Japan hat das letzte Spiel der Gruppe E gegen Spanien 2:1 (0:1) gewonnen und ist als Tabellenerster ins WM-Achtelfinale eingezogen. Spanien ist aufgrund des besseren Torverhältnisses als Zweiter weiter.

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Als Japan das erste Gruppenspiel gegen Deutschland 2:1 gewonnen hatte, hinterließen sie in der Kabine kunstvoll gefaltete Papier-Kraniche, als Dankeschön an den WM-Gastgeber Katar. Die majestätischen Vögel gelten als Glücksbringer. Vielleicht hatte es auch mit Karma zu tun, dass die Japaner dann im letzten Gruppenspiel gegen Spanien selbst zumindest etwas vom Glück belohnt wurden und 2:1 (0:1) gewannen. Nach einer ersten Hälfte, in der Spanien klar überlegen war und durch Alvaro Morata (11. Minute) in Führung ging, drehte Japan innerhalb weniger Minuten durch Ritsu Doan (48.) und Ao Tanaka (53.) das Spiel. Zentimeter hatten darüber entschieden, dass der zweite Treffer regulär war.

Japan ist durch den Sieg Erster der Gruppe E und trifft im Achtelfinale auf Kroatien. Spanien ist Zweiter und spielt gegen Marokko.

Zunächst deutete nichts daraufhin, dass Japan in diesem Spiel bestehen könnte. Denn gegen Spaniens Kombinationsfußballer liefen die Japaner die meiste Zeit nur hinterher. Allen voran Gavi, 18, Pedri, 19, und Sergio Busquets, 34, im zentralen Mittelfeld bestimmten das Tempo des Spiels. Gegen deren Ruhe am Ball hatte Japan kein Mittel.

Allerdings, auch das ist Teil des spanischen Spiels, birgt diese extreme Gelassenheit am Ball auch Risiken, nämlich dann, wenn sie in Schläfrigkeit umschlägt: Als Busquets in der achten Minute den Ball am eigenen Sechzehner verloren hatte, hätten die Japaner in Führung gehen können, aber Junya Ito schoss ans Außennetz.

Ansonsten allerdings blieb Spanien, das auf fünf Positionen gewechselt hatte (unter anderem saßen die starken Jordi Alba, Ferran Torres und Marco Asensio auf der Bank), weitestgehend konzentriert. Ein Indiz dafür: Spanien hatte in der ersten Hälfte mehr als 80 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von mehr als 90 Prozent.

Spaniens Trainer Enrique hatte vor dem Spiel angekündigt, dass sein Team nicht auf Unentschieden spielen würde – und das bewahrheitete sich zunächst auch. Nach einer Flanke von Cesar Azpilicueta köpfte Alvaro Morata aus kurzer Distanz die Führung (11. Minute). Spanien kombinierte geduldig weiter und hatte durch Morata (23.) die Chance zu erhöhen. Sein Abschluss aus 15 Metern war aber zu zentral.

Gegen Ende der ersten Hälfte schlichen sich bei den Spaniern kleinere Fehler ein. Torhüter Unai Simón beispielsweise verlor in Bedrängnis beinahe den Ball (34.). Durch solche Szenen wurden die “Blue Samurai”, wie Japans Nationalelf genannt wird, zumindest etwas mutiger, allerdings ohne sich große Torchancen herauszuspielen.

Nach der Pause brachte Japans Trainer Yoshiro Moriyama mit Kaoru Mitoma und Ritsuo Doan zwei Offensivspieler, um seiner ideenlosen Mannschaft neue Inspiration zu verleihen. Und das zeigte direkt Wirkung: Mit seiner ersten Aktion erzielte Doan den Ausgleich (48.). Sein Distanzschuss faustete Spaniens Keeper Simon ins eigene Tor. Nur kurz darauf jubelten die Japaner erneut. Doan brachte eine Hereingabe in die Mitte, Mitoma legte ab und Ao Tanak drückte ihn über die Linie (48.). Allerdings schien es zunächst so, als sei der Ball zuvor minimal im Aus gewesen. Der VAR prüfte die Szene, das Tor zählte.

