Marco Grüll hat Werder Bremen mit einem herrlichen Schlenzer in der 72. Minute den dritten Saisonsieg beschert. Der 1. FC Union Berlin musste sich am 8. Spieltag mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und verpasste so den Sprung auf die vorderen Ränge der Fußball-Bundesliga.

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“Am Ende hat es gereicht”, sagte Torschütze Marco Grüll relativ nüchtern nach der Partie am Sportschau-Mirko. “Es” – war das Traumtor von Grüll, das an diesem Abend den Unterschied machte. ”Es war ein Spiel, das hätte Unentschieden ausgehen sollen”, bilanzierte Union-Coach Steffen Baumgart, ”das Ergebnis ist ärgerlich. Auch aus dem Grund, weil ich das Gefühl hatte, dass Werder nicht viel hatte.”

Keins der beiden Teams traute sich in der Anfangsphase, ins Risiko zu gehen. Kontrollierter Spielaufbau war die Devise. Der erste Abschluss gehörte nach neun Minuten den Gästen: An der rechten Strafraumkante legte der ehemalige Bremer Oliver Burke auf Ilic ab, der dann aber den Ball rechts am Tor vorbei setzte.

Vier Minuten später musste Werder-Keeper Mio Backhaus das erste Mal so richtig eingreifen: Burke suchte aus spitzem Winkel im Strafraum diesmal selbst den Abschluss, aber Backhaus parierte souverän.

Bei den Bremern feierte Victor Boniface seine Startelfpremiere. Der Nigerianer war von Beginn an sehr präsent, übernahm Verantwortung. Der Plan von Trainer Horst Steffen ging auf: “Dass er der Zielspieler ist, der Bälle behaupten kann, Mitspieler einsetzt und uns hilft, Angriffe nach vorne zu bringen.” Eine seiner gefährlichsten Aktionen nach 15 Minuten: Boniface bekam einen Abpraller vor die Füße, doch sein Schuss ging am Tor vorbei.

“Man hat gleich gesehen, wie er die Bälle festmacht, wie er sich bewegt in den Räumen. Er ist ein toller Stürmer”, fasste Grüll Bonifaces Leistung nach dem Spiel am Sportschau-Mikro zusammen.

Nach knapp einer halben Stunde blieb Unions Offensiv-Knotenpunkt Ilic verletzt am Boden liegen und musste behandelt werden. Der Angreifer humpelte vom Feld und musste nach kurzer Behandlung ausgewechselt werden. Das sorgte bei den Gästen für einen Bruch im Spiel. Union musste sich neu sortieren. ”Ilic wird immer gern daran gemessen, wie viele Tore er schießt. Bei uns wird er daran gemessen, wie viele Bälle er sichert und wie er arbeitet. Das hat man schon gemerkt, dass der Mannschaft etwas gefehlt hat”, so Baumgart nach der Partie.

Infolge dessen zeigten sich die Bremer zunehmend aktiver, mauserten sich zum dominanteren Team. Immer wieder trugen die Hanseaten den Ball nach vorne. Die beste Torchance der ersten Halbzeit gehörte dennoch Union Berlin: Mit einem dynamischen Schuss aus 20 Metern kam Ilyas Ansah kurz vor der Halbzeitpause der Führung gefährlich nah. Doch der Ball drehte sich etwas nach außen und ging dementsprechend knapp einen Meter am Tor vorbei. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Die Gastgeber kamen gut aus der Pause: Boniface spielte Yukinari Sugawara frei, der rechts zur Flanke ansetzte. Der Ball landete direkt bei Unions Kapitän Christopher Trimmel, der den Ball Jens Stage in die Füße spielte. Doch der Schuss ging weit übers Tor. Bremen kontrollierte die Partie jetzt, produzierte aber kaum Highlights. Unions Leistung verblasste, sie standen zunehmend tiefer und konnten sich vorerst keine Torchancen mehr erarbeiten.

Grüll sorgte schließlich für den Bremer Befreiungsschlag: Der Österreicher dribbelte im Sechszehner Diogo Leite aus und schlenzte dann den Ball unhaltbar in die lange Ecke. Ein absolutes Traumtor. Für kurzes Bangen sorgte die Überprüfung des VAR. Aber das Tor wurde gegeben: Grüll war hauchzart nicht aus dem Abseits gestartet.

“Am Ende ist es ärgerlich, wie es zustandegekommen ist. Das ist eine 5mm, vielleicht 1cm-Entscheidung – mehr war es nicht”, sagte Baumgart zu der entscheidenden Szene. ”Ich hatte vermutet, dass es Abseits ist. Dann war ich ganz glücklich. Das war natürlich ein super Tor”, freute sich Werder-Coach Steffen.

Startaufstellungen:

SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl – Stage, Lynen, Grüll, Schmid, Mbangula – Boniface

Trainer: Horst Steffen

1. FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Diogo Leite – Trimmel, R. Khedira, Kemlein, Köhn, Burke, Ansah – Ilic

Trainer: Steffen Baumgart

Schiedsrichter: Daniel Schlager

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15 Comments

  1. Muss als Werder Fan ja schon sagen… krass wie schwach wir spielen und trotzdem gewinnen. Wobei, gegen gute Gegner haben wir bis dato nur die Hütte voll bekommen. Das Spiel war erschreckend schwach, extrem viele Fehler im Aufbau. Teilweise sowas von zerfahren. Kann ja nur besser werden.

  2. Super Sportschau-Redaktion. 16:12 Torschüsse für Werder, aber in Eurem Bericht werden überwiegend Torschüsse von Union gezeigt. Das nenne ich ausgewogene Berichterstattung 😂

  3. Schwaches Spiel, aber die Punkte hier behalten.
    Geradliniger Fußball mit weniger leichten Ballverlusten und mehr Durchsetzungskraft (wie bei der nicht gezeigten Szene von Schmid zur Vorlage) wäre wünschenswert.
    Die Medien dürften sich mit ihrem "WO BONIFACE! WAS MACHEN SACHEN?" auch mal zurückhalten – das nervt nur noch! Er ist Teil eines TEAMS, kein Alleinunterhalter oder Messias.