Gegen RB Leipzig sammelt Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga Fleißkärtchen, trifft aber zu spät, um den Sieg der Gäste noch zu ernsthaft zu gefährden. RB gewinnt am 28. Spieltag mit 2:1 (1:0) an der Weser.

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Die Leipziger Treffer bei der Rückkehr von RB-Trainer Ole Werner an seine alte Wirkungsstätte erzielten am Samstag Antonio Nusa (15. Minute) früh in der ersten und Romulo (52.) früh in er zweiten Halbzeit. Werders Treffer durch Nachwuchsstürmer Salim Musah (90.+4) kam zu spät. Bremen, das zuvor drei der vergangenen vier Spiele gewonnen hatte, fehlte am Ende im Abschluss die Qualität, um den Champions-League-Kandidaten ernsthaft in Probleme zu bringen.

Mit 28 Punkten bleiben die Hanseaten als 14. nahe der roten Zone. Leipzig ist mit 53 Zählern Vierter und hat die Qualifikation für die Königsklasse nach einem Jahr Europapokal-Pause sechs Spieltage vor Saisonende in der eigenen Hand.

Eigentlich machte Bremen, das seit 2019 keinen Vergleich mit Leipzig mehr gewonnen hatte, vieles richtig. Das Team von Trainer Daniel Thioune spielte mutig nach vorn, wenn sich die Gelegenheit ergab und zog sich schnell zurück, wenn Leipzig aufs Tempo drückte.

Aber wo der Unterschied zwischen beiden Teams liegt, zeigten dann 20 Sekunden zwischen der 14. und 15. Spielminute. Bremens Justin Njinmah erlief zunächst stark einen langen Ball auf die linke Seite und legte klug zurück auf Romano Schmid. Doch mit dessen Abschluss hatte RB-Torwart Maarten Vandevoort keine Probleme.

Im Gegenzug machte Leipzig das Spiel schnell, Romulo behauptete im Sturmzentrum gut den Ball, legte auf Nusa ab. Und der fackelte nicht lange, legte den Schuss überlegt aus 18 Metern unten links zum 1:0 ins Tor.

Bremen steckte danach keinesfalls auf, und weil Leipzig sich etwas zurücknahm, gehörte den Gastgebern im Prinzip bis zur Pause das Feld. Aber Werder machte zu wenig draus. Auch die besten Möglichkeiten durch Cameron Puertas (34.) oder Schmid (37.) brachte der SVW nicht im Tor unter. So lag Bremen zur Pause bei den xGoals, also der Tor-Wahrscheinlichkeit, vorne – aber auf der entscheidenden Anzeigetafel eben Leipzig.

Und beide Teams machten nach der Pause einfach so weiter. Werder, das früh Innenverteidiger Amos Pieper verletzungsbedingt durch Youngster Patrice Covic (49.) ersetzen musste, spielte eifrig, aber Leipzig effizient.

Bei einem Angriff der Gäste klärte Felix Agu im Zentrum unglücklich genau auf Romulo. Der Brasilianer ließ sich nicht lange bitten und netzte von der Strafraumgrenze unten links zum 2:0 ein. Damit war frühzeitig alles geklärt. Bremen kam nicht mehr aus seiner Harmlos-Ecke heraus.

Der emsige Njinmah (61.) hatte noch einen ordentlichen Abschluss. Mehr Gefahr kam durch den eingewechselten Musah. Doch auch der 20-Jährige brauchte mehrere Versuche (82., 90+3.), ehe er in der Nachspielzeit noch zum 1:2 traf. Zu spät. “Insgesamt müssen wir besser spielen als wir es heute getan haben. Wir haben insgesamt sehr effizient gespielt, aber unterm Strich im Anlaufen nicht so aggressiv wie wir es uns vorgestellt haben und mit Ball zu fehlerbehaftet”, meinte Leipzigs Trainer Ole Werner, der sich aber über das Ergebnis und über den freundlichen Bremer Empfang an alter Wirkungsstätte freute. Sein Gegenüber Thioune meinte: “Mich ärgert einfach, dass wir uns für unseren Aufwand und unsere Performance gerade in der ersten Halbzeit nicht belohnt haben.” Er ergänzte: “Ich glaube schon mit einem früheren Tor wäre hier noch ein bisschen was gegangen.”

Startaufstellungen:

SV Werder Bremen: Backhaus – Agu, Pieper, Friedl, Deman – Lynen, Bittencourt, Puertas, Grüll, Schmid – Njinmah

Trainer: Daniel Thioune

RB Leipzig: Vandevoordt – R. Baku, Orban, Lukeba, Raum – Seiwald, X. Schlager, Baumgartner – Diomande, Romulo, Nusa

Trainer: Ole Werner

Schiedsrichter: Robert Hartmann

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10 Comments

  1. Trainer Ole Werner zeigt beim Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub, wer das Upgrade nach der Trennung bekommen hat. Kann Leipzig mit Werner den Champions-League-Trend fortsetzen?

  2. Auch das Spiel zeigte wieder, wieder und wieder auf, wo es bei uns böse hakt, im Mittelfeld haben wir nur Chancentod Schmid – er muss im Sommer unbedingt verkauft und für ihn ein halbwegs guter Scorer mit Torabschlussquali geholt werden und dazu einen halbwegs guten Goalgetter für unsere Mittelsturmposition. Meiner Erwartungen nach müsste unsere sportliche Leitung längst in den Planungen 2026/2027 für unsere optimierte Vorbereitungsphase im Sommer tätig geworden sein, hurra nur unser SV Werder Bremen!