Schweden hat sich am zweiten Spieltag der Gruppe C knapp mit 2:1 (0:0) gegen die Schweiz durchgesetzt. Nach mäßigen ersten 45 Minuten nahm die Partie im zweiten Durchgang an Fahrt auf. Spielerin des Spiels war Fridolina Rolfö, die an beiden schwedischen Treffern direkt beteiligt war.

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In der Anfangsphase bekamen die Schweizerinnen, die grundsätzlich verhaltend begannen, einen Elfmeter zugesprochen: Noelle Maritz hatte Magdalena Eriksson im Strafraum zu Fall gebracht (9.). Die Strafstoßentscheidung wurde jedoch von Schiedsrichterin Marta Huerta De Aza nach Einsicht der Videobilder revidiert (11.). Die Schwedinnen kontrollierten in der Folge zwar das Spielgeschehen, konnten jedoch keine klaren Torchancen kreieren, es fehlte die Durchschlagskraft. Einzig Rolfö und Lina Hurtig hatten in der 28. Minute im Zuge einer Doppelchance die Gelegenheit, das 1:0 zu erzielen. Auf der anderen Seite hatte die Schweiz plötzlich eine Kontermöglichkeit: Die steilgeschickte Ramona Bachmann zog im Strafraum aus spitzem Winkel ab, aber Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl hielt sicher (32.).

Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte Rolfö für die bislang beste Chance der Schwedinnen im Spiel: Die Angreiferin schloss aus der Distanz ab und verfehlte das Tor nur knapp (46.). Ein paar Minuten später vergab Stina Blackstenius nach einem langen Ball allein vor Schweiz-Torhüterin Gaelle Thalmann eine aussichtsreiche Gelegenheit (52.). Kurz darauf machte es Rolfö besser: Nachdem sie von Kosovare Asllani geschickt wurde, schob die Offensivspielerin flach ins Eck zur Führung für Schweden ein (53.). Die Schweiz antwortete jedoch prompt: Nach einer Faustabwehr Lindahls landete der Ball bei Bachmann, die diesen sehenswert ins obere Toreck schlenzte (55.). Im Anschluss war die Partie offen. Glück hatte die Schweiz in der 69. Minute: Thalmann verlor nach einer Flanke im Fallen den Ball, wodurch Blackstenius zum Abschluss kam – Viola Calligaris klärte in höchster Not. Auf der Gegenseite probierte es Ana-Maria Crnogorcevic per Flachschuss aus der Distanz, doch Lindahl konnte klären (74.). Joker Hanna Bennison brachte Schweden in der Schlussphase dann wieder in Führung: Aus rund 18 Metern traf sie per Direktabnahme sehenswert ins linke Toreck (79.). Kurz vor Schluss machte die eingewechselte Rytting Kaneryd vermeintlich den Deckel drauf (88.), doch das 3:1 wurde nach VAR-Intervention wegen Abseits zurückgenommen (89.). Auch Rebecka Blomqvists Tor in der Nachspielzeit zählte wegen einer Abseitsstellung nicht (90.+4).

Die Startaufstellungen:

Schweden: 1 Lindahl – 4 Glas, 13 Ilestedt, 14 Björn, 6 Eriksson – 16 Angeldal, 17 Seger, 9 Asllani – 8 Hurtig, 11 Blackstenius, 18 Rolfö
Trainer: Peter Gerhardsson

Schweiz: 1 Thalmann – 5 Maritz, 18 Calligaris, 15 Bühler, 19 Aigbogun – 9 Crnogorcevic, 13 Wälti, 8 Maendly, 6 Reuteler, 11 Sow – 10 Bachmann
Trainer: Nils Nielsen

Schiedsrichterin: Marta Huerta De Aza (Spanien)

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