Costa Rica hat bei der WM 2022 in Katar völlig überraschend Japan geschlagen. Keysher Fuller schockte mit seinem späten Treffer die Samurai Blue. Die bestimmten im zweiten Vorrundspiel zwar die Partie, waren aber zu selten wirklich gefährlich.

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Costa Ricas Fußballer haben mit einem überraschenden 1:0 (0:0)-Sieg gegen Japan die deutschen Chancen auf das Erreichen des WM-Achtelfinals erhöht – vorausgesetzt das DFB-Team punktet am Abend gegen Spanien. Neben Japan und Spanien brachten nun auch die Zentralamerikaner in der Gruppe E drei Punkte auf ihr Konto. Japan muss zum Abschluss am Donnerstag (20 Uhr) aber noch gegen Spanien antreten. Costa Rica trifft im Parallelspiel auf Deutschland.
Das Siegtor für die Costa Ricaner durch Keysher Fuller fiel in der Schlussphase wie aus dem Nichts (81.). Japan war nach einer ereignislosen ersten Hälfte deutlich überlegen. Trotz der 0:7-Klatsche zum Auftakt gegen Spanien – der höchsten Niederlage in ihrer WM-Geschichte – haben die “Los Ticos” nun selbst noch Chancen aufs Weiterkommen. Nach dem Schlusspfiff sank Fuller mit erhobenen Armen auf die Knie, seine Mitspieler lagen sich jubelnd in den Armen.
Trotz des Auftaktsieges gegen Deutschland würfelte Hajime Moriyasu seine Startelf ordentlich durcheinander. Dabei setzte er vor allem auf Bundesliga-Power: Freiburgs Ritsu Doan kam ebenso von Beginn an zum Zug wie Daichi Kamada (Eintracht Frankfurt), Wataru Endo (VfB Stuttgart), Maya Yoshida (FC Schalke 04) und Ko Itakura (Borussia Mönchengladbach). Takuma Asano vom VfL Bochum, Siegtorschütze beim 2:1 gegen Deutschland, musste dagegen wieder auf der Bank Platz nehmen. Zudem rückten Mittelfeldspieler Hidemasa Morita für Düsseldorfs Ao Tanaka und Stürmer Ayase Ueda in die Anfangsformation. Costa Ricas Coach Luis Fernando Suarez schenkte Kendall Waston und Gerson Torres das Vertrauen für den Versuch, die 0:7-Klatsche gegen Spanien auszubügeln.
Japan startete aus einer stabilen Defensive mit Fünferkette. Da auch die Costa Ricaner nicht kopflos anrannten, entwickelte sich in der ersten Hälfte ein kontrolliertes und ausgeglichenes Spiel zwischen den Strafräumen. Das Resultat dieses “Rasenschachs”: lange Ballstaffetten, null Torchancen. Am aufregendsten war noch die Gelbe Karte gegen Anthony Contreras, der gegen Yoshida zu spät kam und dem Schalker auf den Knöchel trat (41.). Costa Rica konnte nicht, Japan wollte (noch) nicht.
Das änderte sich mit Wiederanpfiff schlagartig. Moriyasu brachte in Asano und Hiroki Ito zwei frische Kräfte, und vor allem Asano sorgte sofort für mehr Zug zum Tor. Nachdem Hidemasa Morita aus 16 Metern den ersten Torschuss des Spiels abgegeben hatte, der diese Bezeichnung auch verdiente (46.), prüfte Asano Costa Ricas Torhüter Keylor Navas mit einem Kopfball (48.). Ein Freistoß von Yuki Soma aus 17 Metern flog über das Tor (63.).
Die Führung für Japan lag nun in der Luft. Die “Los Ticos” waren fast nur noch im Abwehrmodus. Joe Campbells Ausflug in den Strafraum der Japaner, der mit einem Trikotzupfer von Endo, aber ohne Elfmeterpfiff endete (74.), blieb die große Ausnahme. Bis zur eiskalten Dusche für Japan. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Zentralamerikaner entschloss sich Fuller zu einem Schlenzer aus 16 Metern. Der Ball schlug im entlegenen Eck ein, der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Kamada bekam noch die Chance zum Ausgleich, scheiterte aus Nahdistanz aber an Navas (88.).

Startaufstellungen:

Japan: Gonda – Yamane, Itakura, Yoshida, Nagatomo – Endo, Morita – Doan, Kamada, Soma – Ueda.
Trainer: Hajime Moriyasu

Costa Rica: Navas – Waston, Duarte, Calvo, Oviedo – Fuller, Borges, Tejeda, Torres – Campbell, Contreras
Trainer: Luis Fernando Suarez

Schiedsrichter: Michael Oliver (England)

#WM2022 #Katar #Qatar

26 Comments

  1. Deutschland sollte trotzdem mindestens einen Punkt gegen Spanien holen. Denn bei einer Niederlage würde Japan im letzten Spiel ein Unentschieden gegen Spanien zum Weiterkommen reichen (7-4-3-3) und das wissen die Spanier auch.

  2. "Das DFB-Team ist ein perfektes Abbild Deutschlands! Ein ehemaliger Gigant, der vom Ruhm alter Tage lebt, sich in der Realität jedoch seit Jahren im Abstieg befindet. Ein überheblicher Haltungsweltmeister, der sich allen anderen moralisch überlegen wähnt, von der Welt jedoch verspottet wird. Ein entgleister D-Zug, der sich die ganze Zeit um schwachsinnigen Diversity-Firlefanz dreht ohne eine einzige richtige Zukunftsweiche zu stellen und echte Probleme zu lösen. Ich hoffe inständig, das Spanien diesen Sauhaufen nach Hause schickt!"

  3. Nachdem Deutschland gegen Spanien ein 1:1 erreicht hat, sieht die Sache für unsere Mannschaft wieder besser aus. ABER: die deutsche Elf muss sich das Spiel von Costa Rica gegen Japan genau anschauen.

  4. Nur weil Japan die Arrogante Spielweise von Deutschland in Halbzeit 2 bestraft wird man plötzlich zur Übermannschaft und haushohem Favoriten gegen Costa Rica?Mich hats gefreut denn so habe ich aus 10€ mit einem Tipp auf Costa Rica 100€ gemacht und bin gerade schon wieder am schmunzeln wenn ich die Quoten auf Deutschland gegen Costa Rica sehe.

  5. Gerd Gottlob is der für mich übelste Kommentator des Costa Rica-Spiels. Der negaholistische Quatsch nach der Niederlage is kaum zu ertragen gewesen. Das eigentliche Nicht-Tor der Japaner, 3 Pfostenschüsse, x Fast-drin-Chancen, aber der Mann macht alles nur schlecht, macht die ganze Mannschaft runter und sieht uns sogar als "Nicht-Turnier-Mannschaft" verdient ausgeschieden. Sicherlich is da auch was falsch gelaufen, aber so übel war das jetzt auch wieder nicht. Wir hätten es gestern auch genauso gut packen können und waren gegen Spanien 1a. Gerd Gottlob -> shut up! Ich musste sofort an Völler denken, der den deutschen Medien-Negaholismus hart kritisiert hatte. "Immer scheisse, immer schlecht, ihr könnt mich mal am Arsch lecken" (oder so ähnlich). Recht hatte er!

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