Der FC St. Pauli hat den Abstiegskracher in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen für sich entschieden und Werder Bremens Sorgen im Tabellenkeller damit enorm vergrößert. Die Hamburger setzten sich am Sonntagabend mit 2:1 (0:0) durch.

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Der FC St. Pauli benötigte allerdings die tatkräftige Mithilfe von Werders Mio Backhaus, um auf die Siegerstraße zu biegen. Der Torwart ließ einen harmlosen Kopfball von Hauke Wahl zur Hamburger 1:0-Führung passieren. Jovan Milosevic (62.) glich zwar zum 1:1 für Werder aus, ehe dann St. Paulis Joel Chima Fujita doch noch der Siegtreffer gelang (70.).

Es war in der ersten Häfte unterstes Bundesliga-Niveau, was beide Teams zeigten. Ungenaue Pässe, verstolperte Bälle und weitere Unzulänglichkeiten – zeitweise war es mehr Abstiegskrampf als – kampf und jeder im Stadion, darunter die beiden Musiker und glühenden Werder-Anhänger Jan Delay und Johannes Strate von der Band Revolverheld, konnte sehen, warum diese beiden Mannschaften um die Bundesliga bangen müssen.

Die erste Halbzeit hatte kaum Höhepunkte. Die Hamburger gingen nach ihren letzten beiden guten Vorstellungen am Millerntor gegen die Top-Teams aus Stuttgart (2:1) und Leipzig (1:1) diesmal anfangs zu verhalten zu Werke. Die Bremer hatten bessere Möglichkeiten, scheiterten beim Abschluss aber kläglich, so durch Jens Stage und auch durch Justin Njinmah.

So verwunderte es also nicht, dass es nach 45 schwerfälligen Minuten ohne Tore in die Kabine ging.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Fans beider Teams starke Zeichen gegen Rassismus und erinnerten an die Anschläge von Hanau vor sechs Jahren. Die Anhänger hielten in den Blöcken Spruchbänder hoch mit den Worten “19.02. Hanau – Say their names” (St. Pauli) und “Zusammen erinnern, gemeinsam kämpfen” (Werder).

Auf dem Platz ging es zunächst unspektakulär weiter – bis zur 55. Minute, als ein eigentlicher harmloser Kopfball-Aufsetzer von St. Paulis Verteidiger Hauke Wahl Werders Schlussmann Mio Backhaus durch die Handschuhe rutschte. Ein Riesengeschenk für die St. Paulianer.

Dem Spiel tat der Backhaus-Lapsus gut, denn plötzlich war mehr Feuer drin. Werder setzte nun alles dran, den Fehler seines Keeper auszubügeln. Das gelang nur sieben Minuten nach dem Rückstand dem kurz zuvor eingewechselten Jovan Milosevic. Aus dem Getümmel heraus versenkte der Serbe, der von Partizan Belgrad an die Weser kam, den Ball im Hamburger Kasten.

Auch da sah der Torwart nicht gut aus. St. Pauli-Keeper Nikolai Vasilj rutschte leicht weg und konnte den Ball nicht klären.

Aber der Treffer brachte keine Stabilität ins Bremer Spiel – ein Zeichen, in welch’ kritischer Phase die Mannschaft von Daniel Thioune sich befindet. Seine Mannschaft bekam einen Angriff der Hamburger nicht verteidigt. Letztlich war es Saliakas, der den Ball zu Fujita brachte, der mit einem Flachschuss Backhaus keine Chance ließ. Für den Japaner Fujita war es das erste Bundesliga-Tor.

Nun war das Pendel wieder in Richtung FC St. Pauli ausgeschlagen, das den knappen Vorsprung in der spannenden Schlussphase über die Zeit rettete und auch Trainer Alexander Blessin ganz zufrieden Bilanz ziehen ließ. “In der ersten Halbzeit haben wir noch zu viele Räume hergegeben, in der zweiten haben wir es besser gemacht, waren griffiger, auch was die Zweikämpfe angeht. Letzten Endes hat es für drei Punkte gereicht”, sagte Blessin der Sportschau.

Startaufstellungen:
FC St. Pauli: Vasilj – Mets, Wahl, Ando – Pyrka, Irvine, Smith, Saliakas – Fujita, Sinani, Kaars
Trainer: Alexander Blessin

SV Werder Bremen: Backhaus – Lynen, Stark, Friedl – Njinmah, Stage, Puertas, Schmidt, Mbangula, Schmid – Grüll
Trainer: Daniel Thioune

Schiedsrichter: Sören Storks

#bundesliga #sportschaubundesliga

28 Comments

  1. Den Trainerwechsel bei Werder hätte man sich echt sparen können , abgesehen vom Namen hat sich ja nix geändert

    Finde den Bremer Wahnsinn und die Resistenz zum lernen schon faszinierend, seit 13 Spielen 3er bzw 5er Kette , kein Sieg , keine Stabilität hinten , Offensive das nix und doch , selbst wenn du keine Innenverteidiger hast , die wird durchgezogen bis wir mit dieser Taktik abgestiegen sein werden

    Was ist nur aus meinem SV Werder geworden

  2. Das geht glatt, ohne Wenn und Aber vollkommen zu recht in die 2. Liga.
    Diese Mannschaft ist nicht einmal in Ansatz Bundesliga tauglich.
    Danke Clemens! für NICHTS 😤💩
    Und wer glaubt, dass Werder wieder einen direkten Aufstieg schafft, den muss ich ja schon fast für seinen Optimismus bewundern.

  3. Das Spiel wurde nicht durch den Fehler verloren sonder durch die Tatsache das einfach weiter an dem System festgehalten wird welches Werder seid 107 Tagen keinen Erfolg gebracht hat. Und das System mit dem man in dieser Saison gepunktet hat wird konsequent ignoriert.

  4. Seit Jahren läuft das in Bremen schon scheisse,unter Werner wurde auch schon vieles zu schön geredet,da gab es schon knappe Glückssiege,jetzt fällt alles ineinander.Kann man frühzeitig für Liga2 planen..

  5. Ich war 60 Jahre Werder Fan. Seitdem die mich angendern und mir über die Omas gegen Rechts erzählen, dass ich nicht bürgerlich wählen darf, ist Werder bei mir unten durch.
    Gut, dass die absteigen!

  6. Der Kommentator im Audiostream hat ziemlich viel Mist erzählt. Auch wenn es schön wäre, wenn er so spielen würde, ist Justin Njinmah eben kein Justin Neymar.
    Gerade in der zweiten Halbzeit war auch plötzlich laut ihm Agu dabei, der überhaupt nicht mitgespielt hat. Wenn man sich die Situationen danach anschaut, meint er Mbangula. Genauso bei den Auswechslungen dann wurde laut ihm Mbangula rausgenommen, es war aber Puertas.
    Es mag sein, dass man nicht immer jeden Namen parat hat, aber wenigstens in der Woederholung auf dem Bildschirm sollte man dann den richtigen Namen nennen können.

  7. Selten schön anzusehen solche Spiele!
    Nichtsdestotrotz diese Punkte musst du holen wenn du drin bleiben willst.
    später fragt keiner mehr ob schön, überlegen oder verdient….