Die beiden Jüngsten in Englands WM-Kader, der 19-jährige Jude Bellingham und der 21-jährige Bukayo Saka, haben die “Three Lions” mit ihren Treffern gegen Iran in die Spur gebracht.

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In der achten Minute prallte Irans Keeper Alireza Beiranvand heftig mit seinem Mitspieler Majid Hosseini zusammen. Nach einer minutenlangen Behandlung versuchte Beiranvand weiterzuspielen, musste aber nach rund 20 Minuten ausgewechselt werden. Hossein Hosseini ersetzte ihn. Unter anderem wegen dieser Verletzung wurden insgesamt 24 Minuten nachgespielt.

England brauchte einige Minuten, um nach dieser langen Unterbrechung in Schwung zu kommen. Dann allerdings zeigten die “Three Lions” große Spielfreude. Erst köpfte Maguire an die Latte (32.), dann traf Bellingham zur Führung (35.). Eine Flanke von Luke Shaw köpfte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund über Torhüter Hosseini hinweg ins Tor (35.).
Mit einem sehenswerten Volleyschuss erhöhte Flügelstürmer Saka auf 2:0 (43.). Nach einer Ecke hatte Maguire auf Saka abgelegt, der den Ball mit links an die Unterkante der Latte knallte, von wo er ins Netz sprang. Iran war von da an von der Rolle, England nutzte das aus und erzielte durch Raheem Sterling noch vor der Pause das 3:0. Kane hatte Sterling mit einer Flanke von rechts bedient.
Die einzige gefährliche Aktion der Iraner im ersten Durchgang hatte Alireza Jahanbakhsh (45. +11), als er freistehend über das Tor schoss. Ein Treffer wäre aber wohl wegen einer Abseitsstellung bei der Entstehung der Chance zurückgenommen worden.
Nach der Halbzeit verflachte die Partie zunächst. Dann allerdings nahm sie erneut an Fahrt auf. Saka wirbelte die iranische Hintermannschaft mit einem Dribbling durcheinander und zog flach zum 4:0 ab (62.). Dass auch die Iraner Kombinationsfußball spielen können, bewiesen sie in der 65. Minute. Ali Gholizadeh setzte an der rechten Strafraumgrenze Mehdi Taremi in Szene, der wuchtig zum 1:4 abzog.

Die Engländer wechselten in der Folge durch. Unter anderem kam Marcus Rashford in die Partie – und traf mit seinem ersten Ballkontakt zum 5:1 (71.). Kane hatte ihn angespielt, Rashford ließ mit einer Finte zunächst einen Verteidiger aussteigen und traf dann mühelos. Kurz vor dem Ende machte auch der eingewechselte Jack Grealish sein Tor (90.). Nach einem Querpass von Callum Wilson musste er nur noch einschieben.

Kurz vor Schluss traf Irans Sardar Azmoun allein vor Englands Keeper Jordan Pickford nur die Latte. Auch für den letzten Aufreger sorgten die Iraner. Nach Videobeweis bekamen sie einen Elfmeter zugesprochen, den Taremi verwandelte. Es war der Schlusspunkt einer spektakulären Partie, die nicht nur wegen der acht Tore Aufmerksamkeit erregte.
Vor dem Anpfiff hatten Akteure beider Teams Zeichen gesetzt. Die Spieler Irans etwa schwiegen bei der Nationalhymne und solidarisierten sich mit den Menschen, die in ihrer Heimat gegen das Mullah-Regime protestieren. Englands Spieler gingen in die Knie, um sich gegen Rassismus zu positionieren.

Startaufstellungen:
England: Pickford – Trippier, Stones, H. Maguire, Shaw – Bellingham, Rice, Saka, Mount, Sterling – H. Kane
Trainer: Gareth Southgate

Iran: Beiranvand – Pouraliganji, Cheshmi, Hosseini – Moharrami, Mohammadi, Nourollahi, Karimi, Jahanbakhsh, Haji Safi – Taremi
Trainer: Carlos Queiroz

Schiedsrichter: Raphael Claus

#WM2022 #Katar #Qatar

39 Comments

  1. Bei aller Liebe zum Sport: Ich erwarte von unserer Sportschau eine neutrale Berichterstattung und wünsche mir, dass für meinen Rundfunkbeitrag auch neutral berichtet wird. Dazu gehört auch der Protest der Iraner während des (nicht)Singens der Nationalhymne.
    Es kommt die Vermutung auf, dass unsere öffentlich Rechtlichen sich dem Druck der FIFA beugen würden, oder deute ich das falsch?
    Ich bitte euch inständig diesen und kommende Proteste in euren Beiträgen wenigstens zu nennen. Verlasse ich mich nur auf euch als Nachrichtenquelle, dann wird mir ein gesundes Bild dieser WM hier suggeriert, welches nicht der Realität entspricht und dies darf nicht sein!

