das man in den letzten Jahren immer häufiger zu hören bekommt, das, innerhalb eines Satzes zwei Aspekte mit einem Aber getrennt werden, obwohl es zw. beiden Aspekten keine gegensätzliche Beziehung gibt.
In diesem speziellen Fall, wäre wohl ein Und, statt des Aber, situationsgerechter gewesen.
"Die Fahne blieb unten und es fehlte nicht viel."
So wie dieser Satz ausgesprochen wurde, suggeriert er ja, dass das Untenbleiben der Abseitsfahne eigentlich eine Verwertung der Torchance als logische Folge beinhalten müsste.
Na Tersic, wer war denn heute schuld?
Sprecherin wie in der Sendung mit der Maus . Typisch ÖRR, sie halten die Konsumenten für doof. Und sind selbst todlangweilig.
Super jungs! Was eine geile saison hoffentlich krönt ihr euch am ende dafür!
Glückwunsch Stuttgart. Ich hoffe ihr macht das. Grüße aus Dortmund