Die Nerven liegen blank im Bundesliga-Abstiegskampf: Werder Bremen hat sich im umkämpften wie zerfahrenen Kellerduell gegen Schlusslicht Heidenheim durchgesetzt. Das 2:0 (0:0) war Bremens erster Sieg nach zuvor 13 sieglosen Pflichtspielen in Serie – und zugleich der erste Erfolg unter Trainer Daniel Thioune. Für Schlusslicht Heidenheim wird die Lage hingegen immer aussichtsloser.
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Schmidt hatte sich für die brisante Auswärtspartie für eine Aufstellung ohne echten Stürmer entschieden: Über die schnellen Eren Dinkci und Christian Conteh sollte das Konterspiel zum Erfolg führen. Dieser Plan ging in der Anfangsphase aber nicht auf. Zwar zeigten beide Teams angesichts der brisanten Ausgangslage anfängliche Nervosität. Das deutlich klarere, strukturiertere Spiel brachte aber Werder auf den Rasen.

Für Werder begann Winter-Neuzugang Milosevic im Sturm – und trat Mitte der ersten Halbzeit gleich zweimal unglücklich in Erscheinung. Erst wurde das Tor von Bremens Linksverteidiger Olivier Deman aberkannt, weil Milosevic im Abseits stehend Heidenheims Torhüter Frank Feller umgerannt hatte (26.). Kurz darauf bekam der Serbe von Romano Schmid einen Querpass quer zur Torlinie perfekt serviert, verfehlte jedoch kläglich das leere Tor deutlich (36.).

Von Heidenheim war bis dahin kaum etwas zu sehen, zu fehlerhaft präsentierte sich die Schmidt-Elf in Ballbesitz. Plötzlich aber meldeten sich die Gäste an: Arjon Ibrahimovic boten sich gleich zwei gute Einschussmöglichkeiten, der starke Techniker ließ aber jeweils die Kaltschnäuzigkeit vermissen (37. und 41.).

Die jetzt aufgrund der hohen Fehlerquote wilde, aber auch sehr unterhaltsame Partie bot kurz vor dem Pausenpfiff aber noch einen Höhepunkt, der die Gemengelage gut veranschaulichte: Diesmal war es Schmid, der frei durchbrach und Feller im Eins-gegen-eins umkurvte. Auch der Österreicher zeigte aber Nerven und setzte bei seinem Abschluss aufs leere Tor den Ball an den Pfosten. Der Abpraller landete wieder bei Schmid, der etwas überhastet abzog und nur das Außennetz traf – die zweite XXL-Chance, die Bremen liegenließ.

Schmidt reagierte zur Pause, brachte in Leonidas Stergiou und Stefan Schimmer zwei neue Spieler. Es war eine Maßnahme, die sich direkt bemerkbar machte: Conteh steckte keine drei Minuten nach Wiederanpfiff auf Bundesliga-Topjoker Schimmer (fünf Tore nach Einwechslung) durch, der den Ball am herauseilenden Bremer Torhüter Mio Backhaus vorbeilegte, aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz traf.

Die gute Heidenheimer Phase wurde jedoch jäh von Bremens zu diesem Zeitpunkt überraschendem Führungstreffer gecrasht. Dinkci verlor den Ball in der eigenen Hälfte, was Schmid in Position brachte. Werders auffälligster Offensivmann brachte eine starke Flanke aus dem Halbfeld, ausgerechnet Milosevic schraubte sich nach oben und köpfte ins kurze Eck zur Werder-Führung ein.
War Heidenheim angesichts von fünf Punkten Rückstand auf den Kontrahenten von der Weser bereits vor der Partie mit dem Rücken zu Wand, so spitzte sich sich die schwierige Lage für die Schwaben jetzt erneut zu: Es mussten zwei Treffer her, sollte der Kontakt zu Bremen noch irgendwie gehalten werden.

Werder blieb aber stabil. Angetrieben vom jetzt lautstark unterstützenden Weser-Stadion hielten die Gastgeber Heidenheim vom eigenen Tor fern, dazu gelang es immer wieder, mit Gegenangriffen für Entlastung zu sorgen. Die Joker Justin Njinmah (87.) und Keke Topp (90.+2) hätten bei guten Konterchancen für die Entscheidung sorgen müssen, doch auch sie schwächelten beim Abschluss.
Auch in der Schlussphase gelang es den Heidenheimern nicht, eine Drangperiode heraufzubeschwören. Stattdessen unterlief Behrens noch das Eigentor zum 0:2, als er den Abpraller nach Njinmahs Abschluss per Kopf klären wollte. Es war insgesamt einfach zu wenig von den Gästen, wie schon so oft in der laufenden Saison. Werder hingegen durfte aufatmen, Trainer Thioune bejubelte sein erstes Erfolgserlebnis an der Weser.

