Nicht nur wegen Sané und Osimhen: Warum die Süper Lig auf dem Vormarsch ist

Die Süper Lig startet in die Saison 2025/26 und genießt so viel Aufmerksamkeit wie lange nicht. Galatasaray Istanbul hat mit den Transfers von Leroy Sané und Victor Osimhen große Ausrufezeichen gesetzt und will nun auch international angreifen. Doch die Liga hat mehr zu bieten. Wir haben mit den Ex-Bundesliga-Trainern Markus Gisdol und Thomas Reis gesprochen, die beide in der Süper Lig coachen. Sie sind davon überzeugt: Die Liga wird in den kommenden Jahren noch besser werden.

Ihre ersten Schritte als Trainer machten Markus Gisdol und Thomas Reis in der Bundesliga. Mittlerweile coachen beide in der türkischen SüperLig – Reis bei Samsunspor, Gisdol bei Kayserispor – und sprechen vor dem Saisonstart im Doppel-Interview über die Besonderheiten des türkischen Fußballs.

Es trennen sie rund 450 Kilometer beziehungsweise fünfeinhalb Autostunden zwischen Samsun am Schwarzen Meer, wo Thomas Reis tätig ist, und Kayseri im Landesinneren, wo Markus Gisdol das Traineramt übernommen hat. Zwei deutsche Fußballlehrer in der türkischen SüperLig, per Video-Schalte finden sie vor dem Saisonstart beim kicker zusammen.

Am Wochenende startet die Saison, Herr Reis, Sie empfangen am Samstag mit Samsunspor den Aufsteiger Genclerbirligi. Herr Gisdol, Ihr Auftakt mit Kayserispor gegen Besiktas wurde verschoben. Wie groß ist dennoch die Vorfreude auf den Auftakt?

Thomas Reis: Das ist bei uns nicht anders, von der Papierform haben wir mit einem Aufsteiger einen vermeintlich machbaren Gegner, aber man kennt das ja mit Aufsteigern und der Euphorie …

Sie beide kommen mit Ihren Klubs aus einer Transfersperre.

Gisdol: Es gehört in der Türkei ja fast zum guten Ton, dass manchmal solche Situationen entstehen (lacht). Jetzt haben wir aber schon die Spieler da, die wir haben wollen, sie trainieren auch schon seit zwei, drei Wochen mit. Das wird diese Woche alles abgewickelt, damit sie rechtzeitig auch auf dem Platz stehen können.

Reis: Ich bin glücklich, dass wir wieder einkaufen können. Als Trainer hat man ja gewisse Vorstellungen, will mit neuen Spielern Impulse setzen. Das können wir jetzt wieder tun, aber wir haben mit Youssef Bennasser und Marc Bola zwei Abgänge, die unheimlich weh tun. Wir werden dennoch versuchen, das Beste daraus zu machen.

Zwei Deutsche in der Türkei, werden Sie sich im Laufe der Saison immer mal wieder austauschen oder sind Sie dafür zu sehr Konkurrent voneinander?

Gisdol: Wenn wir nicht gerade gegeneinander spielen, werden wir sicher das eine oder andere Mal telefonieren. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, ich war ja Thomas’ Vorgänger in Samsun und wurde letztes Jahr um meine Meinung gefragt.

Reis: Was hast du erzählt?

Gisdol: Ich konnte nur positiv über dich sprechen.

Reis: Markus war bei meiner Entscheidung dann aber auch sehr hilfreich, er konnte mir sagen, wie der Fußball in der Türkei und der Verein funktionieren. Wir sind Konkurrenten, aber auch Landsleute, deswegen wird es sicher einen Austausch geben.

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32 Comments

  1. es wird noch leider noch jahre dauern. viel muss gemacht werden, viel muss passieren besonders wenn es um die jugendarbeit geht! die plätze sind teilweise "unbespielbar", vor allem in den unteren ligen. noch und nöcher. aber es geht voran. "realistisch" zu sein. das ist das stichwort!

  2. Gisdol und Reis absolut sympathische Trainer, unabhängig von den Interviews in diesem Video. Taktisch und schöner Fußball der den türkischen Fußball nachhaltig prägt

  3. Nein!
    Fail wenn der Klub von Puma jährlich 25 Millionen kassiert und Osimenh ganz alleine jährlich Gehalt kassiert ist es schon vorbei!

    Das financial FairPlay wird sehr schnell dazwischen gehen.

    Bin selbst Spanier und sehe da eine sehr negative Entwicklung anstelle Talente wie A.Güler und K.Yildiz zu fördern ist es einfach nur schade!

    Als gebürtiger Baske und Bilbao fan sehe ich da eine harte rück Entwicklung!

  4. Ich bin selber Türke aber die türkische Liga wird nieeeeeemals auf Augenhöhe mit Der Ligas wie England, Spanien, Italien, Bundesliga etc sein.

  5. Die türkischen Top Clubs tun gerade nichts anderes als sich noch mehr zu verschulden. 75 Mio € für Osihmen, die Jhon Duran LEIHE koster Fenerbahçe ca. 20 Mio. Das sind summen, die sich die Vereine nicht leisten können. Seit 3-4 Jahren machen Fener und Gala trotz guter Verkäufe (Ferdi Kadioglu, Min jae Kim, Sacha Boey) Transfer Minus.
    Türkische Vereine machen nur durch Verkäufe und Erfolg in Europa Geld. Der Gewinn der Süper Lig bringt dem Verein ungefähr 2-3 Mio €.
    In 5 Jahren wird der ein oder andere Verein insolvenz gehen. Vielleicht sogar mehrere.

  6. Die Türkei hat längst den Zug verpasst eine Top Liga zu sein oder zu werden. 80 Mio Einwohner sind quasi alle Fußball verrückt und haben in 100 Jahre freie Geschichte. Nicht einen Anwärter irgendwie auf den Ballon D‘Or gebracht oder irgend ein Team, das ansatzweise europäisch mithalten konnte. Traurig aber wahr.

  7. In der Zukunft werden türkische Talente noch weniger Perspektiven in der Türkei haben und der Verband wird mehr und mehr davon abhängig sein Türkischstämmige Spieler Aus Deutschland,Frankreich, Niederlande, Belgien etc. abzuwerben.

  8. Die Mannschaften stecken in Schuldenberg. Viele dürfen nicht mal die Spielergehälter zahlen. Die beiden deutschen Trainer können und dürfen nichts negatives sagen, sonst sind die weg. 😂😂😂

  9. Vielleicht schenkt ja der Staat GALA ein neues Gelände als Florya ersatz, was die nach 5 Jahren (wenn die gaaaanze Kohle weg ist) erneut verkaufen können. Letzte 3 Jahren, nur 3 niederlagen in der süper lig- Europa letzte 30 Spiele nur 3 Siege. GALA ist ohne Schiri, Verband und Staats Unterstützung Paddeln ohne Kanu