"Er hat versucht, mir das Gesicht einzuschlagen", sagt Getafes Rico über Antonio Rüdigers Knietreffer in seinem Gesicht. Die Aktion wird heiß diskutiert – auch mit Blick auf die WM.

Es läuft die 27. Minute am Montagabend (02.03.2026) im La-Liga-Spiel zwischen Real Madrid und dem FC Getafe (0:1). Diego Rico versucht an der Seitenauslinie, den Ball gegen Arda Güler zu behaupten. Rico kommt dabei zu Fall und rutscht auf dem Rücken über den Rasen. Antonio Rüdiger kommt zum Zweikampf hinzu und trifft den am Boden liegenden Rico mit dem linken Knie hart im Gesicht.

Für den Getafe-Verteidiger Rico ist die Sache klar: Rüdiger habe versucht, "mir das Gesicht einzuschlagen", sagte er und betonte im spanischen

Radiosender Cadena Cope: "Ich glaube, in solchen Situationen, bei diesem aggressiven Verhalten, ist es offensichtlich, dass er mich absichtlich angreift."

Im Vorfeld der Szene habe Rüdiger bereits auf ihn eingeredet. "Dann, gleich im nächsten Spielzug, kam der Ball zu mir, und man konnte sehen, wie er seinen Mitspieler praktisch aus dem Weg räumte, um mir das Gesicht einzuschlagen."

VAR greift nicht ein

Rico konnte nach dem Vorfall weiterspielen – aus seiner Sicht pures Glück. "Wenn er mich falsch erwischt hätte, wäre ich da einfach liegen geblieben, platt auf dem Spielfeld." Hätte er selbst ein ähnliches Foul begangen, wäre er "für zehn Spiele gesperrt" worden, behauptete der Linksverteidiger.

Die Szene blieb für Rüdiger zumindest während des Spiels ohne Folgen. Der Schiedsrichter Alejandro Muniz Ruiz hatte die Szene nicht gesehen oder nicht als Tätlichkeit bewertet. Auch der VAR schien die Aktion nicht für strafwürdig zu halten, was für große Kritik in Spanien sorgte

Der ehemalige Schiedsrichter Alfonso Pérez Burrull sagte dazu bei Radio Marca: "Das ist eine Aktion, die vom VAR hätte überprüft werden sollen, denn meiner Ansicht nach hätte Rüdiger vom Platz gestellt werden müssen." Ein weiterer ehemaliger Schiedsrichter, Iturralde González, sprach beim Sender SER von einer "Aggression, das ist gewalttätiges Verhalten".

Rüdiger beim DFB unter Beobachtung

Die Aktion könnte für Rüdiger mit Blick auf die Weltmeisterschaft noch Folgen haben. Der am Dienstag 33 Jahre alt gewordene Innenverteidiger ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Nationalteams, steht aber wegen wiederholter Unsportlichkeiten unter Beobachtung.

Im Champions-League-Achtelfinale der vergangenen Saison hatte er die Fans von Atlético Madrid mit einer "Kopf-ab"-Geste provoziert. Die UEFA verurteilte ihn zu einem Spiel Sperre auf Bewährung und zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro.

Im Finale der Copa del Rey 2025 warf Rüdiger eine Tape-Rolle in Richtung des Schiedsrichters und beleidigte ihn. Er sah Rot und wurde vom spanischen Fußballverband für sechs Spiele gesperrt. Nach dieser Aktion forderten einige Experten wie Dietmar Hamann und Lothar Matthäus den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, Rüdiger zu suspendieren. DFB-Direktor Rudi Völler beließ es damals bei einer Rüge

Nagelsmann über Rüdiger: "Es liegt viel an seiner Leistung"

Zur aktuellen Szene hat sich der DFB noch nicht geäußert. Ob Rüdiger mit zur WM fährt, ist auch aus sportlichen Gesichtspunkten unklar. "Es ist nicht in Stein gemeißelt und liegt viel an seiner Leistung", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann in einem Kicker- Interview. "Ich habe ein super Verhältnis zu Antonio, einen guten Austausch über alle Facetten, in welcher Rolle er zurückkommen kann oder auch nicht zurückkommt, weil er nicht fit ist. Er hatte große Probleme mit seinem Knie."

by One_Cauliflower_3439

2 Comments

  1. Hatte die Szene in einem Clip gesehen.
    Keine Chance dass das ein Versehen war, der Typ is gemeingefährlich und gehört nicht auf den Fußballplatz

  2. So wie Rüder auf Ricos Schulter gelandet ist, konnte Rico auch Glück haben, dass die nicht im Arsch ist.
    Einfach widerlich wie Rüdiger da reingerannt ist.