EM-Gastgeber England hat am zweiten Spieltag der Gruppenphase der Fußball-EM einen Kantersieg über Norwegen gefeiert und damit bereits den Gruppensieg klargemacht. Die Engländerinnen ließen den komplett überforderten Norwegerinnen beim 8:0 (6:0) nicht den Hauch einer Chance und feierten den höchsten Sieg bei einer Frauen-Europameisterschaft. Frau des Abends war Beth Mead, die drei Tore erzielte.

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Seit einiger Zeit lebt Ex-Bundesligaschiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb in Rotherham, wo sie nun abseits des Platzes für den englischen Fußballverband arbeitet. Unterscheidet sich die Stellung der Schiedsrichter*innen in England und Deutschland? Die Antwort darauf gibt’s hier im Video:
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Früh im Spiel ging England durch einen verwandelten Strafstoß in Führung (12.) – Norwegens Verteidigerin Maria Thorisdottir umklammerte Ellen White im Strafraum, die dadurch zu Boden ging. Den fälligen Elfmeter verwandelte Georgia Stanway sicher links oben ins Eck. Nur wenig später konnten die EM-Gastgeberinnen auf 2:0 erhöhen: Beth Mead ließ Julie Blakstad mit einem Haken aussteigen und bediente im Anschluss Lauren Hemp, die aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (15.). Der Treffer wurde zunächst wegen Abseits zurückgenommen, dies entpuppte sich nach VAR-Intervention jedoch als Fehlentscheidung, weshalb der Treffer zählte. Auf der Gegenseite hatte Karina Saevik nach einer Flanke von Ada Hegerberg die Chance zum Anschluss (21.). In der Folge drehten die Engländerinnen auf – und sorgten für ein echtes Spektakel. White traf nach einem Ballverlust von Thorisdottir zunächst zum 3:0 (29.), ehe Mead nach einer Hemp-Flanke mit dem Kopf den vierten Treffer erzielte (34.). Norwegen kam weiterhin nicht ins Spiel und musste vor der Halbzeit noch zwei weitere Treffer hinnehmen: Mead dribbelte im Strafraum gleich drei Norwegerinnen aus und stellte auf 5:0 (38.), White machte nach einer wuchtigen Hereingabe in Richtung des langen Pfostens von Francesca Kirby in der 41. Minute aus nächster Nähe das halbe Dutzend voll. Vor dem Seitenwechsel hätte White nach einer scharfen Flanke von Mead sogar noch den siebten Treffer erzielen müssen, die Doppeltorschützin sprang jedoch am Ball vorbei (45.).

Auch im zweiten Durchgang dominierten die Engländerinnen die Partie, wenn auch mit etwas weniger Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne. Norwegen fand weiter keine Mittel. Eingangs vergaben zweimal Mead (53., 61.), White (57.) und Stanway (64.) gute Chancen auf das 7:0. Dieses fiel schließlich in der 66. Minute – verdientermaßen: Lucy Bronze flankte in die Mitte, wo die eingewechselte Alessia Russo völlig freistand und aus kurzer Distanz einnickte. Das achte Tor hatten dann Joker Ella Toone und Hemp (73.) sowie die ebenfalls eingewechselte Alex Greenwood (74., Latte) auf dem Fuß. Nachdem Norwegens Keeperin Guro Pettersen einen abgefälschten Schuss nicht perfekt abwehren konnte, war es dann so weit: Mead sorgte per Abstauber für den 8:0-Endstand für England (81.). Die Stürmerin schnürte damit einen Dreierpack. Toone (84.) und Greenwood (88.) konnten sich in der Schlussphase nicht mehr in die Liste der Torschützinnen eintragen.

Die Startaufstellungen:

England: 1 Earps – 2 Bronze, 6 Bright, 8 Williamson, 3 Daly – 10 Stanway, 4 Walsh, 7 Mead, 14 Kirby, 11 Hemp – 9 E. White
Trainerin: Sarina Wiegman

Norwegen: 1 Pettersen – 4 T. Hansen, 6 Mjelde, 3 Thorisdottir, 17 Blakstad – 8 Böe Risa, 7 Engen, 9 Saevik, 10 C. Hansen, 11 Reiten – 14 Hegerberg
Trainer: Martin Sjögren

Schiedsrichterin: Riem Hussein (Deutschland)

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