Was für ein Spiel in Bremen: In einer völlig chaotischen Partie hat Werder in Unterzahl noch zwei späte Tore gemacht und so einen Punkt gegen Bayer Leverkusen eingefahren. Am Samstagnachmittag endete die von Fehlern geprägte Partie in der Fußball-Bundesliga mit 3:3 (1:2).

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Das Debüt begann für Coulibaly allerdings denkbar schlecht. Der junge Innenverteidiger, aufgrund massiver Bremer Verletzungssorgen in die erste Elf gerutscht, spielte schon in der 5. Minute einen fatalen Fehlpass. Nathan Tella spritzte dazwischen, ließ Niklas Stark und Felix Agu stehen und setzte umsichtig Schick im Rückraum ein, der nur noch vollenden musste.

Ein denkbar schlechter Start für krisengeplagte Bremer, die nach dem DFB-Pokalaus in Bielefeld auch in der Liga zum Auftakt keine gute Figur abgaben. Doch die zusammengewürfelte Elf wehrte sich trotz des frühen Rückschlags. Justin Njinmah (14.) durfte sich nach wohl unabsichtlicher Ablage von Marco Grüll versuchen, Grüll selbst zog wuchtig aus der Distanz ab, verfehlte das Tor aber knapp (18.). Bremens Drangphase war aber nicht von Dauer, Leverkusen sicherte sich die Spielkontrolle, ohne aber für ein Offensivfeuerwerk zu sorgen.

Leverkusens zweites Tor entstand aus einer Co-Produktion der Bundesliga-Startelfdebütanten: Christian Kofane flankte präzise ins Zentrum, Tillman durfte den Ball in Ruhe annehmen und zum 2:0 verwerten. Doch wieder reagierte Bremen gut auf den Rückschlag – auch wenn diesmal Leverkusen gehörig mithalf. Verteidiger Axel Tape setzte ohne große Not gegen Mbangula zur Grätsche an und räumte den 10-Millionen-Neuzugang weg. Nach VAR-Intervention gab es Elfmeter, den Schmid souverän verwandelte und so den Bremern neue Hoffnung gab.

Die Bremer mühten sich zu Beginn der zweiten Halbzeit, Ausgleichschancen zu erspielen, aber Leverkusen ließ Werder kaum an den Ball kommen, kontrollierte die Partie. Gerade als Werder etwas aufkam, die ein oder andere Flanke brachte, schlug Bayer dann zum dritten Mal zu. Edmond Tapsoba identifizierte bei einem Abstoß (!) vom eigenen Tor einen freien Raum und schickte den gänzlich unbewachten Kofane auf die Reise. Im Strafraum senste Niklas Stark Kofane um – die Folge: Rot für Stark, Elfmeter für Leverkusen. Schick traf per Lupfer in die Mitte.

Es war ein Tor, das zum fehlerhaften Defensiv-Auftritt von Bremen passte. Erst übersahen Neuzugang Yukinari Sugawara und Stark Kofane komplett, dann verpatzte Stark – in Abwesenheit des verletzten Kapitäns Marco Friedl eigentlich mit seiner Erfahrung gefordert – das Timing bei der Grätsche. “Ich war so im Tempo, dass ich es am Schluss nicht mehr hinbekommen habe, abzubremsen. Da war ich zu spät”, kommentierte Stark nach dem Spiel.

Man hätte meinen können, die Partie sei nun entschieden. Plötzlich klinkte sich aber Leverkusens Torwart Mark Flekken in das Fehler-Festival ein – und das gleich doppelt. Zunächst hatte der Niederländer noch Glück, dass Grüll das Tor verfehlte, nachdem Flekken Mbangulas Rücken abgeschossen hatte (68.). Ein paar Minuten später aber fehlte Flekken beim Ausflug aus dem Strafraum die Übersicht, Bremens Joker und Neuzugang Isaac Schmidt schnappte sich die Kugel und durfte ins leere Tor zum erneuten Anschluss einschieben.

Das Stadion war auf einmal wieder da, Bremen kam tatsächlich in Unterzahl noch mal auf. Keke Topp, ebenfalls eingewechselt, zog aus der Drehung ab und zwang den diesmal aufmerksamen Flekken zu einer guten Parade (80.). Drei Minuten später versuchte sich Sugawara aus der Ferne, wieder parierte Flekken. Es wurde hektisch in den letzten Minuten: Jeder Zweikampf wurde von den Zuschauern intensiv begleitet, Chancen gab es aber bis tief in die Nachspielzeit nicht mehr.

Bis dann ausgerechnet Coulibaly, der wahrlich keine überzeugende Partie gezeigt hatte, aus dem Gewühl zum Ausgleich traf – die Krönung eines spektakulären, wenn auch fehlerbehafteten, Bundesliga-Spiels. Coulibaly machte sich obendrein mit seinem Tor zum jüngsten Werder-Torschützen der Bundesliga, löste Aaron Hunt ab.

Startaufstellungen:

Bremen: Backhaus – Sugawara, Stark, Coulibaly, Agu – Covic, Lynen, Njinmah, Schmid, Mbangula – Grüll

Trainer: Horst Steffen

Leverkusen: Flekken – Tape, Quansah, Tapsoba, Grimaldo – Andrich, Aleix Garcia, Tella, M. Tillman, Kofane – Schick

Trainer: Erik ten Haag

Schiedsrichter: Robin Braun

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27 Comments

  1. Freut mich sehr für coulibaly das späte Tor… Für einen jungen Spieler wäre es selbstbewusstseinstechnisch sehr schwierig, sich zu erholen. Das Tor hat alles verändert.

  2. Bin nicht ganz so euphorisch. Einen Last-Minute-Punktgewinn wie die Meisterschaft zu feiern finde ich etwas übertrieben. 😅
    Habe viele Fehler gesehen und teiweise stellt man sich bei Werder auch einfach dumm an. Horst Steffen hat noch eine Menge Arbeit vor sich.

  3. Wenn man sich nur das 1:0 anschaut ja der Fehler geht con Coulibaly aus, aber wenn man dann sugawara und covic sieht wie sie zurück joggen wird man echt wütend. Alleine Covic hätte im Rückraum das Tor verhindern können.