Bayer Leverkusen und der SC Freiburg haben sich ein herausragend anzusehendes Bundesligaspiel geliefert. Am Ende teilten sich die zwei Europa-Anwärter beim 3:3 (2:2) aber die Punkte – für beide womöglich zu wenig.

Alle Highlights aus erster und zweiter Bundesliga findet ihr immer ab Montagmorgen 0 Uhr in der ARD-Mediathek und auf sportschau.de: https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/index.html

Wir freuen uns auf euer Abo bei Instagram: https://www.instagram.com/sportschau

Checkt unsere Website aus: https://www.sportschau.de

Unsere Sportschau-Themenwelt in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sport/

Obwohl beide Mannschaften in dieser Saison nicht unbedingt für das große Spektakel stehen, begann die Partie der zwei Europa-Anwärter munter: Die Werkself, bei der erneut Kofane statt des angeschlagenen Patrik Schick in der Sturmspitze startete, hatte durch eben jenen Kofane bereits nach fünf Minuten die erste kleine Kopfballchance.

In der Folge tauchten die Gastgeber auf der anderen Seite gleich mehrfach gefährlich vor Janis Blaswich auf: Jan-Niklas Beste konnte erst in der achten Minute am kurzen Pfosten in Bedrängnis eine flache Hereingabe nicht am Bayer-Keeper vorbeispitzeln, dann verpasste Grifo seinerseits nach Ablage von Beste aus ganz kurzer Distanz ebenfalls das 1:0, Blaswich parierte stark (15.).

Und es blieb richtig schwungvoll. Leverkusen kombinierte sich vor allem über die rechte Seite und den agilen Ernest Poku immer wieder ansehnlich nach vorne, ohne sich die ganz großen Hochkaräter zu erspielen. Und so waren es die Freiburger, die eiskalt zuschlugen: Aus dem eigenen Strafraum kombinierten die Breisgauer sich ins Mittelfeld, Johan Manzambi bediente den links durchstartenden Christian Günter. Der brachte die Kugel flach vor das Tor, wo Grifo sich zwar selbst ans Standbein schoss, dadurch aber eine für Blaswich unhaltbare Bogenlampe kreierte.

Lange freuen konnte man sich im Breisgau über die Führung indes nicht, denn nur zwei Minuten später fand Terrier nach Angriff über links am Strafraumrand Kofane, der aus zentraler Position mit erstaunlicher Kaltschnäuzigkeit flach und unhaltbar ins linke Eck zum 1:1 traf.

Das Spiel über die Flügel mit anschließenden flachen Hereingaben war an diesem Tag auf beiden Seiten das Mittel der Wahl, denn noch vor der Pause fiel das nächste Tor über diese Art von Spielzug: Die Elf von Julian Schuster kombinierte sich erneut aus der eigenen Abwehr wunderbar heraus, diesmal war es nicht Günter auf links, sondern Philipp Treu auf rechts, der am Ende eine scharfe Flanke knapp über der Grasnarbe vor das Tor beförderte. Suzuki hatte aus vollem Lauf glockenfrei keine Mühe, auf 2:1 zu stellen (43.).

Und es war immer noch nicht Pause: Suzuki hämmerte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs noch einmal auf das Leverkusener Gehäuse, Blaswich lenkte die Kugel aber noch sehenswert über die Querlatte. Grimaldo machte es auf der anderen Seite zum Freiburger Leidwesen sogar noch besser, hatte aber den Vorteil, dass der Ball ruhte: Der Spanier vollendete einen direkten Freistoß nahe am Strafraum ins linke obere Eck, bei dem sowohl der auf der Linie platzierte Treu, als auch Keeper Noah Atubolu nicht besonders glücklich aussahen (45.+3). Das 2:2 war dann aber wirklich der Schlusspunkt einer fantastischen ersten Halbzeit.

Im zweiten Durchgang ging es so rasant weiter, wie der erste geendet hatte: Nach einer Balleroberung kurz vor dem eigenen Sechzehner schaltete Bayer blitzschnell um. Am Ende des Konters bediente Kofane mit einem tollen Steckpass den durchstartenden Terrier und der Franzose schoss flach ins von Atubolu nicht völlig abgedeckte kurze Eck zum 3:2 ein (52.). Kofane hätte beinahe direkt im Anschluss sogar das 4:2 erzielt, aber sein Kopfball direkt und völlig frei vor Atubolu misslang dem 19-Jährigen gründlich, sodass Freiburgs Keeper mit einem Reflex das nächste Gegentor verhindern konnte (53.).

Es folgten etwas ruhigere Minuten, ehe sich Manzambi nach starkem Dribbling zentral 18 Meter vor dem Tor ein Herz fasste und das Leverkusener Tor nur ganz knapp verfehlte (62.). Bayer war mit der Führung im Rücken bemüht, etwas mehr Ruhe und defensive Kontrolle in die Begegnung zu bekommen und verlegte sich noch mehr auf tiefe Abwehrarbeit und das Lauern auf Konter.

Startaufstellungen:

Freiburg: Atubolu – Treu, Ginter, Ogbus, Günter – M. Eggestein, Manzambi, Beste, Y. Suzuki, Grifo – Matanovic

Trainer: Julian Schuster

Leverkusen: Blaswich – Quansah, Andrich, Tapsoba, Grimaldo – E. Fernandez, Aleix Garcia, Poku, Maza – Terrier, Kofane

Trainer: Kasper Hjulmand

Schiedsrichter: Benjamin Brand

#bundesliga #sportschaubundesliga

7 Comments

  1. Stellt mal vor man würde Belocian nach Wolfsburg verleihen, Oermann von Graz zurück holen, der da Stamm spielt, ihn auf einer Position einwechseln, die er lange nicht gespielt hat und dadurch würde man sich noch den Ausgleich fangen.

    Klingt völlig unrealistisch, oder? Auf diese Idee würde doch niemand kommen, oder?

  2. Wieso hassen die Freiburg-Fans eigentlich so krass einseitig den KSC? 😂 Vorgestern im Zug wieder "Karlsruh Karlsruh wie sch*** euch zu" und "Karlsruher F*tzensöhne" angestimmt.
    Bin neutraler Fan, aber kaum ein KSC-Fan den ich kenne juckt ernsthaft Freiburg.