  2. Es ist Sport da hat Politik nix zu suchen oder was würdet ihr sagen wenn die Ukraine in Deutschland mit Rot/Schwarzen Bandera Armbinden auflaufen würde.

  3. Du bekommst als land England 2 Gegentreffer und 1 davon per Elfmeter und bekommst es als Maguire wieder hin die Schuld durchs schlechte Stellungsspiel daran zu haben 😀 Wie der Typ immer und immer wieder nominiert werden kann ist echt fraglich 😀

  4. Iraner riskieren viel weil sie Hymne verweigern und Zeichen setzen…
    Europäer kuscheln mit der fifa und trauen sich nicht mal ihre Kapitänsbinde zu tragen, die man 2 Stunden vorher verbietet… eine Schande… Sehr enttäuschend auch unser DFB… könnt gleich unten bleiben… Wenn sie sich mit der binde erpressen lassen hoffe ich auf vorrundenaus

  5. Ihr würdet ein großes und wichtiges Statement setzen, keine Highlights dieser Schmutz WM zu übertragen. Die Gründe dafür stapeln sich in den Himmel.

  6. Ganz schwach von der Sportschau! Kein Ton zum Schweigen der Iraner und dem Kniefall! Aber warum sollte die Berichterstattung auch mehr Qualität haben als die Tagesschau. 🤮🤮✊
    Zan Zendegi Azadi!

  7. Während das trotzige iranische Männerteam das friedliebende und um steten Ausgleich bemühte RDRL (Regime der religiösen Liebe) durch Singverweigerung unnötig reizt, trotzt „Die Mannschaft“ dem Bindenbann des mit Nachtischverbot armierten bewaffneten Arm der Fifa (Brigade Infanterino) und riskiert für unerträgliche fünf Sekunden die Verelendung (Gärtner entlassen, Diamanten werden nicht mehr abgestaubt, Rummenigge muss Timex tragen etc. ) Wir ahnen: Katar wird Schauplatz der umwälzensten Welterhebungen werden.

  8. Iran mit einer Hammer Aktion. Die hatten wirklich was zu befürchten.
    Wir können uns nicht vorstellen, was es für sie bedeutet, sich quasi gegen den Staat zu stellen.
    Während die europäischen Teams einknicken, sobald die FIFA mit gelben Karten droht.

  9. Die verbotene Armbinde: Jede Mannschaft, die beim letzten Spiel spielt, aber ausscheiden muß, könnte beim Schlußfoto die Armbinde rausziehen und auf den Arm ziehen. Da kann ihnen nichts mehr passieren und sie haben DOCH ein Zeichen gesetzt.Die FiFa ist eine Schande für den gesamten Weltfußball. Vielleicht ist die Idee mit der Armbinde zum Schluß gar nicht so schlecht und die FiFa ärgert sich hoffentlich zu Tode.

  10. Großen Respekt vor der Mannschaft aus dem Iran. Die Verweigerung die Nationalhymne zu singen kann schwere Konsequenzen für Spieler und deren Familien in der Heimat haben. Und die Engländer, aber auch alle anderen Mannschaften, wie die Deutschen, machen sich in die Hose, weil es eine gelbe Karte geben könnte, für das Tragen einer Binde. Das zeigt die Heuchelei der Gesellschaft. Immer Moral und Haltung einfordern aber selber keine haben!!

  11. Allen Respekt der Welt an die iranischen Jungs und die kämpfenden Frauen im Iran, die unter Todesangst für ihre Freiheiten kämpfen.. Ihr seid Kämpfer, dann kann sich mancher ne Scheibe abschneiden ❤️

  12. Unsere Spieler könnten ein Zeichen der Solidarität mit der Opposition im Iran setzen, stattdessen wird über bunte Armbinden geredet. Eine Schande, die iranische Mannschaft riskiert alles, unsere Spieler sind frei und haben keinen Mut

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