Am zweiten Spieltag der Fußball-EM in England hat die deutsche Nationalmannschaft im Topspiel der Gruppe B Spanien mit 2:0 (1:0) bezwungen. Deutschland ging früh nach einem Patzer der spanischen Torhüterin durch Klara Bühl in Führung, Alexandra Popp erhöhte noch vor dem Seitenwechsel nach einer Ecke per Kopfball. Die Spanierinnen, die über 90 Minuten deutlich mehr Ballbesitz hatten, bissen sich an der starken deutschen Defensive die Zähne aus. Die DFB-Auswahl hat damit vorzeitig das Ticket fürs Viertelfinale gelöst und zudem den Gruppensieg sicher.
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Deutschland setzte die Spanierinnen zu Beginn früh unter Druck. Es dauerte nur drei Minuten, bis sich die Deutschen für ihren mutigen Auftritt belohnen konnten: Spanien baute über Torhüterin Sandra Panos auf, die den Ball im Strafraum direkt in die Füße von Bühl spielte – die DFB-Angreiferin setzte einen feinen Haken und bestrafte den Patzer durch einen überlegten Abschluss ins Eck zum 1:0 (3.). Nach dem frühen Schock versuchte Spanien mit Ballbesitzfußball in die Partie zu finden – mit Erfolg. Nachdem Patri Lucia Garcia mustergültig bediente, kamen die Spanierinnen zur ersten großen Chance auf den Ausgleich. Die Stürmerin lief allein auf Deutschlands Keeperin Merle Frohms zu, umkurvte sie, legte sich das Spielgerät dann aber etwas zu weit vor, wodurch der Schuss aus einem spitzen Winkel nur am Außennetz landete (10.). Anschließend gab Patri selbst einen Schussversuch aus der Ferne ab, doch Frohms hielt sicher (15.). Aitana probierte es ebenso aus der Distanz per Direktabnahme, ihr Schlenzer verfehlte nur knapp das obere Toreck (18.). Auf der Gegenseite erhöhte die DFB-Auswahl noch vor der Pause nach einem Eckball von Felicitas Rauch auf 2:0: Popp setzte sich im Luftduell stark durch und nickte aus kurzer Distanz ins lange Eck ein (37.).
Direkt nach Wiederbeginn hatte Popp nach einer Ecke erneut die Gelegenheit, ein Tor zu erzielen, dieses Mal ging ihr wuchtiger Kopfball aber über den Kasten (46.). Das Spiel verlagerte sich in der Folge zwar zunehmend in Richtung des deutschen Sechzehners, klare Torchancen konnten sich die Spanierinnen gegen die kompakte deutsche Defensive allerdings nicht herausspielen. In der 56. Minute entstand bei einer Ecke eine aussichtsreiche Situation für Spanien, da Frohms zögerte und Irene Paredes dadurch zum Kopfball kam. Marina Hegering bereinigte die Situation aber. Nach einem feinen Heber von Patri in den Strafraum hatte Spanien in Person von Mariona die beste Möglichkeit auszugleichen, doch Frohms vereitelte die direkte Abnahme mit einer Glanzparade (71.). Der dritte deutsche Treffer am Abend zählte nicht, da Torschützin Tabea Waßmuth im Abseits stand (81.). Ein Schuss von Joker Irene in der Nachspielzeit, den Frohms sicher abwehren konnte, war Spaniens einzige Chance in der Schlussphase (90.+2).
Die Startaufstellungen:
Deutschland: 1 Frohms – 15 Gwinn, 3 Hendrich, 5 Hegering, 17 Rauch – 6 Oberdorf, 13 Däbritz, 20 Magull – 9 Huth, 19 Bühl, 11 Popp
Trainerin: Martina Voss-Tecklenburg
Spanien: 13 Panos – 2 Batlle, 4 Irene Paredes, 16 Maria Leon, 15 Leila – 6 Aitana, 3 Aleixandri, 12 Patri – 21 Garcia, 17 Lucia Garcia, 8 Mariona
Trainer: Jorge Vilda
Schiedsrichterin: Stéphanie Frappart (Frankreich)
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