Alonsos Bayer kassiert Klatsche
Bayer Leverkusen kommt auch unter Xabi Alonso nicht ins Rollen. Nach dem Sieg gegen Schalke folgt in Frankfurt nun die zweite deutliche Pleite in Folge.
Eintracht-Trainer Oliver Glasner ist begeistert von dem Zusammenhalt seiner Mannschaft, bei der jeder Spieler den Anderen Tore und gute Leistungen gönnen.

Hinten extrem fehlerhaft, nach vorne komplett ideenlos: Auch Star-Trainer Xabi Alonso kann Bayer Leverkusen noch nicht aus dem Krisenmodus befreien.

Im Duell der Champions-League-Teilnehmer verloren die Rheinländer bei Angstgegner Eintracht Frankfurt hochverdient mit 1:5 (0:1), vom Aufwärtstrend der Vorwoche war nichts zu spüren. Bei einer besseren Chancenverwertung der SGE hätte die Niederlage gar noch höher ausfallen können.

Doppelpacker Daichi Kamada (45.+5/72., jeweils Foulelfmeter), Randal Kolo Muani (58.), Jesper Lindström (65.) und der Ex-Leverkusener Lucas Alario (86.) schossen den fünften Heimsieg in Serie gegen die Werkself heraus. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Damit rückte das Team von Trainer Oliver Glasner an die Spitzengruppe der Bundesliga heran und belegt zwischenzeitlich Platz vier. Die erschreckend schwachen Leverkusener stecken dagegen weiter tief im Tabellenkeller fest, die Rheinländer rutschten auf Relegationsplatz 16 ab. Piero Hincapie (56.) gelang der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich. In der 71. Minute flog Hincapie wegen wiederholten Foulspiels per Gelb-Roter Karte allerdings vom Platz.

„Jedes Spiel einen Schritt nach vorne“, hatte Alonso nach der Niederlage in der Champions League gegen den FC Porto als Motto ausgegeben. Es gehe nun darum, einen Teamspirit aufzubauen. „Wir müssen wie eine Mannschaft zusammenbleiben, auch in schwierigen Momenten“, betonte der Spanier. Davon galt es in Frankfurt trotz des Fehlens von Eintracht-Abwehrchef Makoto Hasebe einige zu überstehen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Elfmeter-Dusel für die SGE

So setzte Mario Götze nach fünf Minuten einen ersten Warnschuss nur Zentimeter neben den Pfosten, dann blockte Hincapie den nach Götze-Traumpass schon allein aufs Tor zu eilenden Kolo Muani (9.) in höchster Not. Die Eintracht startete mit Kristijan Jakic als neuem zentralen Glied der Dreierkette deutlich energischer und kaufte Bayer in den Zweikämpfen den Schneid ab.

Immer wieder entstanden nach hohen Ballgewinnen gefährliche Abschlusschancen vor dem Tor von Lukas Hradecky. Jesper Lindström (13.) zielte freistehend zu zentral, Kolo Muani (28./42.) scheiterte allein vor dem Tor jeweils am Ex-Frankfurter Hradecky.

Leverkusen gelang trotz mehr Spielanteilen mit dem Ball quasi nichts, im Offensivspiel fehlten sowohl Tempo als auch Ideen. Der Lattenschuss von Jeremie Frimpong (33.) kam aus dem Nichts.

In der Nachspielzeit wurde es nach klarem Foul von Edmond Tapsoba an Lindström im Strafraum kurios. Hradecky parierte gegen Kolo Muani, verließ dabei aber zu früh die Linie. Die Wiederholung nutzte dann Kamada.
Rote Karte entscheidet das Spiel

Alonso brachte zur Pause mit Nadiem Amiri und Kerem Demirbay ein neues zentrales Mittelfeld – doch das brachte nur kurzzeitig etwas Besserung.

Hincapie gelang per Flugkopfball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld der Ausgleich, doch Kolo Muani antwortete prompt ebenfalls per Kopf. Bayer gab sich danach komplett auf, die SGE hatte nun leichtes Spiel.

So waren es in der Folge erst Lindström, der Hrádecky nach einem Frankfurter Konter sehenswert per Lupfer überwand und im Anschluss erneut Kamada vom Elfmeterpunkt. Im Vorfeld war Kolo Muani von Piero Hincapié nur noch per Foul im Sechzehnmeterraum zu stoppen gewesen.

Für das ungestüme Einsteigen bekam der Ecuadorianer zurecht die zweite Gelbe Karte und flog aus Leverkusener Sicht völlig unnötig vom Platz.

Den Schlusspunkt setzte das südamerikanische Joker-Duo der SGE. Kurz vor Ende der Partie legte der von Mario Götze exzellent in Szene gesetzte Borré vor dem Tor uneigennützig nochmal für Lucas Alario ab, der den Endstand zum 5:1 manifestierte.

Eintracht auf Champions-League-Platz

Die Eintracht klettert mit diesem Sieg vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz. Bayer Leverkusen und Xabi Alonso dagegen verpassen den Sprung in mildere Gewässer. Nach dem zehnten Spieltag steht die Werkself nach wie vor auf dem Relegationsplatz.

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#SPORT1 #bundesliga

29 Comments

  1. Unfassbar, was bei Leverkusen alles falsch läuft. Stümperhafter Elfer, zu früh ab der Linie, und dann gehts abwärts. Verteidiger mit Marktwerten in Millionenhöhe verteidigen auf Bezirksliganiveau Seoane und Alonso können einem fast leid tun.

  2. Leider kommt das gar nicht so rüber, aber beim Tor von Lindström, kam der Jubel total verzögert – zumindest im Heimbereich. Das Ding schlägt hinten im Netz ein, kurze gefüllte Stille und dann die komplette Eskalation. 😀
    Eins noch, was ich auch wo anders geschrieben habe: Alles Gute dem Fan im 41er und danke an alle Fans drumherum.!

  3. Leverkusen ist schon komisch.
    Jetzt waren die so schlecht das es mir weh tut.
    Manchmal spielen die richtig gut aber es fehlt etwas noch.
    Schiri war heute auch eine reine Katastrophe.

  4. Die Abwehr ist so schlecht beim Bayer so wie der Vorstand beim Bayer im Winter wollen sie einen Offensiv Spieler holen anstatt 2 – 3 neue Abwehrkräfte. Das wird nach hinten los gehen.

  5. Egal, mit welcher Mannschaft sie auf dem Platz steht oder welcher Trainer auf der Bank sitzt: Die Eintracht bleibt wohl auf alle Zeit die "launische Diva vom Main" – jüngstes Beispiel gefällig?

    Sie besiegt die aktuellen Spitzenteams (sehr) deutlich – und verliert gleich zweimal gegen einen (zuvor sieglosen!) Tabellenletzten. Und gibt gegen schwache Gegner weitere Punkte ab.

    Stellt euch nur mal vor, wo die Mannschaft stände, wenn sie all diese verlorenen Punkte auf ihrem Konto hätte …

  6. Frankfurt ist Vergangenheit, die Frage ist nur, nicht ob Bayer nächstes Spiel gewinnt, denn der Bayer verliert nächstes Spiel, wie hoch Bayer diesen Spiel verliert.

  7. Eintracht Frankfurt wird eine mittelmäßige Saison spielen und wird 10. Bayer Leverkusen hingegen wird eine extrem enttäuschende Saison spielen und wird nur 15, womit sie die Klasse gerade noch so halten können ..

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