Startaufstellungen:
Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Stark, Friedl, Deman – Stage, Lynen, Puertas – Schmid, Milošević, Grüll
Trainer: Daniel Thioune

1. FC Heidenheim: Feller – Traoré, Mainka, Gimber, Behrens – Niehues – Schöppner, Dorsch – Ibrahimović – Dinkçi, C. Conteh
Trainer: Frank Schmidt

Schiedsrichter: Florian Badstübner

#bundesliga #sportschaubundesliga

21 Comments

  1. Immer mit der Ruhe.
    Werder hat in einem Heimspiel den Tabellenletzten durch ein Tor weit in der Nachspielzeit mit 2:0 geschlagen. Das war das einfachste Spiel das in Liga 1. möglich ist. Den Sieg sollte man also nicht überbewerten.
    Hinzukommt das auch die Konkurrenz im Tabellenkeller gepunktet hat. Wo steht Werder jetzt? Auf dem Relegationsplatz, kein Grund für übermäßige Euphorie. Es ist noch nichts gewonnen.
    In den kommenden Wochen wird sich alles entscheiden und selbst wenn Werder die Klasse halten sollte, im Verein läuft so viel schief.

  2. Man ihn ja leider nur kurz gesehen, aber für mich war das ein ganz trauriges Bild, wie sich Thomas Schaaf da möglichst unauffällig zu seinem Platz begibt.😢 Der Umgang bei Werder mit verdienten und hoch erfolgreichen Leuten ist beschämend!!!
    Diese Geschäftsführung gehört schnellstens entlassen!

  3. Das Spiel geht in die Geschichte ein. Als Spiel der am meisten ausgelassenen Großchancen auf beiden Seiten. Peinlich bis zum Gehtnichtmehr. Und ja, Thomas Schaaf muss tief erschüttert sein was aus dem Verein geworden ist. Die Tradition hat schwere Schäden erlitten. Dann muss man eben in den Keller abtauchen damit die Fetzten fliegen. Die Namen kennt jeder.

  4. Ich freue mich Mega über den Sieg aber irgendwie tut mir Keke leid. So viele Situationen wo er glänzen könnte und einfach kein Glück hat

  5. Das Spiel unter dem Vorzeichen "Not gegen Elend"! Die drei Punkte bringen halt auch nicht viel, wenn man trotzdem schlechter ist als der 16te, dann steigt man als 17ter auch ab! Die Mannschaft und der Trainer sind einfach schwach. Was trainieren die den ganzen Tag, wofür bekommen die Geld? Sowas schimpft sich Bundesliga Fußballer! Unserer sogenannte Nr. 2 (BvB) hat in den letzten drei Spielen Meisterschaft und CL-Teilnahme verbockt. Bis auf die konstanten Bayern taugt kein Team in der Bundesliga etwas und das kotzt mich an. Ich bin froh, das ich seit 2016 nach dem erstrunden Pokalaus von Werder gegen Sportfreunde Lotte, einem Viertligisten gesagt habe. Das wars, ab jetzt nur noch neutraler Zuschauer. Erfreu dich lieber an den Kleinigkeiten die dir hin und wieder von den Bundesligisten geboten werden. Leider kommt das selten vor das man auf den deutschen Fußball noch stolz sein kann.Trotzdem wird ein Teil meines Herzens immer für Werder schlagen und das macht es so schmerzhaft, sich diesen Niedergang anzuschauen.

  6. Wenn das Selbstbewusstsein wieder da ist, macht man auch die einfacheren Bälle rein.
    Sehr wichtiger Sieg und Pflicht erfüllt.
    Das sollte jetzt aufbauen und dann klappt's auch bei den schwierigeren Aufgaben.

  7. Da können kleine Kinder noch viel besser schießen, als der Micky Maus Verein, da haben wir als Kinder mit Straßenschuhen schon von 12 Metern aufs Tor gezogen, und die können noch nicht mal von 3 oder 4 Meter aufs Tor schießen 🫣was ist das bloß für ein Haufen geworden 🫣

  8. Alle Feiern wieder… geil… Zuhause gegen Heidenheim Hallo?! Hat absolut nichts zu sagen.. bei Union Berlin kacken die wieder 3-1 ab und alles geht von vorne los.. Mark. My. Words.