Spanien hatte in dieser Phase seine Dominanz verloren, Japan machte Druck. Die Spannung lebte auch davon, dass das Parallelspiel zwischen Deutschland und Costa Rica völlig offen war. Bei einem Sieg Costa Ricas beispielsweise wäre Spanien mit dem 1:2 ausgeschieden. Erst in der Schlussviertelstunde fand Spanien wieder zu seinem gewohnten Ballbesitzfußball – auch, weil Japan sich nur noch hintenreinstellte und vereinzelt konterte.

Die Japaner verteidigten mit Herz, hatten aber auch Glück, als Asensio und Olmo mit ihren Versuchen knapp scheiterten. So blieb es beim 2:1 für Japan, das für beide Teams zum Weiterkommen reicht.

Startaufstellungen:

Japan: Gonda – Itakura, Yoshida, Taniguchi, J. Ito, Nagatomo – Morita, Ao Tanaka, Kubo, Kamada – Maeda  
Trainer: Yoshiro Moriyama

Spanien: Unai Simon – Azpilicueta, Rodrigo, Pau, Balde – S. Busquets, Gavi, Pedri, N. Williams, Dani Olmo – Morata
Trainer: Luis Enrique

Schiedsrichter: Victor Miguel Gomes 

#WM2022 #Katar #Qatar

35 Comments

  1. Interessant, dass das Tor erst aberkannt wurde, aber der VAR der Meinung war, dass das eine KLARE FEHLENTSCHEIDUNG war und das Tor gibt.
    Im VAR-Keller regnet es Gold…

  2. Sind wir mal ehrlich, an der Mittellinie werden solche Bälle immer und sofort als Aus gepfiffen. Hier lässt man es natürlich im laufen, da ja der VAR korrigieren kann. Was er aber aufgrund der Technik nicht kann. Sinnlos

  3. Man freut sich einfach mit Japan. Bleibt man im Bereich der Wahrheit, stellt man auch fest, daß das zweite Tor der japanischen Mannschaft regelkonform zustande gekommen ist, was auch das Schiedrichterteam nach Prüfung festgestellt hat.
    Wünsche der japanischen Mannschaft noch viel Erfolg in diesem Turnier.

  4. Sorry Japanische Fans und Freunde ..
    Sorry das die deutschen mittlerweile so weit runtergekommen sind sich mehr über diesen Ball der nicht im Aus war ärgern als über die eigene schwache Leistung – OMG das gejammer , es ist soo peinlich
    Ihr habt bisher sehr gut gespielt und in der Gruppenphase immerhin zwei der letzten 3 Weltmeister besiegt
    Viel Erfolg noch , Kampai !! Banzaii !!

  5. Die Schaft hat es geschafft. Endlich kann ich in Ruhe echten Fußball schauen ohne die Politikclowns und Gender müll 😂😂😂😂😂😂👍👍👍👍👍

  6. Tatsächlich kann man sehen, dass der Ball UNTEN bereits im Aus war, aber der UMFANG des Balles nimmt ja zur MITTE hin zu, von daher war der Ball nicht komplett über der Linie, der Treffer wurde zurecht gegeben.

  7. Wofür gibt es linienrichter und VAR um genau solche Situationen wie beim 2:1von japan zu erkennen Danke an die videoschiedsrichter das wir wegen euch raus geflogen sind

  8. Bei einem Weitsprung,Speerwerfen , Formel 1, 100m sprint ect. zählt immer der vordere Bereich was die Zielline /Makiierung zuerst erreicht. oder berührt. Nur die FIFA hat wegen der Macht Sonderregelungen.

  9. Also das ist mit Abstand die schlechteste WM aller Zeiten , alleine nur an Hand dieses Spiels sieht man wie korrupt Fußball sein kann einfach nur traurig

  10. Die Sache ist die, dass Teams wie Deutschland und Spanien nicht regulär dabei sein dürften, natürlich ist das japanische Tor verdient und regulär!!!

  11. ES ist für den Fußball positiv das Deutschland ausgeschieden ist. Jetzt ist es eine reine Männer Weltmeisterschaft im Fußball. Sie sollten Neuer nicht mehr aufstellen. Er macht den Deutschen Fußball mit seinen L. Dingsbums kaputt.

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